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Muslimische Aktivisten kritisieren den für nächsten Monat geplanten CSD als "Festival der Homosexualität", das verhindert werden müsse. Homosexualität setzten sie mit "Sünde und Krankheit" gleich.

Der einflussreiche Kolumnist Ezher Beganovic schrieb in der Zeitung "Saff", dass es "schnelle Reaktionen von erzürnten Gläubigen" geben werde, würde das Festival wie geplant vom 24. bis zum 27. September stattfinden. "Eine solche Veranstaltung bedroht unsere religiösen Gefühle. Es ist nicht angebracht, so etwas während des Ramadans durchzuführen". Im Islam gelte Homosexualität als "Sünde und Krankheit".

Auch Amir Zukic, Chef der gemäßigten "Partei der demokratischen Aktion", der größten islamischen Partei des Landes, sprach sich gegen den CSD aus: "Wir respektieren Freiheit und Toleranz, aber das ist eine Art von Provokation, weil die Veranstaltung während des Ramadan stattfindet", so Zukic laut AFP.

Ungewöhnliche Einigkeit herrscht in dieser Frage mit den Volksvertretern der Republika Srpska, in der die serbische Minderheit lebt: "Das ist unnatürliches und abartiges Verhalten", erklärte Rajko Vasic von der sozialdemokratischen Partei der bosnischen Teilrepublik. Er würde einen CSD in seinem Landesteil verbieten.

Bosnien ist "traditionsorientierte Gesellschaft"

CSD-Veranstalterin Svetlana Djurkovic erklärte dagegen, dass der CSD nur zufällig mit dem muslimischen Fastenmonat zusammenfalle. "Das ist ein Festival von Kunst und Kultur. Es gibt auch viele Gläubige in unserer Bevölkerungsgruppe", so Djurkovic zur Nachrichtenagentur Reuters. Sie erklärte ferner, dass radikale Muslime auch gegen das Festival protestierten, wenn es nicht am Ramadan stattfinden würde. "Wir leben in einer traditionsorientierten Gesellschaft, in der die meisten Menschen immer noch nicht die Daseinsberechtigung von anderen Sexualitäten oder Identitäten anerkennen können".

Gleichgeschlechtliche Liebe wurde in der Föderation Bosnien und Herzegowina im Jahre 1998 und in der Republika Srpska 2000 legalisiert. Allerdings ist Homosexualität – wie in anderen Teilen des ehemaligen Jugoslawien – nach wie vor ein Tabu-Thema. Einzig in der ehemaligen Teilrepublik Slowenien, die inzwischen zur Europäischen Union gehört, können sich gleichgeschlechtliche Paare verpartnern lassen (queer.de berichtete). Sie erhalten allerdings nur begrenzte Rechte. (dk)



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27 Kommentare

#1 Fred_IsraelEhemaliges Profil
  • 01.09.2008, 16:08h
  • na sascha und hw> sind das auch faschisten?
    seltsam in der freien welt gibt es mit csds keine probleme.
    sogar die muslimischen sozialdemokraten.
    bei us-republikanern gibt es wohl mit paraden keine probleme oder wurde da schonmal eine verboten?

    ich sag euch beides was ihr seid: HEUCHLER!
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#2 FloAnonym
  • 01.09.2008, 16:28h
  • Immer wieder die Religion. (egal welche...)

    Ich glaube, ohne Religionen wäre diese Erde viel friedlicher und alle Menschen viel glücklicher.

    Elton John hat schon recht: Jeder sollte privat für sich das glauben oder nicht glauben, was er will, aber organisierte Religion sollte verboten werden, da es da früher oder später immer nur um Geld, Macht und andere Ziele geht und andere Menschen unterdrückt werden.
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#3 InfernoProfil
  • 01.09.2008, 17:11hBerlin
  • Hehe, nachdem der norwegische Muslimrat letztens erst angefragt hatte, ob man Schwule nicht einfach so erschlagen könne, kommt nun diese Nachricht im Interkulturellen Dialog zwischen Muslimen und Schwulen, der sich auch weiterhin darauf beschränken wird, dass die Muslime gegen jede art der Homosexualität protestieren.

    Ein Schelm wer jetzt denken würde, dass hätte etwas mit Religion zu tun.

    Egal, wie dem auch sei. Der Traum vom friedlichen und toleranten Nebeneinader von Homosexuellen und Muslimen ist ausgeträumt (und das schon seit Jahren) und entwickelt sich jetzt zu einer art Albtraum. Man mpsste nur noch die richtigen Schlüsse ziehen...

    Man darf gespannt sein, wie das weiter geht. Allein, die Einschläge rücken näher.

    Was wohl der zukünftige DITB Iman in der neuen Kölner Prachtmoschee zum Thema Homosexualität zu sagen hätte?

    Volker Beck, ermitteln sie....
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#4 Chris_Anonym
  • 01.09.2008, 18:08h
  • Ich finde den Moscheebau in Köln auch eine Sünde und bin dagegen. Aber würde man dagegen demonstrieren, gilt man gleich als rechtsradikal. Islam ist der pure Hass, den sollte man verbieten.
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#5 atlanaProfil
  • 01.09.2008, 18:08hwien
  • Diese Leute werden immer frecher. Sie haben immerhin durchgesetzt, daß die riesige Verlagsgesellschaft RAndom House ein Buch zurückziehen, das sich mit Aischa beschäftigt (und zwar nicht nur die Übersetzung), und jetzt sind wohl wir dran. Wirklich super, was sich vor unserer Haustür tut.
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#6 hwAnonym
  • 01.09.2008, 18:21h
  • "..Allerdings ist Homosexualität – wie in anderen Teilen des ehemaligen Jugoslawien – nach wie vor ein Tabu-Thema..."

    In diesem Zusammenhang wäre dann auch noch Kosovo zu erwähnen:

    "Kosovo: Gay, Lesbian Youth Leaders Under Serious Death Threats

    Article Date: 05/25/2007
    The leader of a gay and lesbian youth advocacy group and his staff have today received death threats which the police initially refused to take seriously.
    The threat email was sent to the leader of Centre for Social Emancipation (QESh), Mr. ‘K.Z’.

    Starting “In the name of Allah”, the email condemns ‘Mr. Z’ for his activities with the youth group and says he will end up in hell.

    The email continues, in translation: “We will fu** you mother, burn you with all your belongings, amd will make you carry your intestines in your own hands, you lewd man”.

    Mr. Z and his group are accused of “smearing the pure and freedom-seeking nation”, and that members of the group “will have their heads cut off”.

    © 2007 UKGayNews.org.uk; All Rights Reserved.
    "

    www.247gay.com/article.cfm?id=14854§ion=66

    Im Kosovo befinden sich die Zentren, die mit saudi-arabischem Geld unter nationalistischer albanischer Führung mit US-Militärschutz Fundamentalismus, Rassismus und Nationalismus auf dem Balkan so
    lange am köcheln halten, bis er für Global Player
    instrumentalisiert werden kann.

    Neben dem saudischen Geld wirkt dort auch Drogengeld
    für einen großalbanischen Nationalismus.

    Heroin, Menschen- und Waffenhandel, UCK,
    Kosovo, Afghanistan.

    Hierzu Jürgen Elsässer:
    Albanische Heroin-Mafia auf dem Vormarsch

    und der ehemalige britische Botschafter in Usbekistan,
    Craig MURRAY

    www.tlaxcala.es/pp.asp?lg=de&reference=3627
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#7 hwAnonym
  • 01.09.2008, 18:27h
  • Antwort auf #5 von atlana
  • "Diese Leute werden immer frecher."

    Ja, irgendwie schon. Auch diese Leute werden immer frecher, es ziehen immer mehr Zensurgelüste durch die
    Luft. Fundamentalisten aller Couleur rüsten auf.

    Die Vorgänge um dieses Buch sind ein sehr, sehr gutes
    Beispiel !
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#8 hwAnonym
#9 atlanaProfil
#10 KonstantinEhemaliges Profil
  • 01.09.2008, 19:12h
  • Diese religiösen Arschlöcher kotzen mich jeden Tag mehr an! Obwohl ich sonst eigentlich auf Arschlöcher stehe!
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