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Wie verhalte ich mich eigentlich richtig im dunklen Gewölbe der Cruisingbar? Was ziehe ich an, um es ausziehen zu können? Darkroom-Tipps von queer.de

Von Dennis Klein

Was gibt es schon großartig zu beachten, wenn man seinen Spaß im Darkroom haben möchte, fragst du dich gerade? Einfach runtergehen, Hose auf und ab geht’s ist deine Devise? Ganz so einfach ist es nicht, denn auch im spärlich beleuchteten Keller gibt es Regeln und sogar eine Etikette. Wer sich damit anfreundet, wird deutlich mehr Spaß haben.

Was ziehe ich an? Egal, man sieht es im Dunkeln eh nicht, gilt nicht. Zum einen hängt es davon ab, ob die Cruisingbar zum Beispiel einen Fetischabend mit Dresscode ausgerufen hat. Beim Gummiabend kommt der Business-Anzug nicht gut an. Bei der Afterwork-Sexparty dagegen irritiert der Mann mit der Gasmaske auf dem Gesicht. Zum anderen geht rein aus Sicherheitsgründen manche Schuhbekleidung nicht. Flip Flops im Darkroom sind tabu.

Nett sein zueinander. Im Darkroom treffen Männer mit unterschiedlichen sexuellen Fantasien und Vorlieben aufeinander. Der eine möchte sich mit einer Person in einer stillen Ecke vergnügen, der andere sucht das Gruppenerlebnis, bei dem jeder dazu stoßen kann. Der dritte will einfach nur Solo-Exhibitionist sein ohne Berührung durch andere. Wer auf die Körpersignale des anderen achtet wird erkennen, ob er einlädt oder ablehnt. Zum gegenseitigen Respekt gehört das Akzeptieren dieser Signale. Wichtig ist aber auch das Aussenden eindeutiger Signale. Manche denken, wenn sie besonders grimmig drein schauen, wirken sie sehr sexy und wundern sich dann, dass keiner anbeißt. Ein Lächeln öffnet Pforten.

Sei keine Diva Ein Darkroom ist kein Laufsteg für Eitelkeiten, es ist ein Ort gegenseitiger sexueller Beglückung. Wer darauf fixiert ist, ein Cazzomodell finden zu müssen und dann die Männer reihenweise nach 30 Sekunden wortlos wieder stehen lässt, weil sie doch nicht so hübsch, geil und gut gebaut sind, wie die Männer aus dem Porno, der erzeugt bei sich und den anderen nur Frust. Sich ohne realitätsferne Projektionen auf die Begegnung mit dem anderen erst einmal einzulassen, kann zu überraschend geilen Ergebnissen führen. Es kann natürlich immer sein, das es wirklich nicht funkt zwischen euch Beiden. Dann ist es auch gut und richtig, sich mit einem freundlichen Bedauern zurückzuziehen.

Ficken oder Faseln? Wer seinen besten Freund im Darkroom trifft und gleich beginnt, den Tratsch der letzten Woche auszutauschen, der nervt garantiert die anderen. Reger SMS-Versand, weil es gerade so langweilig ist im Gewölbe, ist ebenfalls tabu. Zumal du auch mit deinem Super-Nokia-Riesendisplayhandy den Dunkelraum mit Licht flutest. Zum quatschen also raus aus dem Darkroom.

An Sicherheit denken Es gibt auch schwarze Schafe im Darkroom. Diebstähle kommen vor, deshalb möglichst keine Wertsachen mitnehmen. Wenn möglich, sie vorher an der Theke oder Garderobe deponieren. Hattest du deinen Spaß, checke vor Verlassen noch einmal, ob alles vorhanden ist. Suchst du erst später die Stelle, an der du möglicherweise gestanden hast, sinken die Chancen, die verlorene Verzehrkarte oder den Schlüssel wiederzufinden.

An die Gesundheit denken Safer Sex ist Ehrensache. Gerade im Darkroom sieht man nicht so deutlich, was genau passiert. Hat sich der andere ein Gummi übergestreift, bevor er mich fickt? Checke es, wenn du dir nicht sicher bist. Wer den komischen Ausschlag an seinem Dödel ignoriert, den er beim Duschen entdeckt hat und damit in den Cruisingkeller steigt, gefährdet möglicherweise die Gesundheit anderer, die nichtsahnend und –sehend den Mund für dich öffnen.



35 Kommentare

#1 KonstantinEhemaliges Profil
  • 19.08.2008, 17:38h
  • Also im Darkroom rumficken ist ja wohl das Langweiligste was es gibt. Da hängen höchstens Typen rum, die im Hellen keinen (mehr) abkriegen oder anderen bei was auch immer dazwischen grabbeln wollen.
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#2 BenDoverProfil
  • 19.08.2008, 17:58hBerlin
  • Was fehlt:

    Penetrantes Zigarettenanzünden und dabei die ganze Hütte ausfunzeln.
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#3 jochenProfil
  • 19.08.2008, 19:12hmünchen
  • find ich gut diesen darkroom - ratgeber.
    es sollten für mehr bereiche des schwulen lebens solche ratgeber geben.

    denn ich finde schwule brauchen mehr kultur
    (ich meine diesmal nicht die oper oder theater usw..)

    sie brauchen mehr kultur in ihren beziehungen.
    im umgang miteinander.
    in ihren sm-beziehungen,
    und sei´s auch im darkroom..oder chat-room.

    der umgang miteinander ist leider nicht selten geprägt von respektlosigkeit und mittlerweile auch wieder ausgrenzung untereinander. (berliner szene ist da leider spitze im schlechten umgang miteinander)

    auch gibt es viel unsicherheiten in einer schwulen partnerschaft über rollenverteilungen, beziehungsstrukturen..usw..(besonders auch bei den sm-paaren)
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#4 CarstenFfm
#5 KonstantinEhemaliges Profil
#6 HannibalEhemaliges Profil
  • 19.08.2008, 19:45h
  • Antwort auf #3 von jochen
  • "(berliner szene ist da leider spitze im schlechten umgang miteinander)"

    Dem möchte ich aber entschieden widersprechen! Wobei du Berlin natürlich nicht mit so einer Langweilerszene wie München vergleichen kannst.
    Gründsätzlich gilt: Wie man auf andere zugeht, so wird man auch behandelt - und das auch in Berlin! Wahrscheinlich warst du immer nur in den falschen Läden oder/und entsprachst nicht dem gängigen Dresscode?

    Aber gib doch mal ein Beispiel für schlechten Umgang in Berlin. Würde mich wirklich interessieren!
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#7 jochenProfil
  • 19.08.2008, 21:56hmünchen
  • @hannibal
    berlin ist bekannt dafür, dass es nicht die hochburg ist für herzliches miteinander und ihre freundlcihen einwohner.

    schon mal was von berliner schnauze gehört?.... das triffts genau.. : der dominierende ton ist das gegenseitige anschnauzen und den anderen mit nem dummen spruch belegen... ist vielleicht auch n sport geworden.
    ist meine beobachtung dort (und nicht nur meine..)...auch wenn es dir nicht passt.
    ist halt einfach auch ne andere mentalität bei euch
    (trifft natürlich nicht auf alle zu, es gibt ja auch nette. einer meiner besten freunde ist ur-berliner)

    .
    ich hatte mal ne beziehung da und bin da nicht nur tourist gewesen.

    aber um auch was positives zu sagen:
    in der "o-bar" wars immer sehr lustig, und das cafe anal war auch sehr schön( falls es das noch gibt)

    gern kannst du die münchner szene als langweilig abtun .
    (besonders langweilig ist es jetzt am oktoberfest ,oder beim pumps race am marienplatz, oder beim rathaus-clubbing die ganze nacht. oder am schwulen strassenfest, oder am starkbierfest, oder bei schwulen maibaumaufstellen oder beim strassenfasching am viktualienmarkt.......ja das isses immer besonders langweilig ...)

    aber du weisst ja honeyball,: es kommt immer auf einen selber an...
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#8 AlexAnonym
  • 20.08.2008, 01:53h
  • Als Bayer muss ich (leider) sagen, es gibt kaum was unfreundlicheres als (Ober)Bayern, und hier insbesondere die typischen Münchner, schon ein ganz besonderer Schlag. Mit Berlin hab ich in der Beziehung bisher nur die allerbesten Erfahrungen gemacht, freundlich und hilfsbereit ohne Ende :-)
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#9 HannibalEhemaliges Profil
  • 20.08.2008, 06:51h
  • Antwort auf #7 von jochen
  • "schon mal was von berliner schnauze gehört?"

    Allerdings! Ich bin nämlich auch Ur-Berliner, wie du so schön sagst! Und die sogenannte Berliner Schnauze ist keine Form von schlechtem Umgang sondern die Mentalität der Stadt. Das ist halt Berliner Freundlichkeit! Damit muss man umgehen können oder man verpisst sich wieder heulend nach München. Aber ich sehe auch, dass wir "gastronimisch" andere Lokalitäten bevorzugen.
    Die O-Bar war vor 20 Jahren mal "in" und Cafe-Anal? ...räusper!
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#10 holgerAnonym
  • 20.08.2008, 09:01h
  • kann mir mal einer erklären, wie es mit den roten und grünen punkten vor den beiträgen funktioniert?

    wer berlin kritisiert, bekommt einen roten, wohl negativen verpasst und wer bayern in die pfanne haut, einen grünen.

    mir ist es egal, aber ich kapier die systematik nicht
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