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Weiter Aufregung um die Konzert-Reihe von Beenie Man in Deutschland: In Hamburg hat das Kulturzentrum Knust, in dem ein Konzert am Mittwochabend stattfinden sollte, die Veranstaltung des wegen seiner homophoben Lieder berüchtigten Reggae-Stars abgesagt.

Gegen den Auftritt hatten die "uns nahe stehenden Fanverbänden des FC St. Pauli" protestiert, erklärte das Knust-Veranstaltungszentrum nun auf seiner Website. Die Diskussion habe "in den letzten 24 Stunden eine für uns gefährliche Eigendynamik entwickelt", heißt es weiter.

Beenie Man durfte am Dienstag in Berlin auftreten, weil er den sogenannten "Reggae Compassionate Act 2" unterschrieben hatte (queer.de berichtete). Darin verpflichtet er sich, nicht zur Gewalt gegen Lesben und Schwule aufzurufen. Diese Erklärung reichte aber nicht aus, entschied jetzt das Knust.

Geplant ist jedoch weiterhin ein Auftritt Beenie Mans im Stuttgarter Club Zapata am Donnerstag sowie beim "Cheimsee Reggae Summer", das von Freitag bis Sonntag stattfindet. Dort hatte zuletzt der Hass-Sänger Sizzla abgesagt, nachdem gegen ihn auf Betreiben der Bundesregierung ein Einreiseverbot in den Schengen-Raum verhängt wurde (queer.de berichtete). Einziger Grund waren seinen homophoben Lieder.

Beenie Man hatte bereits im vergangenen Jahr den "Reggae Compassionate Act 1" in London unterzeichnet, seine Unterschrift dann aber in der jamaikanischen Presse widerrufen (queer.de berichtete). "Ich werde das nie unterschreiben", hatte der Interpret damals im "Jamaica Observer" erklärt. Der jamaikanische Künstler ist umstritten, weil er unter anderem in seinen Songs "Damn" und "Bad Man Chi Chi Man" zum Mord an Schwulen aufgerufen hatte. Er begründet den Homo-Hass, von dem er sich nie distanziert hat, mit seinem Glauben als Rastafarian.

Am Freitag, den 29. August um 16.00 Uhr, findet in der Hamburger Bar des Knust eine offene Podiumsdiskussion mit den Vertretern des Sprecherrates der Fanclubs des FC St. Pauli statt, um die künftige Vorgehensweise für Konzerte mit ähnlicher Problematik zu diskutieren. (dk)



16 Kommentare

#1 Fred_IsraelEhemaliges Profil
#2 KonstantinEhemaliges Profil
  • 20.08.2008, 17:38h
  • Applaus für Hamburg!
    Endlich mal ein Veranstalter, der konseqeunt handelt und sich nicht von irgendwelchen Pseudo-Unterschriften verarschen lässt!
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#3 antos
  • 20.08.2008, 19:55h
  • Gute Sache! Ich glaube, hier zahlt sich mittelbar auch die Präsidentschaft Corny Littmanns beim FC St. Pauli aus.
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#4 Fred_IsraelEhemaliges Profil
  • 21.08.2008, 01:42h
  • Antwort auf #3 von antos
  • nee antos, das hat mit littman rein gar nichts zu tun(der ist leider bei den aktiven fans eher unbeliebt) stichwort komerzialisierung.
    die iniative ging hauptsächlich von ein paar aktiven fans aus, sprecherrat und fanclubs zuzüglich kommt noch hinzu,dass der sicherheitsbeauftrage von st.pauli und fanclubs gute beziehungen ins knust haben.
    nur alleine aufgrund diesen druck war das knust bereit, diesen typen auszuladen. die erklärung ist daher auch etwas dürftig.
    ich bin st.paulianer und wohne hier gleich gegenüber
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#5 ThommenAnonym
  • 21.08.2008, 13:06h
  • Ich verstehe überhaupt nicht, warum man diese "Künstler" einen "Act" unterschreiben lässt, da sie doch zur Genüge ihre Homophobie haben laut werden lassen!
    Ich nehme an, dass die Tonträger, womit sie ihr Geschäft machen, weiterhin Hass auf Schwule verbreiten.
    Mich erstaunt einfach, dass es noch an vielen Stellen "Kultur-Heteros" gibt, denen das einfach egal ist. Dass Schwule dagegeben Sturm laufen müssen, ist ein Zeichen von Mangel an sehr viel "Toleranz" in der Heterosexuellen Kultur!
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#6 Tufir
#7 LizzAnonym
  • 22.08.2008, 12:53h
  • Antwort auf #6 von Tufir
  • Ihr könnt es einfach nicht lassen wa?
    Habt ihr eigntlich keine Hobbies Jungs?
    Geht doch bitte stricken oder besucht nen kochkurs oder sonstwas , aber geht iuns nicht auf den Sack mit eurem Selbstmitleid.
    Ihr wollt doch die armen Schwulen sein.
    Würdet ihr euch mal wirklich mit der Reggae/Dancehall Kultur beschäftigen , und euer Hirn einschalten , hätte man nicht halbjährlich so nen Stress mit euch.
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#8 Tim_ChrisProfil
  • 22.08.2008, 16:34hBremen
  • Antwort auf #7 von Lizz
  • "Würdet ihr euch mal wirklich mit der Reggae/Dancehall Kultur beschäftigen , und euer Hirn einschalten , hätte man nicht halbjährlich so nen Stress mit euch."

    Würdet IHR euch mal ein wenig mit Menschenrechten, Menschlichkeit und Respekt anderen Lebenseinstellungen gegenüber beschäftigen und eure Stars entsprechend selbst im Zaum halten, dann hätten wir nicht immer wieder einen solchen Stress mit ihnen.
    Hier steht Menschenrecht gegen Unverstand. Schalte dein Hirn ein und denke mal darüber nach, sofern du kannst.
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#9 HannibalEhemaliges Profil
  • 22.08.2008, 17:03h
  • Antwort auf #7 von Lizz
  • Och nöööööö! Schon wieder sone bekiffte Rasta-Trulla!
    Lizz-Schätzchen! Du langweilst uns, mit deinem Selbstmitleid! Hör dir doch ne Platte an und bau dirn Tütchen. Dann merkste den Unterschied zu Live doch gar nicht mehr! Oder fahr einfach One-Way nach Jamaika!
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#10 HannibalEhemaliges Profil