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  • Kolumne: Mark Simpson
    Der „Skinhead Oscar Wilde“, wie er in Großbritannien genannt wird, ist der Erfinder des Begriffs metrosexuell und ein ausgewiesener Kritiker der klassischen Schwulenbewegung. In den Neunzigern stieß er mit der Anthologie „Anti-Gay“ eine breite Diskussion über die Fehler der Schwulenbewegung an. Seine klugen und witzigen Essays erscheinen in Zeitungen und Magazinen wie „The Independent“ oder „Details", Lob erhielt er auch für eine Biographie des Sängers Morrissey. Im Magazin Front schreibt er erstmalig auf Deutsch, queer.de darf diese Texte freundlicherweise übernehmen. Mehr Infos über den Autor unter www.marksimpson.com.

    11. August 2008, 9 Kommentare

Der kurzgeschorene Oscar Wilde teilt aus: Blasen, aber ohne Anfassen

Hans, mein hauptsächlich-hetero, aber mehr und mehr bi-neugieriger, verheirateter, holländischer Freund mittleren Alters rief mich neulich an und war völlig aufgeregt. "Mark! Du hast vielleicht den ‚Metrosexuellen‘ erfunden, aber ich habe eine völlig neue Art von Sexualität entdeckt!"

"Und die wäre, Hans?"

"Marosexualität! Ich war in einem Hotel in Marokko, wo einer der Kellner sich selbst in mein Zimmer eingeladen hat. Er war durchaus attraktiv, also machte mir das nichts aus. Wir unterhielten uns und tranken, da holte er plötzlich seinen steifen Schwanz raus – der übrigens ziemlich groß war. ‚Was machst du da?‘, fragte ich nur. Er saß da mit seinen Beinen gespreizt, seine Erektion schaute sehr hart aus, und sagte unbekümmert: ,Du kannst meinen Schwanz blasen, aber das wird dich 500 Dinari kosten. Und du wirst meinen Arsch nicht anfassen oder ich werde dich zur Strecke bringen und dir die Kehle durchschneiden.‘ ‚Ah‘, sagte ich, ‚wie großzügig.‘ Und ich unterhielt mich für eine Weile mit ihm, mit seinem Schwanz völlig steif aus seiner Hose herausragend. Er schien sehr stolz drauf zu sein. Ich war zwar von seiner sehr großen nordafrikanischen Latte in meinem Hotelzimmer fasziniert, aber nicht erregt. Ich mochte die Vorstellung nicht, ihn dafür zu bezahlen, dass ich ihn bediente."

"Och, Hans", lachte ich, "du bist so ... bourgeois."

"Ja, das mag sein, Mark. Aber man muss auch Prinzipien haben. Selbst bei großen Erektionen. Egal, es stellte sich heraus, dass er das mit vielen Hotelgästen so macht und dass sie normalerweise auch auf sein Angebot eingehen. Ob sie verheiratet sind oder nicht. Scheinbar ist es dasselbe mit seinen Freunden, die auch viel Geld damit verdienen, sich einen blasen zu lassen. Nur die Arsch-Sache ist ihnen sehr wichtig. Ich habe nicht daran gezweifelt, dass er es genau so meinte, als er sagte er würde mich erstechen, wenn ich seinen Arsch auch nur anfassen würde, Mark."

"Gut für ihn", sage ich. "Ich stehe voll auf Grenzen - denn ohne die gäbe es keine zum Überschreiten. Einige heterosexuelle Männer bestehen darauf, nur aktiv zu sein, andere Männer lassen dich ficken, aber ja nicht küssen – weil das ist ja was für Schwuchteln. Und einige küssen dich mit offenen Augen, schlafen mit deinem Schwanz in ihrem Mund und machen die Hausarbeit mit einem Buttplug in ihrem Arsch, der deinen Namen trägt – denen schick keine Karte zum Valentinstag!"

"Du weißt so viel mehr über die homosexuelle Welt als ich", sagt Hans. "Bevor er seinen Schwanz wieder verstaute, hat mir mein Marokkaner erzählt, dass sie alles ficken – Frauen, Männer, Kühe, Bäume. Ich fragte ihn, ob alle marokkanischen Männer gerne ficken, aber sich nicht selbst ficken laschen und wen sie ficken würden, wenn sich ihre Frauen nicht ficken lassen."

"Und was hat er gesagt?"

"Die Deutschen."



#1 alexander
#2 PaulHBAnonym
  • 11.08.2008, 21:23h
  • schräg. wenn man schon dafür bezahlt sollte man doch selbst geblasen werden!? oder habe ich da was missverstanden. also ich hätte ihn kräftig am nacken gepackt und ihn aus dem zimmer getreten, bevor ich dem hoteldirektor davon berichtet hätte. jetzt säß der arme arbeitslos im knast und würde doch entjunfernt werden. c´est la vie.
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#3 Chris_Anonym
#4 HannibalEhemaliges Profil
  • 15.08.2008, 07:03h
  • Antwort auf #2 von PaulHB
  • Du wärst doch froh, wenn du mal wieder einen Schwanz anfassen dürftest (außer deinen eigenen zum Pullern)! Und 500 Dingens sind ein echter Spottpreis! Solltest du dir mal gönnen!
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#5 BenedictusAnonym
  • 15.08.2008, 23:58h
  • Antwort auf #4 von Hannibal
  • Relativ Hannibal,

    500 Marrokanischer Dirham entsprechen ca. 44 Euro. Dafür, dass "ich" dem Typen einen blasen soll, dh im Grunde genommen "er" und nicht ich eine Dienstleistung erhält, die unmittelbar "seinen" und nicht direkt meinen Orgasmus zur Folge hat, finde ich 44 Euro ziemlich unverschämt. Das kriege ich in Deutschland billiger, zumindest für das bloße Blasen. Schwanzgröße hin oder her.

    Und im übrigen.

    Von einer Kuh kann er ja auch kein Geld verlangen. Wenn Marrokkaner wirklich alles ficken, dann wird sich sicherlich auch ein Marrokkaner finden, der kein Geld verlangt, und sogar mehr macht, als faul im Sessel zu sitzen und darauf zu warten, dass ich ihm einen blase.
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#6 HannibalEhemaliges Profil
  • 16.08.2008, 08:53h
  • Antwort auf #5 von Benedictus
  • Vorab: "Von einer Kuh kann er ja auch kein Geld verlangen"
    Man weiss es nicht - vielleicht doch!

    Und generell: Nicht nur Marrokkaner ficken grundsätzlich alles, sondern (Franko-)Araber im Allgemeinen. Jedenfalls sofern es sich um streng religiöse Moslems handelt. Die dürfen vor der Ehe nämlich nicht mit Frauen. Alos nehmen die alles was den vor den Schwanz läuft. Und wenn man dabei noch nen notgeilen Touri abzocken kann - warum nicht!
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#7 KonstantinEhemaliges Profil
#8 bananasEhemaliges Profil
#9 BenedictusAnonym
  • 16.08.2008, 13:21h
  • Wie gut, dass wir den wichtigsten Punkt meines Beitrags herausgepickt und isoliert haben, um ihn näher zu beleuchten und darüber zu reden.
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