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Der vatikanische Kurienkardinal Walter Kasper warnt die anglikanische Kirche auf deren alle zehn Jahre stattfindenden Lambeth-Konferenz in Canterbury, dass die Anglikaner mit der liberalen Haltung gegenüber Homosexuellen und Frauen den ökumenischen Dialog aufs Spiel setzten.

Der ehemalige Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart und jetzige Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen erklärte, dass nach katholischer Auffassung homosexuelles Handeln "moralisch ungeordnet" sei. Außerdem blockierten die Einsetzung von Bischöfinnen "substanziell und definitiv eine mögliche Anerkennung anglikanischer Weihen seitens der katholischen Kirche", sagte der 75-Jährige.

Er zielte damit vor allem auf die US-amerikanischen Anglikaner ab, die sowohl eine Bischöfin als Vorsitzende der Gesamtkirche gewählt als auch mit Gene Robinson den ersten schwulen Bischof geweiht haben. Robinson wurde als einziger anglikanischer Bischof nicht offiziell zur Lambeth-Konferenz eingeladen, nimmt aber dennoch an Seminaren teil. Wegen anonymen Drohungen muss er während der Veranstaltung eine schusssichere Weste tragen. Außerdem steht ihm ein Bodyguard zur Seite.

Robinson sieht die Ausladung aber mit Nachsicht. Er erklärte, dass selbst Jesus wahrscheinlich von der Konferenz ausgeschlossen worden wäre: "Ich denke, Jesus wäre wie ich auch ein Außenseiter, der auch für seine Überzeugungen nicht an der Lambeth-Konferenz teilnehmen dürfte."

40 hochrangige Bischöfe haben derweil Homosexualität diskutiert, sind aber bislang noch nicht zu einem Ergebnis gekommen. Homo-Gruppen haben vor dem Konferenz-Gebäude demonstriert. Die Bischöfe konnten sich nur darauf einigen, dass das Thema Homosexualität wichtigere Themen wie Armut in der Welt und die Umwelt überschattet hätten. Konservative Anglikaner aus Entwicklungsländern in Afrika und Asien kritisierten wiederholt den lockeren Umgang von europäischen, australischen und nordamerikanischen Glaubensbrüdern mit Schwulen und Lesben. Sie drohen bereits seit Jahren mit der Abspaltung ihrer Landeskirchen.

Die Lambeth-Konferenz läuft noch bis Sonntag. Sie findet alle zehn Jahre statt und soll der föderal gegliederten Kirche eine langfristige Ausrichtung geben soll. Insgesamt bekennen sich rund 80 Millionen Menschen in aller Welt zum anglikanischen Glauben. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

13 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 01.08.2008, 14:25h
  • Dass die Katholiken diese hasserfüllte, menschenverachtende Gesinnung haben ist schon schlimm genug. Müssen die jetzt auch noch andere Religionen erpressen, dass sie katholische Kopien werden?

    Andere Religionen sollten ihre Positionen vertreten und ökumenischer Dialog heißt ja gerade, dass man auch mit anderen Meinungen spricht. Wenn die katholische Kirche das nicht kann, ist sie "für das Scheitern der ökumenischen Gespräche" verantwortlich und niemand sonst... (auch wenn die Katholiken immer gerne die Schuld bei anderen suchen)

    Die katholische Kirche will keinen ökumenischen Dialog, sondern andere Meinungen verbieten und gleichschalten. Die haben Allmachtsphantasien! Umso wichtiger ist es, sie in ihre Schranken zu weisen!!
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#2 alexander
  • 01.08.2008, 15:45h
  • eigentlich könnte man nur noch ausrasten, aber nicht über diese schwachmaten, sondern über die regierungen dieser welt, die diese hornviecher weiter unterstützen und im gegensatz zu den bürgern ihrer länder, akzeptieren !!!!!
    jahannes der XXIII. , kreiselt im grab, denn der war in den 60zigern des letzten jahrhunderts moderner !
    man könnte sich nun stundenlang mit einzelheiten aufhalten, lohnt nicht. allein die tatsache, dass von den 40 entscheidungsträgern, mindestens 20 homosexuelle kontakte persönlich in anspruch genommen haben, spricht für sich. aber die haltung frauen gegenüber ist der absolute horror, vor allem die begründung !
    es beweist, wie dramatisch die sich die aggression und der faschistische charakter dieser sogenannten kirche , wieder zugespitzt hat !
    hier kann man nicht mehr gegen die anfänge kämpfen, hier muss dringensd was im gegenzug geschehen !
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#3 Luke12
  • 01.08.2008, 17:41h
  • "Der vatikanische Kurienkardinal Walter Kasper warnt die anglikanische Kirche auf deren alle zehn Jahre stattfindenden Lambeth-Konferenz in Canterbury, dass die Anglikaner mit der liberalen Haltung gegenüber Homosexuellen und Frauen den ökumenischen Dialog aufs Spiel setzten."

    Ist dieser Kutten tragenden Klemmschwester eigentlich klar, dass wir im 21 Jh. leben? Wahrscheinlich nicht, wie diesem ganzen Pack entgangen ist, dass wir auf dem Weg der Gleichberechtigung ein ganz gutes Stück nach vorn gekommen sind. Wenn ich mir die hübsche Tracht so ansehe, die diesen Vogel schmückt, dann muss ich mich fragen, ob der Bauchbinder die Blutversorgung nach oben und vor allem unten stört.

    Sollten diese Vollidioten nicht mal langsam den Ball flachhalten? Musste sich der Papst nicht gerade erst mal wieder für seine perversen Kinderschänder - Vasallen in Australien entschuldigen? Ich schätze, dass das jetzt eine schön schäbige Tradition für den Oberhirten werden wird und zwar bei jedem Besuch des Papstes, überall. Und von solch perversem, kriminellen Pack müssen Frauen und Homosexuelle sich immer noch sagen lassen, sie seien nichts wert? Ich glaube, Gott hat sich die Sache ein wenig anders gedacht.
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#4 anna freudAnonym
  • 01.08.2008, 18:03h
  • Antwort auf #3 von Luke12
  • die sortieren sich auch in zivilisatorisch sicher geglaubtem gelände neu.
    die seite der schwedischen "NPD" verlinkt
    abendländisch-christlich auf die

    "missionsprovinsen

    ....founded by members of the "orthodox opposition"
    ...contains Catholic, Schartauan Confessionalist, and Evangelical expressions in Church of Sweden on the doctrinal basis of the Book of Concord..."

    en.wikipedia.org/wiki/Missionsprovinsen

    "Deutsche Christen" ? Der Schoß ist noch fruchtbar, aus dem dies kroch....

    de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Christen

    bevorzugtes Entbindungsklima:

    -homophobie
    -islamophobie
    -heilige familie
    -christliches abendland
    -xenophobie
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#5 VolumeProProfil
  • 01.08.2008, 18:20hMönchengladbach
  • Was die USA für die Weltpolitik ist, das versucht die römisch-katholische Kirche (RKK) für den christlichen Glauben zu sein, nämlich der Hägemon.

    Sie versucht mit imperialistischen und erpresserischen Methoden andere christliche Glaubensrichtungen zu einem der RKK genehmeren Kurs zu zwingen. Die Anglikaner dürfen sich dem nicht beugen, denn wenn sie es ein Mal getan haben, dann wird die Kirche mit immer neueren Forderungen kommen und an deren Ende steht die Wiedervereinigung der christlichen Konfessionen unter der Herrschaft des Papstes.

    Die negative Einstellung der afrikanischen anglikanischen Kirchenvertretern gegenüber der Homosexualität kann ich nachvollziehen, denn immerhin befindet sich Afrika noch einige Zivilisationsstufen unterhalb der Entwicklung der Ersten Welt. Wenn schon nicht die Bischöfe der Ersten Welt dem Thema gegenüber aufgeschlossen sind, kann man es von den Afrikanern nicht verlangen.
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#6 RoseLE
  • 01.08.2008, 18:32h
  • Liebe kathl. Kirche,
    in Zukunft einfach mal den Ball flach halten.
    Euer Geschwätz will niemand hören.
    Danke
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#7 anna freudAnonym
  • 01.08.2008, 18:36h
  • Antwort auf #2 von alexander
  • die tiefsitzende judäophobie dieser kreise habe ich in meiner aufzählung nicht erwähnt,
    weil sie zur zeit intern und medial überlagert wird,
    zugunsten einer einstweiligen taktischen allianz mit "jerusalem" gegen die ölfelder und pipelines-routen bevölkernden.

    am lautesten wird der wunsch aus diesem milieu
    isarelis mit einem gerechten armaggedon, natürlich
    mit dem austragungsort jerusalem, zu tote zu lieben,
    von den evangelikalen betrieben. aber auch von hahne-jüngern bis tief in die schaufenster der christlichen bücherstuben in der provinz.

    das nur am rande, weil es nicht unmittelbar etwas
    mit dem lebensmilieu mitteleuropäischer schwuler zu tun hat.
    wir bekommen dies nur mittelbar (oder mittellos ) mit preissteigerungen für energie und resultierenden steigerungen bei lebensmitteln mit.

    entgegen aller ursachenforschung von todes- und armutstatistiken in deutschland, soll eine islamangst zu stimmabgaben für parteien der militärischer abenteuer führen, zu denen sich führungspersonal dieser parteien durch "transatlantische" annehmlichkeiten über einschlägige stiftungen verpflichtet fühlt.
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#8 MariposaAnonym
  • 01.08.2008, 21:17h
  • Den einzig wahren christlichen Geist zeigt Gene Robinson !!! Jesus würde auf der Seite der christlichen Schwulenbewegung stehen, er nahm sich immer den Ausgestoßenen an. Zudem geht der Bischof mit seiner Homosexualität nicht hausieren, sondern wünscht einen normalen Umgang damit.

    Gelobt sei er - aber bitte nicht diese Kirchen !!! Ich bin froh, daß es in den meisten evangelischen Landeskirchen und bei den Altkatholiken die sexuelle Orientierung keine Rolle spielt, auch sind Frauen gleichberechtigt (auch dafür hat Jesus gekämpft). Was dieser zölibatäre Altherrenclan in Rom da wieder vom Stapel läßt, ist in keinster Weise mit dem Evangelium vereinbar und fällt ganz klar unter der Straftat der Erpressung !!! Warum kümmern sich die Kirchen denn nicht um die wichtigen Themen wie Bekämpfung der Armut und den Menschenrechten ???
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#9 SmartiSaar
  • 01.08.2008, 23:06h
  • Ich sag ja immer wer an was glauben will der soll es tun aber bitte nicht auf die Kosten anderer. Wie könnte die Welt so schön sein wenns es nicht überall diese fundamentalen Kuttenträger samt Anhänger gäbe die anderen vorschreiben wollen was ihrer Meinung nach richtig und was falsch ist.

    Kritisch wird es vor allem da wo sich die Kirchen (hier insbesondere die RKK) anfängt in die Politik einzumischen. Schließlich hat es einen Grund das Kirche und Staat getrennt sind. Bei uns hier hält es sich ja noch etwas in grenzen denkt man an Spanien vor der Wahl oder jetzt nach dem CSD da haben die Pfaffen doch wieder ordentlich Stimmung gemacht gegen Homosexuelle.

    Also von mir aus könnten die allesamt ein Schweigegelübte ablegen und sich irgendwo in die Berge verziehen und nicht mehr auftauchen.
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#10 FloAnonym
  • 03.08.2008, 13:55h
  • Das beste Mittel:
    nur Parteien wählen, die Diskriminierung wirklich komplett abschaffen und Schwule und Lesben total gleichstellen wollen! (Wie es eigentlich in einer rechtsstaatlichen Demokratie mit Gleichheitsgrundsatz und Grundrechten selbstverständlich sein sollte.) Und dazu gehört auch die Öffnung der Ehe!
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