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Nach dem Anschlag auf das Berliner Homo-Mahnmal hat nun der Staatsschutz Ermittlungen aufgenommen.

Bislang ist völlig unklar, wer die Tat begangen haben könnte. Ein politischer Hintergrund werden aber nicht ausgeschlossen, erklärte ein Polizeisprecher am Montag nach Angaben der Nachrichtenagentur ddp. Zu weiteren Hintergründen machte er keine Angaben. Am Wochenende hatte noch die Berliner Polizei in der Sache ermittelt.

250 Teilnehmer bei Mahnwache

Derweil verurteilten Politiker aller Parteien die Tat. So erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), der erst im Mai das Mahnmal eröffnet hatte, dass sich die Gesellschaft "für mehr Toleranz und Respekt vor der Würde des Anderen" engagieren müsse. Berlins Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat unterdessen an einer vom LSVD organisierten Mahnwache am Denkmal teilgenommen (queer.de berichtete), zu der am Montagabend rund 250 Menschen zum Mahnmal an den Rand des Tiergartens kamen. Wowereit erklärte: "Ein Anschlag auf dieses Mahnmal ist eindeutig gegen Homosexuelle gerichtet - das lässt sich sagen, ohne dass man weitere polizeiliche Ermittlungen abwarten muss".

Jörg van Essen, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion, sieht in dem Anschlag einen "Ausdruck einer weit verbreiteten hohen Gewaltbereitschaft": "Dies gilt insbesondere für den Bereich von männlichen Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Deshalb muss der Anschlag Anlass sein, gegen jede politisch, sexistisch oder rassistisch motivierte Gewalt in unserem Lande vorzugehen", so van Essen.

Aktionsplan gegen Homophobie gefordert

Der LSVD fordert unterdessen einen "Aktionsplan gegen Homophobie". "Berlin hat in den vergangenen Wochen eine Gewaltserie gegen Schwule und Lesben erlebt", erklärte LSVD-Sprecher Günter Dworek: "Es ist dringend notwendig, die gesellschaftlichen Anstrengungen gegen Homosexuellenfeindlichkeit deutlich zu verstärken: in Schule und Jugendarbeit, in der Integrationspolitik, bei der Gewaltprävention. Antihomosexuelle Gewalt muss endlich auf allen politischen Ebenen ernst genommen werden", erklärte Dworek. (dk)



28 Kommentare

#1 hwAnonym
  • 18.08.2008, 19:02h
  • .......
    Deshalb muss der Anschlag Anlass sein, gegen jede politisch, sexistisch oder rassistisch motivierte Gewalt in unserem Lande vorzugehen", so van Essen.

    männlich, migrationen.....er weiß, warum er das eine mit dem anderen taktisch verbindet.

    der taktiker jörg van essen,
    läßt auf seiner hp lesen:

    "..Seit der Wiedervereinigung war ich Angehöriger der Panzergrenadierbrigade 41 "Vorpommern" im Großstandort Eggesin. Nach einer Wehrübung als Kommandeur des Panzerartilleriebataillons 415 übte ich zweimal als stellvertretender Brigadekommandeur. Von 1994-2007 leistete ich Wehrübungen als Kommandeur dieser Brigade (seit 1993 Oberst der Reserve)..."

    mir scheint herr van essen ein taktiker zu sein, der, um im militärischen bild zu bleiben, sich von einer art der wahrnehmung einen gewinn verspricht.

    er rollt mit seinen brigaden über soziale ursachen,
    damit der brei ethnifiziert serviert werden kann.

    er möchte jene mechanismen zum tragen kommen lassen, die beispielsweise in den usa noch heute fakten-und lebensfern zur verküpfung von bin laden, saddam und massenvernichtungsmitteln führen.

    die äußerungen von beck und wowereit haben sich da
    wohltuend ab.

    wahrscheinlich ist es auch gut, dass van essen mit seinen panzern spielt und die ermittlungen fachleuten
    überlassen sind.
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#2 beobachterAnonym
  • 18.08.2008, 19:24h
  • Es gibt wesentlich mehr homophobe Muslime als Neonazis in Berlin. Insofern ist nicht von der Hand zu weisen, die Täter auch und nicht zuletzt unter Muslimen zu vermuten.
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#3 Tufir
  • 18.08.2008, 19:38h
  • Antwort auf #2 von beobachter
  • "Insofern ist nicht von der Hand zu weisen, die Täter auch und nicht zuletzt unter Muslimen zu vermuten."
    Die Vermutung ist auch nicht falsch. Nur der gewählte Ort/Zeitpunkt der Vermutung. Das riecht gerade in so einem bisher noch ungeklärtem Fall schon ziemlich nach Politik in einer Situation die eigentlich eine ehrliche Reaktion verlangen würde. Und nicht zu letzt: wem ist damit geholfen, wenn sich die Aussage in diesem Fall nachträglich als nicht zutreffend herausstellt? Der rechte Rand hat bereits einen Haken auf seiner Liste gemacht, der nicht verschwinden wird, und zur Linken geht die Glaubhaftigkeit der an sich nicht falschen Argumentation verloren. Vielleicht also erst mal die Statistik um einen Fall erweitern und erst dann - falls noch angebracht - solche Äußerungen tätigen.
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#4 Krzyszek
  • 18.08.2008, 19:39h
  • "Ausdruck einer weit verbreiteten hohen Gewaltbereitschaft": "Dies gilt insbesondere für den Bereich von männlichen Jugendlichen mit Migrationshintergrund." (Jörg van Essen)

    Mit dieser Aussage hat Herr van Essen ja wohl durchaus Recht, sie ist also nicht notwendigerweise nur einer "Taktik" geschuldet. Schau dir mal Polizeistatistiken an und du wirst sehen, dass diese Tatsache nicht ganz von der Hand zu weisen ist.
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#5 Thom_ass1973
  • 18.08.2008, 19:51h
  • Meinen persönlichen Dank und Respekt an die 250 Berliner, denen es wichtig genug ist und war ein Zeichen zu setzen!
    Und für die restlichen Patryschwuppen in der Stadt die es aus irgendwelchen Gründen nicht für möglich oder nötig hielten hier ein Zeichen zu setzen: HOFFENTLICH BIST DU NICHT DER NÄCHSTE!!!
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#6 hwAnonym
  • 18.08.2008, 20:02h
  • Antwort auf #2 von beobachter
  • yo, yo...

    liberale haben schon im einhändigen zahlenbereich probleme.

    gestern erzählte westerwelle in einem zdf-interview,
    er sei ein vertreter der gößeren parteien.

    wir haben ein fünf-parteien system.

    die fdp ist da vielleicht die kleinste oder die viertgrößte.

    frag mal bei polizei-psychologen oder streetworkern
    nach täter-merkmalen wie "feigheit" u.ä., und wo die
    vorzugsweise zu finden sind.

    frag mal nach, wegen mir noch so verqueren, ehren-codeces in diesen gruppen und ihrer nähe oder ferne
    zu den moralparametern in ihren elternhäusern.
    ebenso nach bildungnähe oder bildungsferne
    in diesen milieus.

    nun muss ich herrn van essen als einen vertreter
    der politik der sozialen provokation von oben wahrnehmen, deren vorrangiges ziel es ist, soziale mißstände zu vertiefen und den sozialauftrag des
    grundgesetztes verkommen zu lassen, folglich auch den
    bildungsauftrag in der breite.

    nicht zuletzt deshalb sehe ich bei herrn van essen
    ein taktieren, um von ursachen von dummheit, hass und gewalt abzulenken, um sie in aller ruhe vertiefen zu können oder billigend zuzuschauen.

    wie westerwelle hält auch er keinem realitäts-check stand.
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#7 hwAnonym
  • 18.08.2008, 21:52h
  • Antwort auf #1 von hw
  • um von glasklaren fakten nochmal auf panzerglas(?)
    zu kommen, hier einträge auf der PI der nazis,
    altermedia.info., anläßlich der einweihung des denkmals:
    zitate:

    "..jochen // May 27, 2008 at 13:38 :

    Unter Umständen ist das auch eine in Schwulentreffpunkten eingerichtete Dunkelkammer.
    .............................
    13 BdU // May 27, 2008 at 13:56 :

    Übrigens halb so schlimm das Ganze. Diese verhinderte Schwulenklappe kann man an einem einzigen Tag beseitigen wenn es erst einmal so weit ist. ..."

    BdU liefert dort die "ideologischsten" Beiträge.

    wir lassen uns trauer, humor, denken und gedenken aber nicht nehmen..???

    www.youtube.com/watch?v=jhO0RZmbiSc
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#8 Fred_IsraelEhemaliges Profil
  • 18.08.2008, 22:56h
  • Antwort auf #7 von hw
  • was willst du jetzt damit sagen?
    das sind userkommentare vom naziportal altermedia.

    einfach mal suche über google eingeben.

    nazis sind unteranderem auch schwulenfeindlich -wer hätte das gedacht.

    keine ahung, warum du Dxxx die andere seite mit ins spiel bringst.
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#9 uschi glasAnonym
#10 VolumeProProfil
  • 19.08.2008, 00:11hMönchengladbach
  • Zunächst meinen Respekt vor den 250 Personen, die sich der Mahnwache angeschlossen haben.

    Aber jetzt in Vorverurteilungen zu verfallen, ist sicherlich nicht zielführend. Der Staatsschutz der Polizei ermittelt, das ist schonmal ein politisch gutes Zeichen, denn man nimmt diese Sache ernst. Würde die Sache nicht ernstgenommen, wäre kleines Kommissariat für Sachbeschädigungen zuständig.
    Jetzt müssen wir abwarten was die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln.
    Weiß man wer die Täter waren, dann kann man auch die sozialen Ursachen dieser Tat genauer analysieren und entsprechende Aktionspläne gestalten.

    Kriminalität entsteht nicht einfach, sie ist die Folge einer Verkettung von negativen Entwicklungen eines Menschen.
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