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  • 03. September 2008
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Obwohl in der anglikanischen Kirche offiziell keine bekennenden Homosexuellen mehr zum Bischof gewählt werden sollen, zählt in Wales ein Schwuler zu den Favoriten.

Dr. Jeffrey John ist Medienberichten auf der engeren Auswahlliste für den Posten des Bischofs von Bangor (Nord-Wales). John ist gegenwärtig Dekan der Abtei von St. Albans in England.

Bereits vor vier Jahren war John Kandidat für einen Bischofsposten im englischen Reading. Damals gab es heftige Kritik an der Bewerbung seitens konservativer Christen, die keinen Schwulen an der Spitze der Kirche dulden wollten. Die Nominierung kam zeitgleich mit der Wahl des ersten anglikanischen Bischofs Gene Robinson, der zum Chef der Kirche von New Hampshire bestimmt wurde (queer.de berichtete). John zog seine Bewerbung nach anhaltender Kritik zurück.

Zuletzt hatte es in der anglikanischen Kirche heftige Auseinandersetzungen um Homosexualität gegeben. Während die liberaleren Landeskirchen in Großbritannien, Nordamerika und Australien mehrheitlich Schwule und Lesben aufgeschlossen gegenüber stehen, wollen die afrikanischen und asiatischen Anglikaner eine harte Linie fahren. Zuletzt hatte Rowan Williams, als Erzbischof von Canterbury geistliches Oberhaupt der Kirche von England und Ehrenoberhaupt der anglikanischen Gemeinschaft, an alle Kirchen appelliert, keine Schwulen oder Lesben mehr zum Bischof zu befördern (queer.de berichtete). Allerdings hat er kaum Einfluss auf die walisische Landeskirche. Die Church of Wales ist organisatorisch getrennt von der Church of England.

Der bei liberalen Anglikanern beliebte John lebt seit vielen Jahren mit seinem Partner – einem Pfarrer – zusammen. Er lebe aber im Zölibat, so wie es die englische Kirche von homosexuellen Geistlichen verlange. 2006 ging er eine Eingetragene Lebenspartnerschaft mit seinem Freund ein (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.