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Im Senegal ist ein Rentner aus Belgien und sein einheimischer Ehemann wegen der "Begründung einer homosexuellen Ehe und Taten gegen die Natur" verhaftet und zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.

Der 61-jährige Richard Lambot und der 63-jährige Moustapha Gueye hatten letzten Monat in Belgien geheiratet. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP muss das Paar nun für zwei Jahre hinter Gittern.

"Um Herrn Gueye zu ermöglichen, in Belgien zu leben, hat Herr Lambot ihn im Juli dort geheiratet", erklärte deren Anwalt Seyni Ndione. Er versuchte, die "Tat" als Gefallen zu beschreiben, die keinen homosexuellen Hintergrund haben muss. "Diese Ehe war also nur dazu da, Herrn Gueye zu helfen", so Ndione. Er erklärte weiter, dass die Polizei schlampig gearbeitet habe und der Vorwurf eines Vergehens gegen die Natur aus der Luft gegriffen sei. Gueye stammt aus einem sozial schwachen Teil der Hauptstadt Dakar.

Im überwiegend muslimischen Senegal stehen auf Homosexualität bis zu fünf Jahre Haft. Der Senegal ist einer der wenigen frankophonen Länder, die gegen Schwule vorgehen. Bereits vor wenigen Monaten wurden in einer Massenverhaftung bis zu 20 mutmaßlich schwule Männer festgenommen (queer.de berichtete). (dk)



12 Kommentare

#1 FloAnonym
#2 RabaukeAnonym
  • 29.08.2008, 17:07h
  • Schurkenregime nenne ich sowas. Warum klagt hier kein EU Tribunal wegen Verbrechen gegen die Menschrechte, die Menschlichkeit?
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#3 XDAAnonym
  • 29.08.2008, 17:15h
  • Was macht der Belgier auch dort, wenn er doch nur seinem Mann nach Belgien helfen wollte? Verstehe nicht, wie man so dumm sein kann, in solche Barbarenstaaten zu fliegen ...
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#4 DizAnonym
  • 29.08.2008, 17:21h
  • Antwort auf #3 von XDA
  • Genau das hab ich auch gedacht. Natürlich: Schlimm, schlimm, böse, böse.
    Aber warum zum Teufel fährt man dann freiwillig in so ein Land, aus dem man seinen Partner erretten wollte?
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#5 XDAAnonym
  • 29.08.2008, 19:01h
  • Antwort auf #4 von Diz
  • Ich stimme dir vollkommen zu. Wäre genauso, als würde man einen schwulen aus dem Iran erretten um dann in Teheran durch die Religionspolizei erwischen zu lassen. Das ergibt für mich keinen Sinn.

    Im übrigen, es war nicht sein Freund, die Ehe war ja lediglich auf den Rettungsgedanken reduziert.
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#6 SmartiSaar
  • 29.08.2008, 20:18h
  • Na gehen wir mal davon aus das der eine von beiden noch etwas zu Regeln hatte in seinem Heimatland und sie das mit einem Urlaub verbunden haben.

    Die Anklage lautet ja wie folgt:
    "Begründung einer homosexuellen Ehe und Taten gegen die Natur"

    Da frag ich mich natürlich woher die Senegalesen wußten das die beiden verheiratet sind und ob die dabei waren, bei den Taten gegen die Natur. Denn ich unterstell jetzt mal die beiden wußten ja wie's im Senegal läuft da werden sie sich ja kaum mit der Heiratsurkunde auf den Marktplatz gestellt und wird rumgemacht haben.

    Hier wäre jetzt erstmal Belgien am Zug die beiden aus dem Senegal frei zu bekommen und wenn das nicht fruchtet müßte sich die EU einschalten und den Senegalesen mal ordentlich auf die Finger hauen. Das ganze müßte natürlich schnellstmöglich über die Bühne gehen denn wenn die tatsächlich schon verurteilt wurden besteht arger Handlungsbedarf (mal ganz davon abgesehen ob die beiden nun tatsächlich ein Paar sind oder es sich dabei um eine Gefälligkeit handelte).
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#7 stromboliProfil
  • 30.08.2008, 10:27hberlin
  • Antwort auf #5 von XDA
  • einen sinn ergibt es, wenn man sich auf die staatsbürgerschaft beruft und die wird automatisch dem ehestand zugerechnet. Insofern fühlten die beiden sich sicher, sind sie doch nun beide belgier!

    Nun ist es sache der belgischen regierung, beide aus dem gefängnis zu holen !

    "Im übrigen, es war nicht sein Freund, die Ehe war ja lediglich auf den Rettungsgedanken reduziert."
    das verstehe einer ...
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#8 InfernoProfil
#9 LuciusAnonym
  • 30.08.2008, 14:27h
  • dieses argument "gegen die natur" habe ich nie verstanden. homosexualität ist doch nichts künstlich hergestelltes sondern kommt im leben nun mal aus welchen gründen auch immer vor.
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#10 XDAAnonym
  • 30.08.2008, 14:42h
  • Aber auch als Bürger eines anderen Staates gelten die Gesetze des Staates, in dem man sich aufhält, was einigen anscheinend nicht bewusst ist - sieht man generell ja auch an den Strom schwuler Touristen in arabische Länder etc.
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