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Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg hat Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen das deutsch-arabische Magazin "al-Salam" gestellt, weil darin ein schwulenfeindlicher Hetz-Artikel veröffentlicht wurde.

Bislang hatte der Staatschutz nur wegen Beleidigung ermittelt. Grund ist ein Artikel in der April-Ausgabe des Anzeigenblattes, das in Berliner Geschäften gratis ausgelegt wird. Autor Muhammed Lujain al-Zayn hatte in dem arabischsprachigen Text Homosexuelle "Verbrecher" genannt, die von "tödlichen Krankheiten" befallen würden und ruft dazu auf, sie zu ächten. Dabei legitimiert der Autor Gewalt gegen Schwule bis hin zu ihrer Tötung (queer.de berichtete).

"Homophobie ist kein Kavaliersdelikt! Die Mittel des Strafrechts müssen auch bei homosexuellenfeindlichen Delikten voll ausgeschöpft werden", erklärte LSVD-Sprecher Alexander Zinn am Donnerstag. Nach Ansicht des LSVD ist der Artikel geeignet, "den öffentlichen Frieden zu gefährden".

Der LSVD erinnert daran, dass homosexuellenfeindliche Einstellungen unter jugendlichen Einwanderern in Berlin ohnehin sehr weit verbreitet seien. Das habe die so genannte "Simon-Studie" gezeigt, die im vergangenen September von Berlins Integrationssenatorin Heidi Knake-Werner (Die Linke) vorgestellt wurde (queer.de berichtete). "In diesem gesellschaftlichen Klima und vor dem Hintergrund einer Vielzahl homosexuellenfeindlicher Übergriffe ist der Artikel geeignet, das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt zu gefährden. Er ist Wasser auf die Mühlen all jener, die ohnehin dazu neigen, Homosexuelle zu diskriminieren, anzupöbeln und häufig genug auch gewalttätig anzugreifen", so Zinn. (pm/dk)



47 Kommentare

#1 DURAL DELUXEAnonym
#2 SamuelAnonym
#3 VolumeProProfil
  • 21.08.2008, 15:30hMönchengladbach
  • Die Verantwortlichen müssen abgeurteilt werden und nach der Verbüßung der möglichst langen Freiheitsstrafe aus Deutschland abgeschoben werden.

    Solche Leute können wir in Deutschland nicht gebrauchen.
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#4 PupsAnonym
  • 21.08.2008, 15:43h
  • Das ist dann wohl ein weiterer Beweis für die Unfähigkeit unserer Regierung inkl. Integrationsbeauftragten mit einem mehr als deutlichen Problem umzugehen. Da diese weder willig, noch fähig ist, etwas gegen diese Art der homophoben Gewalt zu unternehmen, muss der LSVD mal wieder selbst konsequent werden und Recht eben gerichtlich einfordern.
    Fällt es der Regierung denn wirklich so schwer, hier mal durchzugreifen, nur weil der Täter nicht aus christlich deutschen Reihen abstammt, sondern einer anderen Kultur entspringt? Wenn ja, dann gehört die Regierung ja eigentlich wegen Beihilfe oder Unterlassung mit angezeigt.

    Oder ist die Anzeige des LSVD einfach die einzige Konsequenz, die am Ende übrig blieb, weil von Regierungs- und Intergrationsbeauftragtenseite aus rechtlich gar nichts unternommen werden konnte?
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#5 VolumeProProfil
  • 21.08.2008, 16:03hMönchengladbach
  • Antwort auf #4 von Pups
  • Du sprichst damit das typische deutsche Problem an.

    Seit den Ereignissen in der Nazi-Zeit traut sich in Deutschland kaum jemand Probleme mit Personen des nicht-christlichen Kulturkreises anzusprechen. Man hat eben Angst, als Ausländerfeind zu gelten.

    Bis zu einem gewissen Grad ist so ein Reflex verständlich. Aber jedes Verständnis hört da auf, wo unsere Werte verletzt werden. Die freie Entwicklung der Persönlichkeit ist im Grundgesetz garantiert. Sie kann auch nicht durch die ebenfalls im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit eingeschränkt werden.

    In Deutschland leben nur 4 Millionen Moslems. Der statistischen Wahrscheinlichkeit nach leben aber hier in diesem Land ca. 8,2 Millionen Homosexuelle (10% der Gesamtbevölkerung). Korrigiert man bei den 4 Millionen Moslems auch 10% heraus, kommt man auf 3,6 Millionen heterosexuelle Moslems. Diese 3,6 Millionen sind nur 4% der Gesamtbevölkerung.
    Woher nehmen diese 4% eigentlich das Recht so massive Forderungen aufzustellen, wie sie es immer tun?
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#6 SamuelAnonym
  • 21.08.2008, 16:07h
  • Also, ich finde die Äußerungen hier echt intolerant. Merkt ihr nicht wie ihr hier den Rassisten in die Hände spielt und den internationalen Großkonzernen, die sich nichts sehnlicher als eine Spaltung der Gesellschaft wünschen? Würden die armen Moslems nicht so sehr ausgegrenzt, auch durch Schwule, würden sie uns ganz doll lieb haben, denn wie jeder weiß gibt es Homophobie in islamischen Gesellschaften nur wegen des USA und weil alle ganz doll traurig sind, wie die Palästinenser behandelt werden.
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#7 Fred_IsraelEhemaliges Profil
  • 21.08.2008, 16:23h
  • och menno, laßt mal eure islamphobie sein - gleich kommt hw und sascha um die ecke und fangen an zu heulen .
    außerdem hat die westliche welt die homophobie erst in die arabischen staaten getragen

    schließe mich volumepro voll und ganz an!

    denke aber zum thema ist alles gesagt worden.

    aber wie ich sehe ist samuel auch wieder mit am start
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#8 VolumeProProfil
  • 21.08.2008, 16:32hMönchengladbach
  • Antwort auf #7 von Fred_Israel
  • Also Islamophobie ist was anderes.

    Hier geht es um die Durchsetzung der eigenen Rechte gegenüber einer Minderheit, die versucht die Rechte anderer zu schmälern.

    Ich bin eher dafür, dass man mit den Moselms einen offenen Dialog führt. Hinsichtlich dessen sollte man schauen, dass man sich mit gemäßigten Imamen unterhält und mit Hilfe der theologischen Arbeitsmethode der Exegese (Auslegung einer religiösen Schrift) versucht aus dem Koran die Homophobie herauszuinterpretieren. Das ganze muss von der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse begleitet werden.
    Das ist aber eine Menge Arbeit, aber für eine freundlicheres Klima in Deutschland ist es das Wert.

    Man muss eben einen westlichen Islam entwickeln, der hiesigen Werte zu 100% übernimmt aber seine eigenen Traditionen nicht vergisst.
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#9 SmartiSaar
  • 21.08.2008, 16:57h
  • Ich finds richtig das jetzt endlich was passiert im Bezug auf dieses Schmierblatt. Auf die Forderung sich von dem Hetz-Artikel zu distanzieren ist ja nichts passiert.

    Übrigends gabs dazu einen Videobeitrag auf TimmTV, erstaunlich war in dem Beitrag das die dort angesprochenen Türkischen, Arabischen etc. Mitbürger dieses Schmierblatt überhaupt nicht kannten und auch kein Prblem mit Schwulen oder Lesben zu haben seinen auch haben sie dem Reporter ohne großes Tam-tam die Hand geschüttelt. Das zeigt ja mal wieder das es sich hier lediglich um einen Hetz-Artikel von einigen wenigen Homophoben handelt. Im übrigen war das Büro der Zeitung geschlossen so das ein Interview nicht möglich war.

    Ich hoff ja das die wenns dann vor Gericht kommt ihren Laden zumachen können und noch ne ordentliche Straße aufgebrummt bekommen.
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#10 MaxAnonym
  • 21.08.2008, 17:05h
  • gegen homo hetze sollte man natürlich angehen, das ist diskriminierung von minderheiten....

    cut

    Homokritisch ist aber etwas anderes als Homophobie, welche bei queer.de inflationär benutzt wird.
    Ich bin selbst homokritisch gerade weil ich manche kanditaten hier radikal und mit fundamentalistischen zügen erlebe.
    man kann homosexualität als fundament seiner identität sehen und dann raus gehen und sagen ja ich bin gay und das ist meine persönlickkeit. man kann aber homosexualität als symptom verstehen lernen und damit im leben wunderbar arbeiten und daran wachsen und tiefe emotionale bindungen zu männern entwickeln die langsam aber sicher die sexualisierung auflösen.
    der homosexuelle hat aus welchen gründen auch immer nicht gelernt männern zu vetrauen. oft weil die beziehung zum vater nicht geglückt ist, bzw. die identifizierung mit der mutter den blick auf den vater verzehrt hat. aber der authentische reife mann fühlt sich der männerwelt zugehörig ohne dass er eine individuelle persönlichkeit dafür aufgibt. es ist nicht einfach zu erklären, aber ich habe gelernt, dass wenn heute homosexuelle phantasien aufkommen, ich merke ich bin wieder aus der balance und muss wieder meinen stand erlangen.
    das ist natürlich ein resultat einer langjährigen therapie, in der ganz ganz viel trauer, wut, angst , hass, etc. bearbeiten worden ist und eine familienaufstellung ganz viel entzerrt h.at
    jetzt kommt ihr wieder mit ex-gay und wüstenstrom und so weiter. braucht man alles nicht, ne professionelle therapie mit psychonalytikern. ich habe mich immer von den religiösen fundamentalisten distanziert weil sie als Umpoler oft auftreten. aber der OJC beschreibt es auf der wikipedia seite sehr gut differenziert. un heute sage ich, auch wenn ich nicht gläubig bin, ist es schon eine spirituelle, religiöse Reise, weil man den "Vater" in sich re-integriert. und vater steht halt für gott.
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