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Berlins Integrationsbeauftragter lädt Islam- und Homo-Verbände zum "Runden Tisch gegen Homophobie" ein – der LSVD ruft muslimische Gruppen zur Teilnahme auf.

Im Oktober soll nach dem Willen des Berliner Senates ein Runder Tisch stattfinden, in denen Vertreter von Vereinen und Verbänden über Strategien sprechen sollen, wie die sich häufenden Übergriffe auf Schwule und Lesben eingedämmt werden können. Dazu werden nach Angaben der Stadt Berlin "Vertreter der schwul-lesbischen Community, den Migrantenorganisationen, den islamischen Gemeinschaften sowie staatlichen Institutionen" eingeladen. Anlass für die Einberufung war ein homophober Artikel in einem arabischsprachigen Berliner Anzeigenblatt (queer.de berichtete).

Der Lesben- und Schwulenverband begrüßt die Einrichtung. Er ruft türkische und muslimnische Verbände auf, sich dem Dialog nicht zu verschließen: "Aus Sicht des LSVD ist es wichtig, dass Organisationen wie die Türkische Gemeinde zu Berlin (TGD), der Türkische Bund Berlin-Brandenburg (TBB), die Islamische Föderation, DITIB – die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, die Türkisch-Deutsche Unternehmervereinigung, das Arabische Kulturinstitut und das Islamische Kultur- und Erziehungszentrum jetzt Farbe bekennen und an dem Runden Tisch teilnehmen", erklärte LSVD-Geschäftsführer Alexander Zinn. "Darüber hinaus müssen aber auch Einzelpersonen wie die Rechtsanwältin Seyran Ates und die Autorin Necla Kelek, die sich seit vielen Jahren für das sexuelle Selbstbestimmungsrecht engagieren, eingebunden werden."

Der Berliner Integrationsbeauftragte Günter Piening erklärte, dass im Kampf gegen Homophobie "alle gefordert" seien. Einen besonderen Schwerpunkt wolle er auf die Unterstützung der Schwulen und Lesben mit Migrationshintergrund legen: "Sie sind Vorbilder, die deutlich machen, dass unterschiedliche sexuelle Orientierung auch in den Einwanderergruppen zur Lebenswirklichkeit gehört", so Piening. (dk)



27 Kommentare

#1 Fred_IsraelEhemaliges Profil
  • 02.09.2008, 16:34h
  • ohhh, meine vorbilder Kelek und Ates
    aber diese taffen frauen, werden ja in der linken nicht unterstützt
    frag mich nur, warum es keinen runden tisch mit christen,juden und buddhisten gibt.
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#2 hwAnonym
  • 02.09.2008, 17:26h
  • Antwort auf #1 von Fred_Israel
  • "..müßen wir jetzt die emanzipation ein zweites mal wiederholen?..."

    die muss man leben und jeden tag, auch ökonomisch, darum ringen. beispiel geben und überzeugen.

    wenig hilfreich bei solchen unternehmen sind hass-spacken auf kulturell hohem niveau, die im namen der
    aufklärung und der emanzipation heuchlerisch teilnehmen, um erfolge zu sabotieren.
    um das gefälle zu erhalten, damit sie ihre eigentlichen
    geschäfte weiter treiben können. die kicherfraktion, wie führen wir den moslem clever vor, ist nicht an lösungen interessiert. sie will thesen-bestätigende schlagzeilen.

    hier ein mann, der dies viel besser ausdrücken kann:
    Y. MICHAL BODEMANN, ist Professor für Soziologie an der University of Toronto. Zahlreiche Veröffentlichungen zur klassischen Soziologie und über deutsch-jüdische Beziehungen.

    "Mit dem Antisemitismus-Vorwurf wird versucht, kritische Juden zu disziplinieren.
    Rufmord und rassistische Hetze"

    ...Nur wenige haben sich mit solchen Stammtischerzählungen über "die Muslime" hierzulande so hervorgetan wie Broder...
    Zu diesem Klischee gehört, dass diese "Fremden" die Gesellschaft zersetzen und "wir" so dusselig geworden seien, dieser Gefahr mit "lustvollem Einknicken" zu begegnen. Die Helfershelfer dieser Minderheit stellen ein besonderes Problem dar, denn sie schwächen die Gesellschaft von innen. Früher nannte man sie "Judenfreunde" und sprach von einer "jüdisch-bolschewistischen Verschwörung". Heute schmäht man sie "Multikulti-Illusionisten" und "Freunde der Toleranz".
    Diese Atmosphäre der moral panic und der rassistischen Hetze muss man kennen, um die Debatte über Israelkritik und Antisemitismus zu verstehen. Denn auch die israelische Politik hat die antimuslimische Stimmung nach 9/11 benutzt, um ihre verschärfte Besatzungs- und Siedlungspolitik zu legitimieren. Andererseits hat diese Radikalisierung der israelischen Politik gerade in der jüdischen Diaspora zunehmend Widerspruch hervorgerufen. Hier kommt nun der Antisemitismus-Vorwurf ins Spiel. Zwar kann nicht geleugnet werden, dass Antisemitismus tatsächlich oft in antizionistischer Verkleidung daherkommt, aber das, was weithin als Antisemitismus definiert wird - also "Vorurteil oder Feindschaft gegenüber Juden als Gruppe" - reicht allein nicht aus, um alle Antizionisten als Antisemiten zu verurteilen. Und es reicht schon gar nicht, um alle Kritiker der Olmert-Politik als Antisemiten zu verunglimpfen.
    Leider hat sich der aktuelle Zentralrat der Juden fast vorbehaltlos zum Sprachrohr der israelischen Regierungspolitik von Scharon und Olmert machen lassen. ...
    . Sein Jerusalemer Kollege, der politische Philosoph Schlomo Avineri, meinte dazu, die Kritik an israelischer Politik könne kaum antisemitisch sein, wo doch fast alle israelischen Bürger zum einen oder anderen Zeitpunkt gegen ihre Regierung opponiert hätten. Und das soll nun für Juden in der Diaspora nicht gelten? Oder wo ziehen wir die Grenze? Wenn Vergleiche zu Nazimethoden tabu sind - wie steht es dann mit der Rede von der israelischen Apartheidpolitik?
    Vor allem im Internetmilieu, das sich um Broder herum gruppiert, gehen die Verunglimpfungen noch weit über den Antisemitismus-Vorwurf hinaus. Da wird nicht nur unter jedem Stein nach Antisemiten gesucht wie einst in den USA der Fünfzigerjahre unter McCarthy nach Kommunisten. Da werden, wie in jeder Hexenjagd üblich, die Einschüchterungsversuche und die Beleidigungen persönlich, wenn Henryk M. Broder etwa Frau Hecht-Galinski als "hysterische, geltungsbedürftige Hausfrau" (Alice Schwarzer, wo bleiben Sie?) abtut. Hier möchte man Broder an die Worte des Rechtsanwalts Joseph Welch erinnern, die dieser McCarthy während seiner berüchtigten Anhörungen zurief: "Es reicht. Haben Sie denn überhaupt kein Anstandsgefühl, mein Herr? Haben Sie kein Anstandsgefühl mehr?"

    www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/rufmord-und-rassist
    ische-hetze/
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#3 Fred_IsraelEhemaliges Profil
#4 hwAnonym
  • 02.09.2008, 18:28h
  • Antwort auf #3 von Fred_Israel
  • fred:

    "2 unglaublich geile frauen, die den laden richtig aufgemischt haben.
    wäre schön wenn sie sich daran beteiligen."

    meine rede:

    "...um das gefälle zu erhalten, damit sie ihre eigentlichen
    geschäfte weiter treiben können. die kicherfraktion, wie führen wir den moslem clever vor, ist nicht an lösungen interessiert. sie will thesen-bestätigende schlagzeilen."

    verkaufsfördernde effekt-hascherei ?
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#5 HannibalEhemaliges Profil
  • 02.09.2008, 19:00h
  • Antwort auf #1 von Fred_Israel
  • "Solche Gespräche bringen nichts. In Hamburg hatten wir auch so einen Dialogversuch. Ergebnis: Die Muslime brachen den Dialog ab, mit der Begründung, man werde sich nicht von Schwulenaktivisten auf der Nase herumtanzen lassen."

    Sehe ich genauso! Obwohl ich die Idee grundsätzlich gut finde. Allerdings werden da auch wieder nur die "Fundis" von beiden Seiten aufeinender treffen!
    Und die fundamentalen Muslime werden schwule Gesprächspartner gar nicht für voll nehmen. Genauso wenig wie sie es bei Frauen (evtl. sogar noch Lesben) tun. Aber einen Versuch ist es wert.
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#6 InfernoProfil
  • 02.09.2008, 19:12hBerlin
  • Nachdem übelste Volksverhetzung mit Einladungen zu "runden Tischen" belohnt werden, muss ich mich fragen, ob schon ein Termin für den runden Tisch von NPD'lern und vertretern der jüdischen Gemeinde feststeht...

    Aber während man rechtsexterme die gegen Juden hetzten, völlig zu recht, bekämpft, lädt man die Moslems die gegen Schwule hetzten noch zum gemütlichen Gespräch bei Onkel Wowi ein....

    Schwule bleiben eben Opfer zweiter Klasse. Da wird nicht bestraft, sondern erst noch langwierig diskutiert.

    Es ist was faul im Staate Deutschland....
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#7 hwAnonym
  • 02.09.2008, 19:23h
  • Antwort auf #6 von Inferno
  • "Es ist was faul im Staate Deutschland.."

    zumindest bei einem teil der wahrnehmenden
    und dann falsch gebenden.

    an deinem beitrag ist alles konstruiert.
    keine überspitzung, nein, einfach konstruiert.

    vielleicht sind aber auch nur die berichterstattungen mancher medien, ihre focussierungen und ihr ein-
    und aufpeitschen so fleißig, dass das ergbenis nur faul
    sein kann.

    wer hat übel gehetzt ?
    hat der lsvd seine anzeige zurückgezogen ?
    usw. usf.
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#8 InfernoProfil
#9 hwAnonym
#10 InfernoProfil
  • 02.09.2008, 20:06hBerlin
  • Antwort auf #9 von hw
  • "ah so, und der herausgeber dieses blattes wurde nun belohnend an den runden tisch gebeten ?"
    ----------------------------------------------------

    Nein, aber die religiösen Vertreter seiner Zielgruppe!

    :-))
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