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Die katholische Bischofskonferenz Kaliforniens hat sich in der Volksabstimmung um die Homo-Ehe klar auf die Seite der Gegner gestellt – und verlangt von Pfarrern, von der Kanzel herab die Wähler zu beeinflussen.

In einer Erklärung haben Bischöfe Gläubige aufgefordert, bei der Wahl im November für die Abschaffung der Homo-Ehe zu stimmen. Erst im Mai hatte das oberste Verfassungsgericht des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaates entschieden, dass die Ehe für Lesben und Schwule wegen des in der Verfassung festgelegten Gleichbehandlungsgrundsatzes geöffnet werden muss (queer.de berichtete). Daraufhin sammelten Gegner der gleichgeschlechtlichen Ehe genug Unterschriften, um einen Antrag auf Verfassungsänderung auf den Stimmzettel zu platzieren (queer.de berichtete).

Die Bischofskonferenz geht sogar einen Schritt weiter und erinnert gläubige Katholiken daran, "dass finanzielle und ehrenamtliche Unterstützung entscheidend ist, damit 'Proposition 8' (Abstimmungsfrage 8) verabschiedet wird". Zwar würden es alle Menschen verdienen, mit Würde behandelt zu werden, allerdings sei die Verbindung von Vater und Mutter "das Ideal für das Wohlergehen der Kinder". Die Bischöfe stellen den Pfarrern zu diesem Thema Flugblätter und andere Materialien zur Verfügung, die sie an die Gläubigen weitergeben sollen.

Ersten Umfragen zufolge würde eine knappe Mehrheit der Kalifornier den Antrag auf das Ehe-Verbot ablehnen. Auch der republikanische Gouverneur Arnold Schwarzenegger ist ein Gegner der Verfassungsänderung. Unter Führung der schwul-lesbischen Republikaner, den Log-Cabin Republicans, beginnt derzeit die Kampagne "Republicans Against 8". Sie steht unter dem Motto: "Verteidige konservative Werte: Begrenzte Macht für die Regierung, jeder ist für sich selbst verantwortlich und hat individuelle Freiheit". (dk)



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48 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 08.08.2008, 17:20h
  • Immer wieder die Kirche...

    Wenn man sich das mal anguckt, was die Kirche schon an Leid und Elend über die Welt gebracht hat:

    - Hexenverbrennungen (die sogenannten Hexen waren einfach nur Frauen mit roten Haaren, oder Frauen, die sonst der Kirche nicht passten, z.B. weil sie ihre Meinung sagten)

    - Kreuzzüge

    - Inquisition

    - Folter und Mord

    - Schweigen im 2. Weltkrieg und teilweise sogar Unterstützung

    - vor Kriegen werden auch mal gerne Waffen gesegnet, mit denen man dann andere Menschen abschlachten kann

    - etc. etc. etc.

    Da passt es gut ins Bild, heute gegen Schwule, Lesben, Trans- und Bisexuelle zu hetzen und damit nicht nur deren Diskriminierung und Ächtung zu unterstützen, sondern auch Rechtfertigung für homophobe Gewalt zu geben!

    Ich halte es mit Elton John:
    man sollte jede Art von organisierter Religion verbieten! Jeder sollte privat das glauben oder nicht glauben, was er will, aber das darf nie über demokratische, rechtsstaatliche Prinzipien gestellt werden!!
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#2 MarekAnonym
  • 08.08.2008, 17:26h
  • Die katholische Kirche hatte nicht nur früher Blut an ihren Händen (Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Exorzismen, etc.), sondern heute nach wie vor:

    dass die Selbstmordrate unter schwulen und lesbischen Jugendlichen mehr als 4 mal so hoch ist, wie bei heterosexuellen Jugendlichen, ist zu einem großen Teil auch Schuld der katholischen Kirche!

    Die haben Blut an ihren Händen! Und jeder, der da Mitglied ist, trägt Mitschuld daran!

    Gegen diesen geld- und macht-geilen Verein hilft nur eines: austreten!!! Nur durch sinkende Mitgliedszahlen und sinkende Einnahmen kann man die stoppen!
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#3 JulianAnonym
  • 08.08.2008, 17:31h
  • Was ist das für eine Religion, die Liebe verachtet und Hass verbreitet?

    Außerdem:
    In einer Demokratie herrscht Trennung von Staat und Kirche. Denen muss endlich mal klargemacht werden, dass sie sich aus Politik rauszuhalten haben! (Auch hier in Deutschland mischt die Kirche ja kräftig in der Politik mit, vor allem dank der CDU/CSU) Die wollen natürlich die Demokratie abschaffen und das Mittelalter zurück, damit sie wieder regieren und kassieren können, aber das dürfen Demokraten (egal ob schwul oder nicht) niemals zulassen.
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#4 stephan
  • 08.08.2008, 17:43h
  • Na, wenn das mal nicht eine Nachricht ist:

    "Die katholische Bischofskonferenz Kaliforniens hat sich in der Volksabstimmung um die Homo-Ehe klar auf die Seite der Gegner gestellt – und verlangt von Pfarrern, von der Kanzel herab die Wähler zu beeinflussen."

    Und dabei hätten wir doch alle damit gerechnet, dass die röm.-kath. Kirche

    a. sich für die Homorechte einsetzt

    b. für den Erhalt einer Verfassung und den daraus resultierenden Implikationen einsetzt (auch wenn sie dabei über ihren dunklen und blutigen Schatten springen muss)

    c. nicht ihren verbliebenen Agitationsapparat einsetzt, sondern es eine Gewissensentscheidung der Bürgerinnen und Bürger sein lässt

    ...

    "Semper idem"

    Nicht Gott ist immer derselbe, sondern die Kirche bleibt sich immer gleich: gleich indoktrinär, gleich agitatorisch, gleich menschenfeindlich, gleich rechthaberisch und gleich dumm!

    Ich wäre für ein Verbot des Zölibats - am besten in allen Verfassungen (von dem natürlich nur die ausgenommen sind, die keinem Partner zumutbar sind, zum Vollzug geschlechtlicher Handlung unfähig sind, autistisch sind). Derart weltfremde Entscheidungen können nur Menschen treffen, die Teile der Realität aus ihrem Leben zur Gänze ausblenden! Für die kath. Kirche würde sich dann gar nicht viel ändern, denn nach Absolvierung der Priesterausbildung werden die frustrierten Eunuchen für das Himmelreich (U. Ranke-Heinemann) schon einen Grund für den Zölibat finden. Aber es dürfte eben kein Ziel sein, sein Leben bewusst zu verstümmeln ...
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#5 TimAnonym
  • 08.08.2008, 17:52h
  • Man kann bereits seit einiger Zeit einen wachsenden Konservativismus beobachten - weltweit und auch in Europa!

    Wir müssen uns dem endlich mit aller Macht entgegenstellen! Dazu gehört aber auch, dass wir alle an einem Strang ziehen! Es muss nicht jeder gleich politisch oder sonstwie aktiv sein, aber man kann doch zumindest erwarten, dass man alle paar Jahre bei Wahlen das Kreuz nicht gerade bei Parteien wie der CDU/CSU macht!

    Ansonsten, wenn es uns wirklich egal ist, dass wir weiterhin wie Menschen 2. Klasse behandelt werden, haben wir es auch gar nicht anders verdient...
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#6 FloAnonym
  • 08.08.2008, 18:05h
  • Antwort auf #5 von Tim
  • Auch mit dem Eintritt in den LSVD oder andere schwul-lesbische Interessenvertretungen kann man sehr viel erreichen:

    Denn erstens kann man mit einem geringen Mitgliedsbeitrag unsere Interessen aktiv fördern.

    Und zweitens hören Politiker erfahrungsgemäß eher auf Vereinigungen von Wählern als auf Einzelstimmen. Und je mehr Leute in solchen Vereinigungen Mitglied sind, desto mehr Gewicht hat das in der Politik.

    Noch was zur katholischen Kirche:
    dieser Hass- und Geldmachverein ist eine Verhöhnung wahrer christlicher Werte wie Liebe, Toleranz, etc. Eigentlich gehören die verboten!
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#7 stephan
  • 08.08.2008, 18:10h
  • @ Flo

    Ja, ich denke auch, dass das eigentliche Problem in der organisierten Religiosität begründet liegt. Bei kritischer Durchsicht der Geschichte kommt man offenbar um die Einsicht nicht herum, dass die Religionen einen großen Teil des Elends über die Menschheit gebracht haben und dies liegt wohl daran, dass die mächtigen Organisationen Dogmen aufstellen, die dann (mit Berufung auf Gott) alle anderen Argumente nicht mehr zulassen, sondern dass die 'Rechtgläubigen' ihre gewonnene Macht skrupellos benutzen.

    Das von den Religionen verursachte, von Menschen gegen jede Ratio verursachte Unheil zieht sich wie ein blutroter Faden durch die Menschheitsgeschichte und die Geschichte der Religionen.

    Ein wesentlicher, erster Schritt bestände also darin, zunächst den Religionen die Macht zu nehmen und ihnen die staatlichen Geldhähne abzudrehen! Was dann von den Religionen bleibt und welche intrinsischen Motivationen übrig bleiben, wird sich dann zeigen!
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#8 Gandalf the GayAnonym
  • 08.08.2008, 18:11h
  • Die katholische Kirche will ihre Schäfchen vor allem deshalb unaufgeklärt und dumm halten, damit sie ihnen blind folgen ohne kritisch zu hinterfragen!

    Um ein gutes Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man vor allem eines sein: ein Schaf...
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#9 SmartiSaar
  • 08.08.2008, 18:19h
  • Der Bericht zeigt es mal wieder deutlich, die kath. Kirche ist ein menschenverachtender und intoleranter Verein von selbstgefälligen Kuttenträgern. Früher hatten sie mal viel Macht und ließen dies auch alle spüren die sie für Ungläubige und Sünder hilten. Womit die Kirche in der heutigen Zeit nicht zurecht kommt ist eben genau dieser enorme Machtverlust den sie hinnehmen mußte und sie versucht eben genau diese wieder zu gelangen. Nur zu dumm, das wir die Trennung von Staat und Kirche haben und dies eben nicht ohne Grund. Solange aber Parteien an der Macht sind die unter dem Christlichen einfluß stehen werden diese Kuttenträger es immer wieder versuchen weil keiner Ihnen mal ordentlich übers Maul fährt und ihnen klar macht das sie einfach in stattlichen und politischen Fragen nichts zu melden haben.

    Solange es Religionen gibt die ihren Glauben auf der Diskriminierung sogenannter Nichtgläuber, Sünder , etc. begründet solange werden wir uns mit allen legalen mitteln zur Wehr setzen müssen und sie werden auch immer wieder versuchen sich in die politischen Belange einzumischen. Hier wäre es auch am Staat dies zu unterbinden und den Kirchen klar zumachen das jede Einmischung in die Politik ausnahmslos nicht geduldet wird.
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#10 FloAnonym
  • 08.08.2008, 18:25h
  • Nachtrag:

    wer nicht gleich in entsprechende Interessenvertretungen eintreten will, kann auch mit einmaligen Spenden (seien sie auch noch so gering) schon sehr viel Gutes bewirken.

    So hilft man nicht nur Hassprediger zu stoppen, sondern auch homophobe Reggaesänger und alle anderen Arten von Hass... Und man unterstützt politische Arbeit zur weiteren Gleichstellung, z.B. durch Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, Aufnahme von Homosexualität in Art. 3 Grundgesetz, etc.
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