Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages  Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | Blogs | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login:  (Anmelden zur Queer Community)
merken  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | TV-Tipps | Erotik || Galerie
  • 04.09.2008           13      Teilen:   |

Vor Papstbesuch: Frankreich spioniert Homo-Gruppen aus

Die französische Polizei überwacht Homo-Gruppen aus Angst vor Übergriffen auf Papst Benedikt XVI, der kommende Woche Paris und Lourdes besuchen wird. Das berichtet die Zeitung "Le Figaro".

Betroffen sei unter anderem die Gruppe "Act Up", die bereits zu Gegendemonstrationen aufgerufen hat. Die Behörden wollten damit Szenen wie beim Weltjugendtag in Sydney verhindern. Hier hatten Demonstranten Kondome in Richtung des Papstes geworfen.

Französische Anti-Terror-Einheiten würden dem Bericht zufolge aber eine ganze Reihe von Aktivisten beschatten, die sich unter anderem für die Öffnung der Ehe einsetzen. Zudem würden Al-Kaida-Anhänger überwacht werden. Nach Angaben des französischen Innenministeriums besteht während des Besuches vom 12. bis zum 15. September eine erhöhte Terrorgefahr. Es seien daher 6.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, eine für französische Verhältnisse sehr große Zahl, wie "Le Figaro" erklärte.

Bereits vor wenigen Monaten herrschte Aufregung unter Homo-Aktivisten, als das französische Innenministerium ankündigte, dass die Polizei Verdächtige auf ihren Computern mit dem Merkmal "homosexuell" versehen können (queer.de berichtete). Ein ähnliches Vorgehen war 2005 in mehreren deutschen Bundesländern auf Kritik gestoßen (queer.de berichtete). Nach Protesten wurde die Datensammlung teilweise wieder eingestellt (queer.de berichtete).

Papst Benedikt XVI hat Staaten wiederholt aufgefordert, Homosexuellen Rechte zu verweigern. So kritisierte er im Mai die Öffnung der Ehe im US-Bundesstaat Kalifornien scharf (queer.de berichtete). (dk)

Mehr zum Thema:
» UN: Frankreich kämpft für Entkriminalisierung von Homosexualität (20.05.08)
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 13 Kommentare
Artikel teilen: (mehr)          
Dieser Bericht ist mir etwas wert: (Info)
     Überweisung   Abo
Tags: frankreich, papst, paris, lourdes, polizei
Service: | pdf | versenden
Folgen: Twitter | Facebook | Google+ | Feeds | Newsletter
Weiterlesen: Politik > Europa | News-Übersicht
Schwerpunkt:
Neu auf queer.de:

Uganda: Präsident unterzeichnet Gesetz gegen HIV-Positive

Homophober Politiker schreibt Hass-Brief an LGBT-Gruppe

Spanische Senatorin: Homos schuld an Staatsschulden


Reaktionen zu "Vor Papstbesuch: Frankreich spioniert Homo-Gruppen aus"


 13 User-Kommentare als Feed (RSS 2.0, ?)

« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
04.09.2008
15:05:04


(+2

Von BDV (Bewegung für einen Demokratischen Vatikanstaat)


Wer überwacht eigentlich diesen Polit-Terroristen Ratzinger??? Selbst wenn der sich Papst nennt, ist er nichts weiteres als ein unbedeutendes Staatsoberhaupt eines nicht demokratischen, völlig unbedeutenden Staates. Und der wagt es, sich in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten einzumischen und keiner hat den Arsch, das Maul aufzumachen???
Demokratie und Freiehti für den Vatikanstaat!!!

Bewegung für einen demokratischen Vatikanstaat! Schluß mit der letzten diktatorischen Staatsführung mitten im Herzen Europas!!! (abgesehen von Andorra und Liechtenstein)


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
04.09.2008
15:05:20


(+3

Von Gerd


Soweit sind wir schon in Frankreich, weil unsere Benedikata mit ihren roten Schuhen und wallenden Kleidern zu Besuch kommt, werden wir ausspioniert ????

Das ist doch wohl echt der absolute Hit. Das bringt mich erst Recht dazu, beim nächsten "Klemmschwestertreffen" des katholischen Klerus vorbeizuschauen.

Es gibt kein besseres, weltweites Theaterstück wie es der Vatikan abliefert: Komödie oder Tragödie ist da nur noch die Frage, wie ich es einsortieren soll.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
04.09.2008
15:16:36


(0

Von hw


wer die überwacht ?
na, die globalen ökonomie-terroristen,
abteilung west. patriarchen übernehmen
die oligarchen ost.
alles beim alten.

die bewaffnung bitte updaten...

Bild-Link:
coldplay-brechen-mit-viva-la-vida-rekorde_huge.jpg


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
04.09.2008
16:05:11


(0

Von hw
Antwort zu Kommentar #3 von hw


immerhin wird noch darüber berichtet.
es vergeht in frankreich keine woche über meldungen
von disziplinierungen unbotmäßiger journalisten
und redakteure. sarkozy läßt säubern und das mit erfolg. unmittelbar geschieht dies bei medien der
milliardärspresse von rüstungs- oder
engergie-oligarchen.
ihr marktanteil liegt bei weit über 50 %.

zur unbotmäßigkeit zählen kritik an sarkozys
innenpolitik, sowie berichte und anflüge von
meinungen, die die schlüssigkeit von angriffskriegen in frage stellt.
wie jüdische friedensorganisationen aus frankreich berichten, kommt zur legitimierung der inquisition gerne die anti-semitismus-keule zum einsatz.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
04.09.2008
16:22:59


(+5

Von VolumePro
Aus Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.06.2008


Ich halte es für richtig, wenn Ratzinger vor Moslem-Extremisten geschützt wird. Immerhin ist R. Staatsoberhaupt eines Staates, der mit der Französischen Republik diplomatische Beziehungen unterhält.

Aber die Ausspionierung von Interessensgruppen, die sich gegen die Meinung der Firma, die R. leitet, richtet, halte ich für skandalös und nicht hinnehmbar.

Was ist mit Frankreich passiert? Warum fällt gerade das Land der Revolution wieder in vor-laizistische Zeiten zurück?
In Frankreich wurde nicht ohne Grund der Staat sehr scharf von der Kirche getrennt. Diese Grenze wird wohl langsam aufgeweicht, was ich für die französische Gesellschaft für sehr bedenklich halte.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
04.09.2008
17:22:36


(-4

Von hw
Antwort zu Kommentar #5 von VolumePro


als citoyen halte ich es für richtig, wenn alle
gegen alle extremisten geschützt werden.
ökonomische, ideologische, religiöse....
es gibt bestimmt noch andere.
nebulöse ?

opferstatistiken ?
der alte ur-meter liegt in paris..


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
04.09.2008
18:15:35


(+3

Von SmartiSaar
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Das ist ja mal wieder der Hammer jetzt werden wir in Frankreich schon mit der Al-Kaida gleichgesetzt. Fehlt nur noch das sie uns unterstellen irgendwo Atombomben gebunkert zu haben. Und wofür das ganze für den Pabst da bekommt der begriff verkehrte Welt ne ganz neue Bedeutung.

Frankreich sollte sich was schämen, denn schließlich gilt auch dort das Recht der freien Meinungsäußerung und was diese Weißkutte aus dem Vatikan so verzapft geht doch auf keine Kuhhaut.

Ich bleib dabei zum Teufel mit dem Papst


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
04.09.2008
19:44:53


(+4

Von xy


Ratze ist natürlich in Sachen Kalifornien schwer angefressen, weil sein Laden dort zu vielen Millionen Schadenersatz bzw. Schmerzensgeld verurteilt wurde, nachdem das eine oder andere Verhalten von Priestern endlich gerichtlich gewürdigt wurde. Dafür mußten dann z.B. Immobilien verkauft werden. In Los Angeles warf man deshalb Nonnen, die in einem "sozial schwachen" Viertel Sozialarbeit betrieben, aus ihrem Haus, um dieses zu verscherbeln. Wie und wo und ob überhaupt sie ihre Sozialarbeit fortsetzen konnten, war dem Herrn Kardinal egal - der hatte genug zu tun mit der neuen Kathedrale, welche er sich gerade hatte bauen lassen. Das ist eben christliche Nächstenliebe und Barmherzigkeit auf römisch-katholische Art.

Wenn so mit den eigenen Schäfchen umgegangen wird, was will man da erstmal im Umgang mit Ungläubigen erwarten? Und bitte keine körperlichen Attacken auf Ratze. Sonst erinnert man sich am Ende noch seiner in zwanzig, dreißig Jahren. So blubbert er die paar Monate, die er noch haben mag, vor sich hin, und dann fährt er hoffentlich an den verdienten Ort.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
04.09.2008
23:20:30


(+2

Von stephan
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Was für ein Theater? Erst versucht Australien den Papst vor Gegendemonstranten zu schützen, nun auch Frankreich ...

Warum soll dieser intolerante, verknöcherte Greis auf seine alten Tagen nicht auch noch lernen dürfen, wie viele Menschen über ihn denken?

Natürlich ist Gewalt nie ein Mittel der Auseinandersetzung mit Andersdenkenden - ich bin mir zwar nicht sicher, dass auch die röm.-katholische Kirche das mittlerweile begriffen hat, glaube vielmehr, dass sie auch heute noch Schwule foltern und auf den Scheiterhaufen verbrennen würde, wenn sie die Macht dazu hätte, aber auf deren Niveau möchte ich mich ohnehin nicht erniedrigen.

Aber: Welche Masse hat schon ein Kondom? Kann man damit den Papst im Panzerglas verletzen, egal wie fest man es wirft? Wohl kaum! Somit ist das Werfen von Kondomen wohl nur eine politische Meinungsäußerung und müsste und sollte nicht verboten werden.
Andererseits ist das Kondomverbot des Vatikans eine handfeste (aus meiner Sicht zutiefst unmoralische) Handlung und müsste angesichts der vielen AIDS-Opfer geahndet werden!
Nun aber diejenigen, die dem alten Oberinquisitor (ehemaligen Präfekt der Glaubenskongregation - Raider heißt heute auch Twix ) ihre Meinung darüber zeigen wollen, vonseiten eines demokratischen Staates zu beobachten und zu beargwöhnen, macht das Mutterland des Rationalismus nur lächerlich!

Was anderes als eine politische Demonstration ist es, wenn das Papamobil durch die Straßen fährt! Gut, zudem ist es noch lächerlich auch ohne Kommentar, aber dagegen muss man in aller Freiheit sagen und zeigen dürfen, was notwendig ist!
Der Papst ist zwar ein Staatsoberhaupt, aber das Staatsoberhaupt eines nicht demokratischen, durch dreisten Betrug entstandenen Staates.

Sebastian Haffner schrieb: "Faschismus ist Oberklassenherrschaft abgesichert durch künstlich erzeugte Massenbegeisterung." Und nun mag jede/r überlegen, ob dies nicht genau auf den Kult der katholischen Kirche und den Kult um den Papst zutrifft! Und dann müssen demokratische Staaten genau überlegen, wie sie einen solchen Menschen, der beständig gegen Minderheiten hetzt und hetzen lässt, empfangen wollen.

Mehr als den Schutz für Leib und Leben kann der Papst - nach meiner Meinung - nicht verlangen! Wenn es ihm unangenehm ist, wie er von den Menschen empfangen wird, dann soll er gefälligst auf seinem 44 ha großen Gelände bleiben (wie Päpste es jahrhundertelang vor ihm getan haben.)
Wer aber so austeilt, wie es gerade dieser Mann immer getan hat, hat auch das Recht verloren, vor Gegendemonstrationen in Schutz genommen zu werden!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
05.09.2008
01:34:00


(+2

Von ehemaligem User Prignitzer
Antwort zu Kommentar #9 von stephan


Bravo für Deinen blitzgescheiten Kommentar, Stephan. Dem ist nichts hinzuzufügen. Oder doch, aber nur so leichthin. Wenn ich von der "Angst vor Übergriffen auf den Papst" lese, dann kommt mich auch ein Grinsen an. - Na so wenig wählerisch oder so arg notstandsgetrieben sind wir Schwule doch wohl allesamt nicht, dass wir uns neuerdings an einem N e u t r u m vergreifen.

Aber dies nur so nebenbei bemerkt. Ansonsten: Alle Achtung, Dein Kommentar trifft's!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12  vor »


Weiterlesen bei Queer.de
>> Schottische Bischöfe warnen vor Homo-"Ideologie"
<< Elton John lobt seine Koks-Nase
—> Nachrichten-Übersicht  |  nach oben  |  Queer-Startseite



 POLITIK - EUROPA

Top-Links (Werbung)
DER SCHWULE WITZ
  • Ein Mann kommt ins Gefängnis. Ihm wird gesagt, wenn Du duschen gehst, wirst du...  lesen »


GAY GAMES
  • Puzzle Dir einen Boy. Oder spiele eine Runde Hangman mit schwulen Begriffen. Zu den Spielen »


 POLITIK


SUCHE


Anderswo
Bild des Tages


Gay Pride


Netzwerke
© Queer Communications GmbH 2014   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos / Banner | Impressum / AGB | Kontakt      | | |