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Der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz erklärte, dass es trotz der Anschläge auf die Berliner Mahnmale für verfolgte Juden und Homosexuelle keine Videoüberwachungsanlagen geben werde.

Damit soll der Charakter der Gedenkstätten als "offen" gewahrt bleiben, so Schmitz. Die Schändungen der Mahnmale bezeichnete der SPD-Politiker im Abgeordnetenhaus als einen "Ausdruck menschenverachtender Gesinnung". Allerdings habe es nicht wie befürchtet massive Attacken gegen die Gedenkstätten gegeben. So seien bei dem Stelenfeld zum Gedenken an die ermordeten Juden, das 2005 eröffnet wurde, bislang "nur" 15 Vorfälle gezählt worden.

Das Berliner Homo-Mahnmal wurde vor zwei Wochen von Unbekannten demoliert (queer.de berichtete). Dabei wurde das Fenster eingeschlagen, durch das man einen Film zwei sich küssender Männer sehen kann. Wenige Tage später sind Hakenkreuze auf das Juden-Mahnmal geschmiert worden. Die Täter konnten bislang nicht ermittelt werden.

Derzeit gibt es in mehreren Ländern Debatten darüber, ob mit Überwachungskameras Straftaten verhindert oder leichter aufgeklärt werden können. Vorreiter ist Großbritannien: Nach Schätzungen soll es dort eine Kamera auf 14 Bürger geben. Allerdings spielen die Kameras in der Aufklärung eine eher untergeordnete Rolle. "Closed-circuit Televion", wie die Überwachungsanlagen auf der Insel genannt werden, war nur in drei Prozent aller Kriminalfälle von Bedeutung, so eine Schätzung der Polizei. Allerdings könnte sich diese Zahl mit besserer Software erhöhen.

In anderen Ländern wie Deutschland wird dagegen mehr Wert auf die Privatsphäre des Einzelnen – auch der Öffentlichkeit – gelegt. So schränkte das Bundesverfassungsgericht erst im März die automatische Erfassung von Nummerntafeln mit Polizei-Kameras stark ein – und beendete damit die Praxis in Schleswig-Holstein und Hessen. (dk)



#1 MichaelAnonym
#2 realityitstrueAnonym
#3 gastAnonym
  • 01.09.2008, 23:46h
  • Da bin ich ja ein wenig Beeindruckt, dass sogar der SPD-Mann gegen präventive Videoüberwachung ist. Sonst fallen die doch auch recht fix um, wenn es um die Aufstellung neuer Verfolgungsmethoden geht.

    Aber wahrscheinlich ist das alles nur ein Vorwand fuer den Mangel an Geld, das "besser" an anderer Stelle angelegt ist. (Damit will ich keinesfalls fuer eine Videoüberwachung werben!)
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#4 Chris_Anonym
  • 02.09.2008, 10:31h
  • Die Überwachung des Mahnmals würde aber auch lohneswert sein. In Bayern z.B. würde dies garantiert durchgesetzt werden, sofern das Mahnmal dort stehen würde. Schließlich könnte man die Betrachter mit den beim Einwohnermeldeamt gespeicherten Passdaten abgleichen und in die "rosa" Liste aufnehmen, natürlich nur präventiv. Mehrfachbesucher wären dann auch höchst verdächtig einzuordnen.
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#5 xyAnonym
  • 02.09.2008, 15:26h
  • "Vorreiter ist Großbritannien" - ja, wo spielt denn "1984"?

    Aber schön, daß man hier auch mal auf Leute trifft, die nicht glauben, umfassende Überwachung mache die Welt besser, beende alle Verbrechen (spätestens wenn wir alle mit Mikrochips versehen sind und man ständig unseren Aufenthaltsort orten kann), Computer und ihre Inhalte könnten nicht manipuliert werden und Papa Staat sei ein ganz Guter, der nur an das Wohl der Menschen denke - eine Vermutung, welche, angesichts gewisser historischer Erfahrungen verständlicherweise, gerade in Deutschland weit verbreitet scheint.
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#6 Katrin
  • 02.09.2008, 18:37h
  • Ich glaube kaum, dass der oder die nächsten, die das Mahnmahl beschädigen werden, unvermummt in die Kammera grinsen werden, vielleicht auch noch ein Handy einschalten und mit Zeitangabe auf einer Tafel hochhalten. Also bringt eine Kammera nichts Gutes. Bleibt nur das mögliche Schlechte. Kameras haben an Gedenkstätten nichts zu suchen. Anders ist das an öffentlichen Plätzen, wo die Leute ihre Bankgeschäft erledigen oder in die U-Bahn einsteigen. Da sind mir die Kameras egal oder sogar lieb.
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#7 gerdAnonym
  • 03.09.2008, 10:02h
  • Letztlich bin ich auch gegen Kameraüberwachungen am Mahnmal. Die Nachteile überwiegen.

    Aber durchaus würde ich es gut finden, wenn in jeder Nacht nach Mitternacht ein Polizist/Sicherheitsdienstmitarbeiter einmal/zweimal/dreimal seinen Rundgang am Homo-Mahnmal und am Holocaust-Denkmal der Juden machen würde. So eine Art von Kontrollrundgang, der jede Nacht zwingend von der örtlichen Polizei/Sicherheitsdienst vorgeschrieben ist. Das würde "ein wenig" Sicherheit mehr bringen, das dort in der Nacht auch "ein wenig" Kontolle vorhanden ist und zu einem gewissen Grad, Randalierer abschrecken. Aber wahrscheinlich kommt dann wieder das Kostenargument, dass sich die Stadt Berlin/der Bund dies nicht leisten kann.

    Aber Polizisten, die in Münster die Fahrradfahrer kontrollieren und permanent jeden Tag dort "abzocken", dafür sind genügend Polizisten im Einsatz. Und bei den Fussballstadien werden auch gleich Hunderschaften von Polizisten hingeschickt. Aber für zentrale Denkmäler ist anscheinend nicht einmal ein Rundgang von einem engagierten (!) Polizisten in der Nacht bezahlbar.

    Dort am Rande des Tiergarten gehört sowieso ein wenig Polizeipräsenz hin.
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#8 bastapapsta
  • 05.04.2009, 22:02h
  • Homohobe Hetze vom Hassprediger und Oberguru der katholischen Kirche, Rehabilitation von Holocoust-Leugnern, durch ehemaliges Mitglied der Hitlerjugend und Flac Helfer, sowie damaliger Napola Anhänger Joseph Ratzinger, wen wundert es, dass dadurch solche Gewaltaktionen gestartete werden. Und am 20. ahrestag der Deutschen Einheit
    jubelt die katholische Rechte diesem Inquisitor und feudalem Herrscher dafür auch noch zu. Pfui !
    Bei solchen Leuten und den aktuellen Nachrichten kriegt man das Kotzen. Wenn die Katholiken nen ARSCH on der Hose haben, dann sorgen sie dafür, dass dieser "Papst" gestürzt wird. Leute, wie Osho ( Bhagwan Shree Rajneesh ), dessen Schüler freiwillig an seinen Weisheiten teilnehmen, werden u. A. auf Drängen des damaligen Kardinal Ratzinger in Haft gebracht, wo sie verfiftet werden, werden als gefährliche Sektenfüherer deklariert, während kirchliche ( in Wirklichkeit vom Staat finanzierte )
    sogenannte soziale Einrichtungen Arbeitnehmer dazu zwingen, in die Kirche einzutreten, und wenn es heraus kommt, dass der Arbeitnehmer homosexuelle Beziehungen führt, wird er gekündigt, wie es zum Beispiel der Rattenschwanz Charitas betreibt. Dieser versklavt übrigens nicht nur das Personal, sondern auch das Klientel, indem es hilflosen Menschen den kath. Glauben aufdrängt. Immer schön weiter wie der Strauss, den Kopf in den Sand stecken und dies übersehen.
    Da hilft einzig und allein die Abschaffung der Kirchensteuer. Aber das wird abgelehnt, da Macht das einzige Interesse ist.

    www.youtube.com/watch?v=Dd4frGTooaw&feature=PlayList&p=BF084
    96CB6529C5F&playnext=1&playnext_from=PL&index=5


    Und Kritik wird von fundamentalistischen Communitys entfernt........
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