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Bei einem "Schwulenfest" in einer Privatwohnung in der Hafenregion Katif hat die saudi-arabische Religionspolizei 55 Männer verhaftet.

Wie der Nachrichtenkanal "al-Arabija" berichtet, sollen zwei Männer beim Eintreffen der Polizei miteinander getanzt haben. Viele sollen zudem Schminke im Gesicht getragen haben. Alle anwesenden Männer wurden daraufhin mit Handschellen abgeführt. Bei einer Hausdurchsuchung seien dann Alkohol und andere Substanzen gefunden worden sein, die nach dem strengen Scharia-Gesetz als illegal gelten.

Bereits im Juni gab es Berichte, dass 21 mutmaßliche Schwule in Katif festgenommen wurden (queer.de berichtete). Über deren Schicksal ist derzeit nichts bekannt.

Auf Homosexualität steht im Höchstfall die Todesstrafe, meist durchgeführt durch öffentliche Enthauptung. Die saudische Regierung erklärte, dass gewöhnlich nur Kinderschänder hingerichtet werden würden. Diese Angaben können allerdings nicht von unabhängigen Quellen bestätigt werden. (dk)



13 Kommentare

#1 roterginsengEhemaliges Profil
  • 30.07.2008, 19:12h
  • Jemenitische Zeitungen haben in den vergangenen Wochen erstaunt zur Kenntnis genommen, dass es nun auch im Jemen Religionspolizisten gibt. Sie hätten nur einen Blick in Zeitungen der mit der Familie Bush befreundeten Clans der Sauds und Ladens werfen müssen.

    In Saudi-Arabien selbst zieht man unterdessen die Zügel an: Ibrahim Al Gaith kündigte an, die bislang unbewaffneten 10.000 saudischen Religionswächter in den kommenden Wochen auch mit Waffen auszurüsten. Denn der Sittenverfall sei unter dem Druck des Vordringens westlicher Lebensweisen einfach zu groß.

    Ibrahim Al Gaith, der Chef der saudischen Religionspolizei (Mutawwa) prahlte damit, dass Riad sein puritanisches Konzept der Religionspolizei inzwischen schon in viele Länder erfolgreich exportiere und diese beim Aufbau einer Religionspolizei unterstütze.
    Eines der Länder, die er namentlich erwähnte, ist der Jemen. Viele islamische Staaten bauen derzeit mit saudischer Hilfe eine Religionspolizei auf: Ägypten, Indonesien, Niger, Libyen, Malaysia, Sudan, Algerien, Pakistan, Afghanistan und jene palästinensischen Gebiete, in denen die Hamas das Sagen hat. Nur die Islamische Republik Iran lässt sich nicht von Riad helfen – dort hat man eine eigenes Konzept für die Religionspolizisten. Saudi-Arabien exportiert mit großzügiger finanzieller Förderung somit nicht nur den puritanischen saudischen Islam, sondern zugleich auch noch jene Sittenwächter, die über die Einhaltung der Vorschriften wachen.

    So schlimm das ganze schon ist, wäre die Nationalität der Festgenommenen noch interessant.

    upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/22/Azizfdr.jpg

    1944 wurde aus der Californian-Arabian Standard Oil die Arabian-American Oil Company Aramco. In diese Gesellschaft traten als Anteilseigner zusätzlich die ebenfalls aus dem Rockefeller-Imperium hervorgegangenen US-Ölfirmen Standard Oil of New Jersey (Esso, später Exxon), Texas Oil (später Texaco) und Socony Vacuum (später Mobil Oil, verschmolz 1998 mit Exxon) ein.

    Dank eines Deals mit dem Herrscher des rückständigen und dünnbesiedelten arabischen Feudalstaates, Abdul Aziz Ibn Saud, sicherten sich die US-Ölbarone die Ausbeutung der dortigen Felder. Diese sollten sich später als die größten und ertragreichsten der Welt erweisen.
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#2 roterginsengEhemaliges Profil
  • 30.07.2008, 19:37h
  • "..A similar police blitz was carried out more than a month ago at another farmhouse in the same area where 21 alleged homosexuals were arrested. Some of those arrested were Filipinos and Pakistanis living in Saudi Arabia..."

    so ähnlich dacht ich mir das schon. daraus wird dann irgendwann, die ausländischen schwulen ratten.
    auch hier läßt sich dann größer werdender sozialer protest "religiös-moralisch" zusätzlich für die nutznießer des saudisschen regimes niederhalten.

    im interesse der ausbeuter, der sauds, der bushs und der ganzen internationalen ölmafia.

    www.adnkronos.com/AKI/English/Religion/?id=1.0.2378425197
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#3 roterginsengEhemaliges Profil
  • 30.07.2008, 20:12h
  • es muss ja nicht immer das ekelhalfte goebbels-inspirierte zionistische "hasabara handbook" sein.

    hier in seinen auswirkungen noch übelerer dreck:

    New Report Shows Saudi Ministry Textbooks Still Teach Extreme Intolerance

    A lesson for tenth graders in Saudi Arabia teaches them that gays may be killed and discusses the "appropriate" execution techniques
    Extracts from the Hudson Report summarized on MarketWatch

    pdf-link anklicken

    www.marketwatch.com/news/story/new-report-shows-saudi-minist
    ry/story.aspx?guid=

    {837C803E-AAFA-41F9-AB8F-F2F1001538FF}&dist=hppr
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#4 Fred_IsraelEhemaliges Profil
  • 30.07.2008, 23:13h
  • Antwort auf #3 von roterginseng
  • du bist echt der hammer (bitte noch unter bauerhuber und conehead eintragen).
    glückwunsch,hast sogar en freak leftqueer überholt.
    da werden in deinen islamischen staaten mal wieder schwule verhaftet, und du bringst israel mit ins spiel.
    asozialer geht es kaum.
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#5 roterginsengEhemaliges Profil
  • 31.07.2008, 15:00h
  • Antwort auf #3 von roterginseng
  • der link zu der studie des hudson instituts funktioniert leider nicht.

    die studie ist auch hier zu finden,

    "GAY MIDDLE EAST AND MUSLIM WORLD NEWS AND BLOGS LATEST"
    5. eintrag:

    www.gayegypt.com/

    dort dann die PDF-Datei.

    im vergleich zum zionistischen "hasbara handbook",
    das ja den untertitel tragen könnte:
    WAS JOSEPH UND LENI NOCH NICHT WUSSTEN,
    angereichert mit verstaubeten yale-studien-annahmen

    de.wikipedia.org/wiki/Yale-Studien

    ist der saudische krempel von bushs säbeltanzfreunden mittelalter pur.

    gayegypt ist zwar nicht immer zeitnah, hat aber mitunter "regionalere" infos, die logischer weise nicht immer auf den gay-radars der nordhalbkugel auftauchen.

    # fred_israel, zu den macht- eigentumsverhältnissen
    in den von die angesprochenen staaten:

    upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2e/Bush-abdullah1.j
    pg
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#6 chrisProfil
#7 Tim_ChrisProfil
  • 31.07.2008, 19:26hBremen
  • Antwort auf #6 von chris
  • Wo du recht hast, hast du recht. Andererseits weiß ich schon gar nicht mehr, was ich dazu noch schreiben soll. Sobald ich das Wort "Religionspolizei" lese kriege ich schon regelrechte Kotzattacken.
    Noch schlimmer, das die Menschen dort noch nicht mal vor diesen %&$&§/" in ihren Privatwohnungen sicher sind und sich ausleben dürfen.
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#8 hwAnonym
#9 roterginsengEhemaliges Profil
  • 31.07.2008, 20:52h
  • Antwort auf #6 von chris
  • das ist nicht schön. für dich.
    da du aber schon mal nicht maulfaul bist,
    hilft dir, wenn du nicht lesefaul bist,
    vielleicht dieser think tank weiter:

    "..Familienbetriebe mit Anpassungsschwierigkeiten
    Perspektiven und Grenzen politischer Reform in den Golfmonarchien.."

    "..Häufig übersehen werden dagegen die Legitimitätsprobleme, mit denen deren Herrscher konfrontiert sind - und die langfristig stabilitätsgefährdend wirken können: neben der mangelnden Legitimität der Herrscherfamilien auch die unpopuläre sicherheitspolitische Abhängigkeit von den USA. Noch schwer abzuschätzen ist, welche Folgen eine eventuelle Politisierung der großen Immigrantengruppen für die Legitimität der politischen Systeme hätte..."

    www.swp-berlin.org/produkte/swp_studie.php?id=9267

    für deine ernsthaftigkeitsübungen zum thema kannst du hier noch etwas tun.

    www.dgap.org/

    beide quellen sind extrem koscher !!!

    ansonsten ist es nicht meine art auf testballons zu reagieren, wenn übliche bezugsrahmen abhanden kommen.
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#10 Fred_IsraelEhemaliges Profil