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John McCain hat am Donnerstagabend bei seiner Antrittsrede auf dem republikanischen Parteitag in St. Paul das Thema Homo-Rechte nur am Rande erwähnt: Indirekt kritisierte er Richter, die die Öffnung der Ehe in Massachusetts und Kalifornien angeordnet hatten.

Im familienpolitischen Teil der Ansprache, mit der der 72-Jährige die Nominierung seiner Partei zum Präsidentschaftskandidaten annahm, kritisierte er "Richter, die ihr Amt dazu missbrauchen, Politik zu machen". Viel mehr sollte die Judikative "Gerechtigkeit vorurteilsfrei sprechen", so McCain. Die Republikaner haben wiederholt Richter kritisiert, die aufgrund von Gleichbehandlungsrichtlinien Homo-Rechte erweitert haben. Zuletzt öffnete Kalifornien die Ehe für Lesben und Schwule, weil in der Verfassung des Bundesstaates die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung untersagt ist (queer.de berichtete).

Youtube | John McCain kommt beim Thema Homo-Ehe ins Stottern.

In der patriotischen Rede präsentierte sich McCain als Reformer und unabhängiger Außenseiter und appellierte insbesondere an konservative Werte. So sprach er von der "Kultur des Lebens" – einem Wortspiel, das gerne von Abtreibungsgegnern wie der Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin verwendet wird. McCain selbst hat sich allerdings bislang für das Recht auf Abtreibung ausgesprochen.

Im Gegensatz zum Wahlparteitag vor vier Jahren spielt jetzt das Thema Homosexualität kaum eine Rolle. 2004 hatte Präsident George W. Bush noch unter Konservativen für Stimmen geworben, indem er ein Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe in der Verfassung verankern wollte, um die Ehe vor "allzu aktiven Richtern" zu "schützen" (queer.de berichtete). Die Verfassungsänderung hatte jedoch nie eine Chance auf Erfolg, da eine Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern des Parlamentes nötig ist, sowie eine Dreiviertelmehrheit unter den 50 Bundesstaaten. Senator McCain hatte als einer der wenigen Republikaner gegen die Verfassungsänderung gestimmt. Allerdings unterstützt er die Einschränkung von Homo-Rechten auf Landesebene (queer.de berichtete). (dk)



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#1 gerdAnonym
  • 05.09.2008, 12:04h
  • Also erstmal vorweg: natürlich hoffe ich auf einen Sieg der Demokraten: 8 Jahre Bush-Regierung sind genug. Das ist ganz klar.

    Aber um McCain gerecht zu werden: er ist "längst" nicht so schlimm wie der Bush-Clan, der die USA über viele Jahre dominiert hat. Er und seine Ehefrau Cindy sind homopolitisch und gesellschaftspolitisch nicht "ganz" so konservativ/rechts. So widersprach McCains Ehefrau auch der Vizepräsidentin Palin in deren Ansichten zur Sexualaufklärung an Schulen.

    So gesehen McCain finde ich "nicht so schlimm", wie es bei der Bush-Family der Fall ist. Die McCains sind doch eine andere Politikerfamilie als die Familie Bush in den Reihen der Republikaner.

    Schlimmer hingegen empfinde ich die neu benannte Vizepräsidention Sarah Palin, die Gouverneurin in Alaska ist. Gegenüber Frau Palin dürfte Eva Hermann noch als linke Feministin "durchgehen". Wo ist denn diese waffenvernarrte, Sexualaufklärung in Schulen ablehnende potentielle Vizepräsidentin Palin "ausgebrochen" ?

    Nicht ein McCain dürfte daher das Problem im Falle eines Wahlsieges der Republikaner sein, sondern der Einfluß der Vizepräsidentin Palin dürfte viel problematischer sein (Schulpolitik, Sexualaufklärung, Waffenlobby, Homo-Rechte,...).

    Daher besser ist, wenn Obama gewinnt.
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#2 roterginsengEhemaliges Profil
  • 05.09.2008, 19:18h
  • das war rechter volkstribun und small-town-demagogin.
    gegen die da in washington. gegen die, die zuerst an sich denken, statt an die NATION, egal ob demokraten oder republikaner.
    jetzt kommen die amerikaner-versteher, die "wahren" amerikaner, die praktiker die die quatschbuden aufmischen.

    die geistig moralische wende ?

    demnächst auch bei youtube:

    www.phoenix.de/die_letzte_schlacht/198991.htm

    "....Dafür engagiert sich auch die Fellowship Foundation, die den Aufbau eines Kreises von Auserwählten übernimmt. Sie richtet seit über 50 Jahren das jährliche National Prayer Breakfast in Washington DC aus - eine ideale Gelegenheit für Politiker, Staatsoberhäupter, Diplomaten und Industrielle, Netzwerke zu bilden. Leiter der still im Hintergrund operierenden Organisation ist Doug Coe, eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in Washington. Das offizielle Ziel der "Familie" - wie sich die Organisation selbst nennt - ist es, 200 Weltführer einzusetzen, die von Gott angeführt und in einem Netzwerk von Gebetszellen vereint sind. Bei der Fellowship Foundation gibt es keine Aufzeichnungen, Memos oder Sitzungsprotokolle. Alle Treffen sind streng vertraulich, und nichts dringt vom inneren Kern an die Öffentlichkeit. Somit geht der Einfluss dieser christlichen Organisation weit über die USA hinaus...."
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