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  • 23. April 2004, noch kein Kommentar

Die örtliche Politik war vertreten, das Fernsehen sowieso. Mit ordentlichem Rummel wurde am Donnerstagabend das 19. internationale schwul-lesbische Filmfestivalin Turin eröffnet. Die kleine norditalienische Stadt steht bis Ende April eine Woche lang im Mittelpunkt des homosexuellen Filmschaffens. "Es regnet Filme", freut sich Giovanni Minerba (Bild), der Festival Direktor, der zusammen mit seinem Team ein inzwischen fest etabliertes Kultur-Event auf die Beine gestellt hat. 210 Filme gibt es insgesamt zu sehen, eine Werkschau aktueller Produktionen, aber auch viel Rückblicke auf cineastische Highlights. Beeindruckend allein schon der Programmkatalog, der auf 380 Seiten auflistet, was zu sehen ist.

Mit sehr verhaltenem Applaus ist der Eröffnungsfilm "Party Monster" vom Premierenpublikum gewürdigt worden. Macaulay Culkin ("Kevin allein zuhaus") und Seth Green (Scott in "Austin Powers") spielen in dieser amerikanischen Produktion zwei exaltierte Partyhuschen im Dauerdrogenrausch.

Das Festival erinnert in den Retrospektiven auf die Arbeiten des kürzlich verstorbenen Regisseurs John Schlesinger, sowie den Videokünstler Brice Dellsperger. Des weiteren wird an den zehnten Todestag des britischen Filemmachers Derek Jarman gewürdigt. Die Schauspielerin Katherine Hepburn wird in diesem Jahr als Ikone verehrt.

Ein besonderer Blick geht nach Europa, unter dem Titel "Teens in Love" sind Coming Out-Storys unter anderem aus Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland zu sehen. Mit dabei auch Jochen Hicks Doku "Ich kenn keinen - Allein unter Heteros" und "Ein Leben lang kurze Hosen tragen", die Verfilmung des Lebens des Serienmörders Jürgen Bartsch. Beide Filme treten auch im Wettbewerb an. In der Jury sitzt unter anderem der langjährige ehemalige Leiter der Berlinale Moritz de Hadeln.

Weitere Themenschwerpunkte befassen sich mit der Homosexualiät in arabischen Filmen sowie mit Filmen aus Südostasien, die zum Teil verboten worden sind, zum Teil aber auch Kassenschlager in ihren jeweiligen Produktionsländern waren. (cs)

23. April 2004, 13:01 Uhr