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Die Olympiade ist vorbei. Unter den Medaillen-Gewinnern in Peking ist auch der offen schwule Matthew Mitcham.

Von Carsten Weidemann

11.000 Sportlerinnen und Sportler traten an, um ein paar Dutzend Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen unter sich aufzuteilen. Unter den jubelnden Gewinnern ist auch der 20-jährige Turmspringer Matthew Mitcham, der am vergangenen Wochenende beim letzten Sprung ein verloren geglaubtes Match gegen seinen Konkurrenten Zhou Luxin gewann. Er bringt damit nicht nur die erste Goldmedaille beim Turmspringen seit 1924 nach Australien. Er ist zudem einer der wenigen offen homosexuellen Athleten, die in Peking angetreten sind.

Mitcham ist nun nicht der erste offen schwule Profisportler seiner Disziplin. Zuvor ging auch der Amerikaner Greg Louganis an die Öffentlichkeit, jedoch mit einem entscheidenden Unterschied. Louganis bekannte sich erst, nachdem er seine Karriere beendet hatte, Mitcham tat dies eher nebenbei vor dem Höhepunkt seiner Karriere. Die jüngere Generation der Sportler hat offensichtlich weniger Ängste.

"Schwul zu sein und Kunstspringer, das sind zwei völlig unterschiedliche Bereiche meines Lebens," meinte er dazu in einem Interview. "Natürlich gibt es auch Berührungspunkte, weil manche Leute Vorbehalte haben. Aber alle, mit denen ich diesen Sport zusammen ausübe, waren sehr hilfsbereit."

Nachdem das schwul-lesbische Sportmagazin Outsports eine große Story über die homo- und bisexuellen Teilnehmer der Olympiade veröffentlicht hatte, und Mitcham für die Redaktion jetzt der große Held ist, kam jedoch Kritik auf. Die frühere Olympiateilnehmerin Laureen Meece, die im Jahr 2000 im Judo antrat, meint einen unglaublichen Druck der Community gegenüber den Profisportlern wahrzunehmen: "Die Community sollte es homosexuellen Athleten selber überlassen außerhalb der Öffentlichkeit mit ihrer Angelegenheit klarzukommen. Im Namen des Olympischen Geistes und der Menschlichkeit, haltet die Klappe und lasst diese Athleten sich auf ihre Ziele konzentrieren, auf die sie so hart hin gearbeitet haben", meinte sie in einer Kolumne des Magazins "Express Gay News".



28 Kommentare

#1 VolumeProProfil
  • 25.08.2008, 12:45hMönchengladbach
  • Freut mich ja für die Australier, dass er für sie eine Gold-Medaille nach Hause gebracht hat.

    Wenn diese Medaille an Deutschland gegangen wäre, dann würde mich das mehr freuen.
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#2 apfelmaikProfil
#3 Fred_IsraelEhemaliges Profil
  • 25.08.2008, 13:40h
  • glückwunsch auch meinerseits

    weitere glückwünsche gehen an:
    2 platz usa
    5 platz deutschland
    7 platz korea
    8 platz japan
    31 platz thailand
    42 platz indonesien
    71 platz vietnam
    81 platz israel

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#4 MarcoAnonym
  • 25.08.2008, 14:00h
  • Finde ich sehr schön!

    Gerade Sportler sind oft Vorbilder und wenn dann Sportler offen schwul bzw. offen lesbisch sind und dann auch noch Medaillen gewinnen, zeigt das, dass Schwule und Lesben genauso erfolgreich sind.
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#5 VolumeProProfil
  • 25.08.2008, 14:32hMönchengladbach
  • Antwort auf #2 von apfelmaik
  • Weiß nicht, mir aber auch relativ egal.

    Denn bei Olympia geht es nicht um die sexuelle Orientierung, sondern um den friedlichen Wettstreit von Vertretern verschiedener Nationen.
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#6 apfelmaikProfil
  • 25.08.2008, 14:55hHerford
  • Antwort auf #5 von VolumePro
  • Nein es geht um einen Wettstreit der "Jugend der Welt".
    Warum hättest Du Dich denn mehr über einen deutschen Gewinner gefreut?
    Wahrscheinlich, weil Du mit dem eine Gemeinsamkeit geteilt hättest, die Dich auch ein kleines wenig zum Gewinner gemacht hätte.

    Es gab 51 deutsche Goldmedaillen und eine schwule.
    Lass uns doch sowohl über die 51, als auch die eine freuen.
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#7 Chris_Anonym
#8 maaaaartinAnonym
  • 25.08.2008, 15:48h
  • Antwort auf #5 von VolumePro
  • ach so, die jugend der welt...und friede dem erdenkreis... und ich dachte das wär eine super pr-show für veranstaltungsland und sponsoren und eine erstsklassige leistungsschau der pharmazeutischen industrie.

    aber trotzdem - herzlichen glückwunsch an matthew mitcham.
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#9 gerdAnonym
  • 25.08.2008, 16:02h
  • Finde ich echt gut, das Matthew Mitcham Gold gewonnen hat: nach Greg Louganis jetzt also Mitcham in der Sportart Wasserspringen.

    Die Sportart Wasserspringen scheint wohl neben Tennis und Eiskunstlauf bei homosexuellen Spitzensportlern beliebt zu sein.

    Übrigens auch die offen lesbischen Handballerinnen Nyberg und Hammerseng aus Norwegen gewannen Gold in Peking mit ihrer Mannschaft. Die Fechterin Imke Duplitzer hat es leider in Peking nicht auf einen Medaillenrang geschafft.
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#10 LisaAnonym