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Nicht alle Männer, die Dir nette Komplimente schicken, meinen es gut mit Dir. Hinter manchem Profil lauert ein Betrüger. Tipps, wie man sich schützen kann.

Von Dennis Klein

Erfolgreiche Datingportale ziehen nicht nur Scharen paarungswilliger Schwule an, sie locken auch immer wieder dubiose Gestalten an, die versuchen, an das Geld oder die Daten allzu vertrauensseeliger Nutzer zu kommen. Bei Gayromeo ist man sich dieses Problems bewusst, und alarmierte am 24. Mai die User mit einer Warnung vor "Phishing und SMS-Abzocke" auf der Startseite. Das Problem komme zwar selten vor, heißt es darin, aber man solle trotzdem wachsam sein. Auch bei Gayroyal gibt es schwarze Schafe, die bestens in die Sendung "Vorsicht Falle" mit Eduard Zimmermann gepasst hätten. Hier wird ebenfalls vor SMS-Betrug und Märchenerzählern gewarnt.

Die Phishing-Falle
Du erhältst über den Messenger der Datingplattform eine Nachricht, die vermeintlich von einem Administrator stammt. Darin wird aus "Kontrollzwecken" nach dem Passwort gefragt, oder man wird aufgefordert, sich nochmals neu über eine andere Webadresse anzumelden, um dort seine Daten zu bestätigen. Dein Profil kann für Spam missbraucht werden, Deine Daten liegen einem Unbekannten offen. So kann zum Beispiel deine hinterlegte E-Mailadresse an Spamversender weitergegeben werden, und Du wunderst dich plötzlich über die ganzen Penisvergrößerungsangebote im Postfach.
Tipp: Gib deine Zugangsdaten an keinen anderen weiter, seriöse Portale fragen so etwas niemals ab. Nutze nur die Webadressen, die Du kennst. Moderne Browser erkennen und warnen auch vor versteckten Umleitungen.

Die SMS-Falle
Da flirtet ein netter Typ sehr charmant mit Dir und fordert dich schon bald auf, die Kommunikation per SMS weiterzuführen, damit man sich bald treffen könne. Nach wenigen SMS die hin und her gegangen sind, wird er Dir eine andere Kurzwahlnummer nennen, die Dich dann richtig teuer zu stehen kommt, wenn du darauf antwortest.
Tipp: Warum einen Chat per SMS weiterführen, wenn er kostenlos und einfacher über den Messenger des Portals funktioniert? Für ein reales Treffen ist es sinnvoll, irgendwann mit der anderen Person ein Gespräch zu führen. Auch, um sich vor Fakern zu schützen. Aber dann rufe direkt an, und wähle nur Telefonnummern an, die Du identifizieren kannst als Festnetz- oder Mobilfunknummer.

Die MSN-Skype-ICQ-Falle
Instant Messenger sind beliebt, oftmals wird ein Chat aus dem Datingportal hin zu MSN oder Skype verlagert. Der nette Mann kann Dir dann auch ganz ausführlich über sein trauriges Schicksal berichten, das ihn gerade ereilt hat. Er wurde gerade ausgeraubt, ist schwer krank oder sitzt in einem fremden Land fest. Und hat natürlich kein Geld. Ob man nicht schnell mal mit ein paar Euro aushelfen könne.
Tipp: Sei misstrauisch wenn Dich jemand, den Du nicht wirklich gut kennst, um Geld bittet! Menschen, die wirklich in Not sind, werden nicht stundenlang auf einer schwulen Datingplattform auf einen Retter warten.



28 Kommentare

#1 DURAL DELUXEAnonym
#2 RabaukeAnonym
  • 18.08.2008, 14:44h
  • Gibt genug unswissende!!!!! Sonst würde es ja kein kriminelles "Treiben" geben. Hatte das auch schon mal. Nach dem Motto: "Hallo, ich heiße Martin. Schade, wir haben uns gestern knapp verpasst. Finde Dich echt nett und der Pc, da ich keinen eigenen habe, geb ich Dir mal meine Nummer. Kannst ja ne SMS senden. Alles andere dann. Ich freu mich.....Lieber Gruß Martin". So und ähnliche Message´s bekam ich schon. Informiert sofort den Anbieter dieses oder jenen Portales. Niemals auf solchen Blödsinn antworten oder gar anrufen. Mit einem Anruf bist Du schnell zwischen 2.95 und 8,95 los. Zur absoluten Vorsicht kann ich da jedem nur raten!!!!!!
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#3 gatopardo
  • 18.08.2008, 15:18h
  • Besonders in meinem Alter wird man von website-Betrügern oftmals als fette Beute angepeilt. Wer mit 60 und darüber noch auf eindeutige Angebote von jungen,hübschen und strammen Jungs eingeht, wird die Konsequenzen bewusst tragen wollen. Ich gestehe, dass ich vor 6 Jahren nämlich selbst auf einen vermeintlich überaus kultivierten und dabei äusserst attraktiven Bulgaren im Internet reingefallen war, der mir als angeblicher Pianist am Telefon Bach vorspielte, was ich seinerzeit wohl nicht klar als CD-Aufnahme einordnen wollte, es aber ahnte. Gottlob war es nur eine T-Shirt-Übersendung, bevor ich nach seiner plumpen Aufforderung von Geldüberweisungen und wertvolleren Gaben den Kontakt eingestellt habe.
    Später erfuhr ich, dass er einen deutschen schwulen Rentner um eine gehörige Menge Geld geleimt hatte, die dieser naive Zeitgenosse ihm regelmässig zuschickte und dann vergeblich auf seine immer wieder verschobene Ankunft in Deutschland wartete.
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#4 Chris_Anonym
  • 18.08.2008, 16:54h
  • Also wer auf solch einen billigen SMS Trick reinfällt oder fremden Leuten Geld sendet, der verdient es eigentlich gelinkt zu werden. Derjenige kann ja auch gleich sein Bankkonto der Nigeria-Connection zur Verfügung stellen. Also darüber braucht man echt keinen Artikel verfassen.
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#5 gatopardo
  • 18.08.2008, 17:35h
  • Antwort auf #4 von Chris_
  • Doch, ich halte es dagegen für sinnvoll, wenn hier unter diesem Artikel von eventuellen Opfern ein wenig aus dem Erfahrungs-Nähkästchen geplaudert wird, um gegen noch unbekannte Tricks der internationalen Internet-Abzocke gewappnet zu sein. Man hält sich ja oft für zu helle, um darauf reinzufallen, aber diese Leute arbeiten oft mit ganz besonders ausgeklügelten Methoden, die man nicht sofort durchschaut.
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#6 FloAnonym
  • 18.08.2008, 18:28h
  • Tja, man muss sich halt immer bewusst sein, dass das Internet ein per se unzuverlässiger Ort ist, an dem auch gewisse Gefahren drohen.
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#7 Tufir
  • 18.08.2008, 19:25h
  • Wäre ich jetzt nicht unbedingt drauf herein gefallen, aber immerhin war es mal ein Anlass Ede Zimmermann auf Wikipedia nachzuschlagen
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#8 Simon SorglosAnonym
  • 18.08.2008, 19:48h
  • Ich mache es wie die meisten Nutzer der blauen Seiten, insbesondere wie all jene, denen es vor allem um innere Werte geht und die in erster Linie gute Freunde suchen, keine kurzfristigen Beischlafbegegnungen: Selbst ein "Guten Tag" oder "Danke" erhält von mir nur, wer ein klares, deutliches Gesichtsfoto zeigt. (Und zwar eines, das meinen Augen möglichst schmeichelt, natürlich). Dieses Vorgehen gewährleistet absolute Sicherheit vor jeglicher Form von Betrug.
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#9 DURAL DELUXEAnonym
  • 18.08.2008, 20:32h
  • Antwort auf #8 von Simon Sorglos
  • also komm. ich suche mir per google-bildersuche ein bild mit einem hübeschen gesicht und schicke es dir. inwiefern bist du jetzt vor betrug geschützt?

    oder hast du das alles nur ironisch gemeint? dein nickname könnte darauf hindeuten.
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#10 Tim_ChrisProfil
  • 18.08.2008, 20:43hBremen
  • Antwort auf #8 von Simon Sorglos
  • Träum weiter Susi Sorglos.
    5 Messages, wirklich reizende Herren auf den jeweiligen Profilen. Jeweils andere Profile, jeweils andere Namen, jeweils andere Bürschchen. 5 Messages mit Texten wie: "Süß, was suchst du hier?", "Interessant. Hast ein nettes Profil.", "Was tut jemand wie du auf einer Seite wie dieser?" usw. usf. Sicher Phrasen, aber wenn das Profil passend ist und der Typ darauf wirklich nett ausschaut, wird eben mal geantwortet und in der nächsten Nachricht versteckt sich dann eine Handynummer: "Ruf mich doch mal an, dann können wir uns treffen.", "Mein PC ist defekt, schick mir doch mal eine SMS, wenn wir uns irgendwo treffen wollen." usw. usf.
    Sonderbar nur, dass diese 5 verschiedenen Profile mit den 5 verschiedenen Namen und den 5 wirklich verschiedenen Typen in allen Lebenslagen abgelichtet und auf den jeweiligen Profilen präsentiert jeweils die gleiche Handynummer hatten. Wie kommt das?
    Auf die erste Message mit Handynummer habe ich noch geantwortet, dass ich keineswegs gedenke anzurufen. Wenn er sich mit mir unterhalten will, dann eben hier oder gar nicht. Beim nächsten Typen habe ich gefragt, ob er mich verarschen will, da er diese Nummer bereits unter anderem Namen geschickt hatte. Auf die dritte habe ich dann erst gar nicht mehr geantwortet, diese ging zusammen mit den ersten und den folgenden Nachrichten der anderen Profile, zusammen mit einer Beschwerde über diese Herren an den Admin.
    Das jeweilige Profil war übrigens nach jeweils 2 Tagen vom Besitzer gelöscht.

    Also verlass dich nicht darauf, dass ein Bild im Profil absolute Sicherheit gewährleistet. Diese Täter sind nämlich auch nicht doof
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