Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?9251

Was Berlin kann, das sollte doch auch in Köln möglich sein. Denkt zumindest die FDP und stellt einen schwulen Kandidaten auf.

Von Carsten Weidemann

"Das Beste für die Stadt wäre ein Oberbürgermeister Ralph Sterck." Das behauptet der Liberale Sterck von sich selbst. Bereits im Februar hatte er sich von der FDP als Kandidat für das Amt aufstellen lassen, dass der CDU-Mann Fritz Schramma in den vergangenen acht Jahren inne hatte. 2009 würde der 61-Jährige gern noch einmal antreten, wie er am vergangenen Montag offiziell verkündete. Doch Sterck könnte ihm Stimmen im bürgerlichen Lager wegnehmen und damit seine Wiederwahl gefährden.

Wirklich gut stehen die Chancen für Ralph Sterck, der gemeinsam mit seinem Parteikollegen Uli Breite seit Jahren in Projekten der Kölner Community mitmischt, nicht. Bereits 2000 ließ er sich aufstellen, und erhielt gerade mal zwei Prozent der Stimmen. Doch das schreckt ihn nicht ab.

Stattdessen lockt Sterck mit einem verstärkten Einsatz für schwul-lesbische Projekte. Zum Beispiel bei den 2010 anstehenden Gay Games in Köln. "Das ist ja ein Riesenevent und da gibt es viel zu tun, was Sponsoring und Sportstätten angeht. Das wäre für mich als OB ein ganz wichtiges Projekt", verkündete er im Interview mit dem Szenemagazin "Exit".

Während Schramma noch versucht, die FDP zu umarmen und Sterck zu einer Aufgabe der Kandidatur zu bewegen, freuen sich SPD und Grüne, die gemeinsam den ehemaligen Polizeichef und Regierungspräsidenten Jürgen Roters ins Rennen geschickt haben.

Jürgen Roters ist kein Unbekannter in der Community. Seit Jahren ist er Schirmherr beim Kölner "Come Together Cup", dem Benefiz-Fußball-Turnier, bei dem unter anderem schwule gegen Promi-Fußballteams antreten. Und beim Sommerblut-Kulturfestival, das alljährlich zahlreiche schwul-lesbische Künstler nach Köln holt, ist er Vorsitzender des dazugehörigen Fördervereins.

Die Community wird auf jeden Fall 2009 die Qual der Wahl haben. Sterck, Roters, selbst Schramma käme in Frage. Denn auch der CDU-Mann gilt als homofreundlich. Er war der erste Unions-Poliitiker überhaupt, der zu seinem Wahlkampf im Jahr 2000 Anzeigen im Homo-Magazin "Queer" schalten ließ. Slogan: "Köln ist weder schwarz noch rot, sondern bunt."



28 Kommentare

#1 Chris_Anonym
  • 27.08.2008, 14:30h
  • Würde ich in Köln wohnen, hätte er meine Stimme, schliesslich ist er bei der FDP.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 VolumeProProfil
#3 Maurus
#4 roterginsengEhemaliges Profil
#5 VolumeProProfil
  • 27.08.2008, 15:18hMönchengladbach
  • Schrammer und Sterck könnten dem neuen NRW-Wahlrecht zum Opfer fallen, denn jetzt werden die beiden besten nicht mehr in die Stichwahl geschickt, wenn keiner die absolute Mehrheit erreicht hat.

    Jetzt gewinnt der, der die relative Mehrheit der Stimmen erreicht hat und das könnte der SPD-Kandidat sein, der von SPD und Grünen gestützt wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Chris_Anonym
#7 roterginsengEhemaliges Profil
#8 Chris_Anonym
  • 27.08.2008, 16:16h
  • Antwort auf #7 von roterginseng
  • Danke für den Orden. Normalerweise wähle ich ja nicht nach sexueller Ausrichtung der Kandidaten, weshalb ich die politische Zugehörigkeit nochmal betont habe.

    Dafür gibts gleich wieder einen roten Punkt.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Katrin
  • 27.08.2008, 17:48h
  • Köln und Berlin und Hamburg und andere sind mittlerweile ein schönes Beispiel dafür, dass nach einigen Jahrzehnten liberaler (und ich meine nicht die FDP damit) und weltoffener Sicht- und Handlungsweise die sexuelle Ausrichtung der polotischen Kandidaten nicht mehr von Bedeutung ist. Da sollten wir unsere Energie auf die Regionen konzentrieren in denen die schwarzen Politikfossilien noch an der Macht sind und braune Gesinnung sich austoben kann. In Bayern findet die nächste wichtige Wahl für die Schwulen und Lesben statt.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 SXMPiratAnonym
  • 27.08.2008, 19:04h
  • Ich kenne Ralph Sterck persönlich , da er mal mein Student war, und habe ihn als einen sehr vernünftigen, intelligenten und meiner Meinung nach ehrlich engagierten Mann kennengelernt. Er setzt sich auch sehr für die Community in Köln ein und kommt im Gespräch sehr sympathisch rüber.

    Ich würde es ihm wünschen Bürgermeister von Köln zu werden, drück ihm die Daumen und hoffe, dass er sein Ziel erreicht.

    Was ich ganz besonders an ihm schätze ist seine Offenheit anderen politischen Meinungen gegenüber, kein "ich-bin-FDP-und-alle-anderen-politischen-Einstellungen-sind-sowieso-falsch" Gehabe, was mir viel zu oft besonders linke Politiker am Leib haben. ( Ich hab recht und du nur noch nicht die "richtige" Einsicht gewonnen, wie solche Populisten a la Gysi und Lafontain).

    Ich wünsche ihm viel Erfolg und Glück!
  • Antworten » | Direktlink »