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Der Chef der anglikanischen Gemeinschaft hat die US-Landeskirche dazu aufgerufen, keine homosexuellen Bischöfe mehr zu wählen, um eine Spaltung der Kirche zu verhindern.

Rowan Williams, der als Erzbischof von Canterbury traditionell die Führung der 80 Millionen Mitglieder zählenden Weltkirche übernimmt, hat auf der alle zehn Jahre stattfindenden Lambeth-Konferenz versucht, den Streit zwischen den liberalen Kräften und konservativen Anglikanern zu vermitteln. Die Schwulen-Gegner kommen meist aus asiatischen und afrikanischen Entwicklungsländern und setzen sich dort für ein Komplett-Verbot von Homosexualität ein.

Da es wie schon 1998 keine Einigkeit für einen Beschluss zum Thema Homosexualität gab, forderte Williams am Sonntag die US-Kirche auf, von ihrer Unterstützung für schwule (oder lesbische) Bischöfe abzusehen und nicht mehr für die Öffnung der Ehe zu werben. Dieses "Moratorium" solle aber nicht dazu führen, dass schwule oder lesbische Anglikaner diskriminiert werden würden, so Williams weiter.

Gene Robinson aus New Hampshire, der den Streit als erster schwuler Bischof 2003 ins Rollen brachte, war bei der Lambeth-Konferenz als einziger Würdenträger nicht eingeladen worden. Nicht erschienen waren 260 radikale Bischöfe, die wegen der "positiven Haltung zu Homosexualität" die Konferenz boykottierten. Sie haben stattdessen die Fellowship of Confessing Anglicans gegründet, mit der sie gegen "falsche Grundsätze" wie die "unmoralische Homosexualität" vorgehen wollen. Noch sind sie aber Teil der anglikanischen Gemeinschaft.

Erst vor wenigen Tagen hat die katholische Kirche die Anglikaner gewarnt, dass deren Unterstützung von Homosexualität und die Weihung von Bischöfinnen den ökumenischen Dialog zwischen den Konfessionen aufs Spiel setze (queer.de berichtete).

Die Lambeth-Konferenz fand zwei Wochen lang in Südengland statt. Sie endete am Sonntag. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 Thomas62Anonym
  • 04.08.2008, 21:49h
  • Herr Rowan Williams findet es ja auch akzeptabel Teile der Schariah in England einzuführen...
    enough said!
    Diese Leute denken nicht wirklich nach.
    Ein "offen schwuler" Bischof hat nix zu verbergen.
    Was die ach so molarisch bieder dreinschauenden "normalen" Bischöfe unter ihrer Kutte haben und treiben ... sieht man ja bei der katholischen Seite....
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#2 Fred_IsraelEhemaliges Profil
#3 RabaukeAnonym
  • 05.08.2008, 13:36h
  • "Keine schwulen Bischöfe mehr"? Na toll!!! Dann nehmen diese Kuttenpfaffen jetzt nur noch "hetero´s". Ich finde diese Entscheidung "toll". Dann würden erstmals "diskriminierung" zu heteros abgeschafft:))). Denn für meine Auffassung ist doch der ganze "Pfaffenorden" von verkappten "Schwestern" besetzt.
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#4 FloAnonym
  • 05.08.2008, 14:54h
  • Wenn die US-Anglikaner wirklich eine fortschrittlichere Haltung zu Frauen, Schwulen, etc. haben, können sie froh sein, wenn der konservative Rest sie "rauswirft". Das wäre ein Gütesiegel!!
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#5 MariposaAnonym
  • 06.08.2008, 00:02h
  • Letztendlich geht es doch um Macht und nicht um den christichen Geist. Künftig wird es wohl auch schwule Bischöfe geben - nur dann halt eben ungeoutet. Warum sollte denn die Homosexueller nicht glaubhaft das Wort Gottes verkündigen können ??? Die beliebten Moralthemen wie Sexualität sollten zudem bei den Kirchen im Vordergrund stehen, es gibt nun wahrlich wichtigere Probleme.
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