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Die amerikanische Homo-Gruppe Commercial Closet Association hat am Dienstag in New York einen Spot vom Jeans-Produzenten Levi Strauss als beste Werbung ausgezeichnet - einen Preis gab es auch für BMW.

Levi’s erhielt die Auszeichnung in der Königskategorie "Outstanding Commercial in a Mainstream Market". Der Spot zeigt einen Mann, der in seiner Wohnung seine Jeans anzieht. Sobald er die Hose nach oben zieht, bricht eine Straße von unten in sein Zuhause, inklusive eines hübschen Fremden in einer Telefonzelle. Die Beiden lächeln sich an und gehen dann gemeinsam aus.

Der Jeans-Hersteller produzierte einen fast identischen Spot mit einer Frau in der Telefonzelle und einem heterosexuellen Ende. "Wir wollten zeigen, dass Liebe Liebe ist", erklärte Robert Cameron von Levi Strauss die "Zwillingsspots". "So haben wir auf unschuldige Art ein Statement für absolute Gleichheit gemacht."

Youtube | Die schwule Levi's-Werbung

In neun weiteren Kategorien wurden Werbespots oder -poster ausgzeichnet. Unter anderem durfte sich das Fremdenverkehrsamt Paris über eine Auszeichnung ihres Spots freuen, in dem ein homoerotisches Foto von Rugby-Spielern als Einladung in die französische Hauptstadt herhält. Auch der bayerische Autobauer BMW gewann einen Award für ein in Los Angeles gezeigtes Plakat, in dem im Text auf schwule Sexualität angespielt wird ("Hard top. Firm bottom. It’s so L.A.").

Die Commercial Closet Association ist ein 2001 gegründeter Verband, der sich um die Bewertung von Werbung mit schwulen oder lesbischen Inhalten kümmert. Neben Auszeichnungen kritisiert er auch Spots, die Homo- oder Transsexuelle negativ darstellt. So wandte sich die Gruppe auch gegen eine Snickers-Werbung mit Mr. T ("Das A-Team"), die erst vor wenigen Tagen zurückgezogen wurde (queer.de berichtete). (dk)

Youtube | Rugby soll Besucher nach Paris locken.


#1 mok120Profil
  • 30.07.2008, 16:54hNürnberg
  • Also so ganz verstehe ich den Spot inhaltlich ja nicht, aber ich finde es sehr schön, dass es mal einen Homo-Spot gibt, der weder auf billige Klischees abzielt (Max und Holger) noch auf einem Homosexuellen Überraschungseffekt (Heinz) aufbaut. Es ist sowieso schön, einen Spot zu haben, der "normal" und nicht lustig ist, wie sie sonst zumindest in der Regel sein sollen/wollen.
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#2 chrisProfil
  • 30.07.2008, 18:58hDortmund
  • Also ich muss sagen, dass dieses BMW Plakat ja wirklich mal ein klasse Einfall ist. Außerdem können Heten damit nicht wirklich viel anfangen.
    So muss schwule Werbung sein. :-)
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#3 annemarie89
  • 30.07.2008, 19:49h
  • Sehr gute Idee von BMW... aber auch die Levi Werbung fand ich sehr schön.
    Das nenne ich mal Werbung...^^
    Davon sollte es mehr geben!
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#4 SaschaEhemaliges Profil
  • 30.07.2008, 20:34h
  • Antwort auf #2 von chris
  • Sehr viel besser ist es, wenn auch "Heten" etwas damit anfangen können, denn nur so wird homosexuelle Identität für ALLE als selbstverständlicher und gleichberechtigter Teil menschlicher Vielfalt SICHTBAR!

    Die Levi's-Werbung ist in diesem Punkt schon eher geeignet, wobei ich mir absolut sicher bin, dass in der heterosexuellen Variante am Ende Mann und Frau nicht nur nebeneinander schlendernd und jede Berührung vermeidend, sondern wie allgemein üblich in jeder noch so aufdringlichen erotisierenden oder sexualisierenden Pose gezeigt werden.

    Insofern setzt sich die Diskriminierung leider auch hier in aller Deutlichkeit fort - sogar von den meisten Betroffenen unbemerkt, die sich in der Öffentlichkeit ja auch nicht offen und selbstbewusst mit ihren männlichen Dates bzw. Partnern zu erkennen geben.

    Daher sollten wir mit voreiligen Lobhudeleien sehr vorsichtig sein, denn eine wirklich gleichberechtigte Darstellung ist DAS nicht!
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#5 Tufir
  • 31.07.2008, 11:37h
  • Antwort auf #4 von Sascha
  • Sascha, mal abgesehen davon, dass du vorschnell urteilst, ohne genauere Informationen zu haben (siehe
    www.youtube.com/watch?v=SG4RZY0s25E
    - aber auch das wird dir sicher nicht reichen):
    Werbung hat nicht die Aufgabe, die Menschen zu erziehen. Will man einen Preis für schwulen-freundliche Werbung vergeben und damit vielleicht die eine oder andere wagemutige Idee unterstützen, muss man also im Rahmen der Möglichkeiten sehen, was realistisch ist. Wer wirbt, will Produkte und Dienstleistungen verkaufen bzw. ein Image schaffen, um Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Dies hat Vorrang vor allen Ideologien, die man dabei vertritt.
    Die Alternativen sind also, entweder einen Preis bereits für das Einschlagen der richtigen Richtung oder den Mut, ein noch immer heißes Eisen anzufassen, zu vergeben oder aber niemals einen Preis zu vergeben. In letzterem Fall lässt man allerdings die Möglichkeit ungenutzt, Zustimmung auszudrücken und entsprechendes Verhalten zu fördern.
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#6 chrisProfil
  • 31.07.2008, 19:04hDortmund
  • Antwort auf #4 von Sascha
  • Also ich sehe da keine Diskriminierung. Es würde den meisten von uns aber doch auch sehr unrealistisch vorkommen wenn die beiden, die sich ja offenbar nicht kennen, direkt Hand in Hand durch die Straßen ziehen. Und direkt Rummachen geht auch nicht - das wäre auch mit Heten in Amiland zu gewagt. Die haben mit dem Sport den Mittelweg gefunden und wir sehen zum Schluss noch zwei geile Ärsche. Was will Mann mehr?
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