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  • 31. Juli 2008, noch kein Kommentar

Seit dem Inkrafttreten der Eingetragenen Lebenspartnerschaft für Lesben und Schwule am 1. August 2001 wurden in Berlin 3528 Lebenspartnerschaften begründet.

Das erklärte der Senats auf eine Kleine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Thomas Birk. Von diesen Paare haben bislang nur 191 ihre Lebenspartnerschaft wieder aufgelöst. Insgesamt waren es 5,4 Prozent aller Verpartnerungen (bei Schwulen fast sechs Prozent, bei Frauen über vier Prozent). Diese Zahlen sind jedoch mit heterosexuellen Ehen schwer vergleichbar, da die eingetragene Lebenspartnerschaft ja erst seit sieben Jahren existiert.

Insgesamt zeichnet sich ab, dass die Eingetragene Lebenspartnerschaft sich ungebrochener Beliebtheit erfreut. Nach einer kleinen Flaute 2003/4 gaben sich durchschnittlich rund 500 Paare pro Jahr das Ja-Wort. Davon sind 2513 schwule Paare, 1015 Paare sind lesbisch. Die Frauen holen auf: Wurde 2001 nur jede fünfte Eingetragene Partnerschaft zwischen Frauen begründet, so ist es seit 2005 bereits jede dritte.

Beliebtester Bezirk ist Tempelhof-Schöneberg mit 655 Verpartnerungen, gefolgt von Charlottenburg-Wilmersdorf mit 627. Schlusslichter bilden Marzahn-Hellersdorf (85) und Spandau (83).

"Die Zahlen zeigen: Lesben und Schwule sind bereit, Verantwortung füreinander zu tragen. Allerdings wären es sicher mehr, wenn die Gleichstellung mit der Ehe vorankäme", erklärte Birk. Er verweist darauf, dass Eingetragene Lebenspartner von Anfang an die gleichen gegenseitigen Pflichten wie Ehepartner hatten, aber immer noch auf gleiche Rechte warteten. So werden sie im Steuerrecht wie Fremde behandelt. "Die beeindruckenden Zahlen müssen ein Signal an die Bundesregierung sein: Sie muss die Gleichstellung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe endlich gewähren. Die einfachste Lösung wäre die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule, wie Bündnis 90/Die Grünen es immer gefordert haben", so Birk. (pm)