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Die islamische Religionspolizei hat am Wochenende im malaysischen Staat Kelantan 16 Transsexuelle festgenommen, die an einem Schönheitswettbewerb teilnehmen wollten.

Es habe Beschwerden aus der Bevölkerung gegeben, dass sich eine Gruppe von Männern in Frauenkleidern in einem Ferienort aufhielte, erklärte das Religionsministerium des Bundesstaates. Zirka 50 Transsexuelle seien bei der darauf folgenden Razzia der Polizei in einem Veranstaltungsraum geflohen und hätten sich so der Festnahme entzogen. Nach Angaben des Ministeriums drohen den "Tätern" bis zu sechs Monate Haft und eine Geldstrafe in Höhe von 1.000 Ringgit (rund 200 Euro).

Kelantan wird seit Jahren von der islamistischen Partei PAS regiert und gilt als konservativster Bundesstaat der parlamentarischen Wahlmonarchie. Hier leben gut zwei Millionen der rund 28 Millionen Einwohner Malaysias.

Zuletzt sorgte das Land für Aufsehen, als der Oppositionsführer wegen einer angeblichen homosexuellen Vergewaltigung festgenommen wurde (queer.de berichtete). Anwar Ibraham bestreitet diese Vorwürfe.

Selbst auf einvernehmliche homosexuelle Handlungen stehen bis zu 20 Jahren Haft oder Auspeitschung. In einigen ländlichen Regionen gilt zudem das Scharia-Recht – Schwule können dort zum Tode verurteilt werden. Die relativ liberale Hauptstadt Kuala Lumpur gilt als Zufluchtsort für Homo- und Transsexuelle. Hier hat sich eine lebhafte schwule Subkultur entwickelt, die vom liberalen Nachbarland Thailand beeinflusst wird. (dk)



#1 Tim_ChrisProfil
#2 hwAnonym
  • 28.07.2008, 18:27h
  • Antwort auf #1 von Tim_Chris
  • ja, es kann sogar sein, dass es sich um geschulte exportware der säbeltänzerfreunde g.w. bushs handelt.

    Jemenitische Zeitungen haben in den vergangenen Wochen erstaunt zur Kenntnis genommen, dass es nun auch im Jemen Religionspolizisten gibt. Sie hätten nur einen Blick in Zeitungen der mit der Familie Bush befreundeten Clans der Sauds und Ladens werfen müssen.

    Dort prahlte Ibrahim Al Gaith, der Chef der saudischen Religionspolizei (Mutawwa) damit, dass Riad sein puritanisches Konzept der Religionspolizei inzwischen schon in viele Länder erfolgreich exportiere und diese beim Aufbau einer Religionspolizei unterstütze. Eines der Länder, die er namentlich erwähnte, ist der Jemen. Viele islamische Staaten bauen derzeit mit saudischer Hilfe eine Religionspolizei auf: Ägypten, Indonesien, Niger, Libyen, Malaysia, Sudan, Algerien, Pakistan, Afghanistan und jene palästinensischen Gebiete, in denen die Hamas das Sagen hat. Nur die Islamische Republik Iran lässt sich nicht von Riad helfen – dort hat man eine eigenes Konzept für die Religionspolizisten. Saudi-Arabien exportiert mit großzügiger finanzieller Förderung somit nicht nur den puritanischen saudischen Islam, sondern zugleich auch noch jene Sittenwächter, die über die Einhaltung der Vorschriften wachen.

    In Saudi-Arabien selbst zieht man unterdessen die Zügel an: Ibrahim Al Gaith kündigte an, die bislang unbewaffneten 10.000 saudischen Religionswächter in den kommenden Wochen auch mit Waffen auszurüsten. Denn der Sittenverfall sei unter dem Druck des Vordringens westlicher Lebensweisen einfach zu groß …

    Rate mal wer die Waffen liefert, rate mal wer ausbildet ?

    Es ist wie bei den Bombenserien der "Islamisten"
    in Indien und jetzt der Türkei ! Der Notstand winkt.
    hu hu.
    Die Saudis sind im Kosovo und die amerikanischen Freunde in Bondsteel sind (k)ein anderes Thema.
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#3 hwAnonym