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Die schottische Bischofskonferenz hat das Adoptionsrecht für Schwule und Lesben in Großbritannien als "großes Unrecht" bezeichnet und die Labour-Regierung beschuldigt, neu beschlossene Gesetze würden die "Ideologie" von Homosexualität festigen.

In einem gemeinsamen Papier kritisierten sie die Ausweitung der Rechte von gleichgeschlechtlichen Paaren: "Katholische Adoptionsagenturen müssen nun gleichgültig sein, ob ein Kind einem verheirateten Paar überlassen wird oder einem homosexuell zusammenlebenden Paar. Das ist ein großes Unrecht", so die Kirchenchefs. Sie beziehen sich auf ein 2007 in Kraft getretenes Antidiskriminierungsgesetz, das es auch kirchlichen Adoptionsagenturen untersagt, Schwule und Lesben zu diskriminieren (queer.de berichtete).

Die Bischöfe erklärten weiter, dass es Aufgabe der Politik sei, "die Stabilität von Familien zu fördern": "Wir betonen, wie wichtig die menschliche Familie als Baustein der Gesellschaft ist. Wir haben in Jahrhunderten die Erfahrung gemacht, dass das Wohlergehen der Gesellschaft von der Unterstützung von Familien abhängt". Sie forderten die Regierung daher auf, ein geplantes weiter gehendes Antidiskriminierungsgesetz nicht zu verabschieden. Auch müsse ein Embryonen-Gesetz aufgehalten werden, das es Lesben erleichtert, sich künstlich befruchten zu lassen. Das Gesetz wurde im Mai mit klarer Mehrheit vom Unterhaus beschlossen (queer.de berichtete).

Die katholischen Bischöfe in Schottland versuchten bereits mehrfach, in politische Entscheidungen einzugreifen. Besonders aktiv war Joseph Devine, der Bischof von Motherwell. Er kritisierte wiederholt die Labour-Partei als Marionette der "Gay-Lobby", die mit Holocaust-Denkmälern "das öffentliche Bild einer Gruppe abgeben will, die verfolgt wird". Homo-Aktivisten seien für eine "riesige Verschwörung" verantwortlich. Er lobte zudem die Entscheidung der Richter vor 112 Jahren, Oscar Wilde zu Zuchthaus mit schwerer körperlicher Zwangsarbeit zu verurteilen. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

12 Kommentare

#1 DURAL DELUXEAnonym
  • 04.09.2008, 16:06h
  • lol, was für idioten...

    das mit der homo-verschwörung stimmt aber. wir werden immer stärker, uns werden schon denkmäler gebaut, wir dürfen heiraten und kinder adoptieren. kirche, du hast verloren. wir werden immer stärker.

    ach ja, habe ich den typen auf dem foto nicht mal in der gay-sauna gesehen? vielleicht täusche ich mich aber auch...
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#2 Christoph SteiningerAnonym
  • 04.09.2008, 17:15h
  • Die katholischen Bischöfe in Schottland sind politisch im Abseits. Denn sie vertreten überwiegend die vielen irischen Einwanderer.
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#3 SmartiSaar
  • 04.09.2008, 18:02h
  • Soso die Katholiken machen mal wieder mobil und warnen vor der "Homo-Ideologie" auf Sachen kommen die.

    Aber wenn wir schonmal dabei sind schauen wir uns mal an wie eine solche "Homo-Ideologie" aussehen könnte, mit fallen da auf anhieb doch einige sehr gute Gründe für eine solche Ideologie ein da wären zum beispiel der tolerante Umgang mit allen Menschen, die Gleichheit aller in der jeder die selben Rechte und Pflichten hat und wenn wir schonmal dabei sind gerade wenns um Familie geht der Familiensinn, Studien hierzu gibt es ja genügend schließlich haben die Heteros ja nix besseres zu tun als die Homosexualität bis ins kleinste Detail zu erforschen, egal obs um Regenbogenfamilien geht oder wie lange eingetragene Partnschaften halten (übrigends länger als die der Heteros) und und und. Wenn es also eine solche Ideologie gäbe war ja nix falsches dran gell.

    Davon mal abgesehen sollten sich die Pfaffen mal in ne Therapie begeben um Ihre Wahnvorstellungen los zu werden ist ja echt irre auf was die so alles kommen in letzter Zeit.
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#4 Kalamari
  • 04.09.2008, 18:42h
  • ""Wir betonen, wie wichtig die menschliche Familie als Baustein der Gesellschaft ist. Wir haben in Jahrhunderten die Erfahrung gemacht, dass das Wohlergehen der Gesellschaft von der Unterstützung von Familien abhängt."

    Und wo liegt nun das Problem ?
    Wenn es Schwulen und Lesben erlaubt ist zu heiraten und Kinder zu haben, dann wird er mehr Familien geben.
    Folge: Das Wohlergehen der Gesellschaft wird stärker unterstützt und es geht ihr besser.

    Danke für die nette Vorlage ;)
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#5 hwAnonym
#6 xyAnonym
  • 04.09.2008, 19:35h
  • Mist, jetzt sind uns die frauenlosen Pfaffen auf die Schliche gekommen! Endziel unserer weltumspannenden Verschwörung ist selbstverständlich, Homosexualität verpflichtend einzuführen, für alle Menschen, theoretisch wie praktisch, und Heterosexualität - in Gedanken wie Praxis - unter strengste Strafe zu stellen, um sie völlig auszurotten (was freilich für die Eunuchen fürs Himmelreich keine allzu große Bedrohung darstellen dürfte).

    P.S.: Schwester Devine ist sicher auch vom Umgang der Nazis mit Schwulen begeistert. Das wurde endlich mal richtig aufgeräumt! Und dann noch in so scharfen Uniformen...
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#7 I. Ramos GarciaAnonym
  • 04.09.2008, 21:48h
  • what does this "person", if he deserve that name, say? So far as i feel, what is important is the heart of the people. O. Wilde was made a marthyr, just like Jesus. I am not comparing Wild to Christ, but they commited the crime of being born before proper time, & having ideas very ahead those of the rest of humanity.
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#8 FloAnonym
  • 05.09.2008, 18:11h
  • Und ich warne hiermit vor Bischofs-Ideologie. Denn im Gegensatz zu uns geht es bei denen nicht um Liebe, sondern um blanken Hass!!

    Die menschenverachtende (und unchristliche!!) Haltung der katholischen Kirche ist es, was ich als "großes Unrecht" bezeichne!

    Man sollte eigentlich meinen, dass sie nach Hexenverbrennungen, Kreuzzügen, Inquisition, etc. irgendwann mal dazulernen, aber die sind wohl so sehr ins Reich der Fantasie abgedriftet, dass sie gar nichts mehr schnallen. Eigentlich wären die nur noch peinlich und lächerlich, wenn die nicht so viel Geld und damit viel Macht hätten.
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#9 mok120Profil
  • 08.09.2008, 20:44hNürnberg
  • Irgendwie bin ich ja froh, dass sich die Kirche immer wieder beschwert. Denn wenn wir in einen Zustand gelangen, mit dem die Kirche nicht zufrieden ist, zeigt das, dass wir auf dem richtigen Weg sind (global gesprochen).
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#10 Jensetz
  • 09.09.2008, 03:56h
  • Ach sind wir Homosexuelle jetzt auch schon Ideologen?? Wann fordern wir denn zur Heilung von Heteros auf??

    Das ist in meinen Augen wieder der verbohrte Blick der Kirche! Ich bin der Meinung, dass der Staat gegen solche Polarisierer (Bischofskonferenz) vorgehen muss und sie sich mit ihrer Meinungsäußerung dem jeweils geltenden Recht des Landes zu unterwerfen haben!

    Das ist für mich keine freie Meinungsäußerung mehr, dass fällt in meinen Augen unter den Punkt "Volksverhetzung".

    Sehr schön wäre eine (natürlich angemeldete) Gay-Parade vor den Türen der tagenden Bischofkonferenz, oder besser noch vor der "Staatsgrenze" zum Vatikan!
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