Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?9297

Prenzlaus Bürgermeister Hans-Peter Moser (Linke) und sein Templiner Amtskollege Ulrich Schoeneich (parteilos) verweigern der traditionellen LesBiSchwulen Tour durch Brandenburg ihre Unterstützung.

Von Carsten Weidemann

Seit genau zehn Jahren zieht die LesBiSchwule Tour durch Brandenburg, um im Bundesland für Toleranz und Akzeptanz zu werben. Doch ausgerechnet im Jubiläumsjahr gibt es Ärger: Die beiden Städte Prenzlau und Templin verweigern den Veranstaltern der am Montag beginnenden Tour das Hissen einer Regenbogenfahne am Rathaus.

Sowohl der Prenzlauer Bürgermeister Hans-Peter Moser (Linke) als auch sein Templiner Amtskollege Ulrich Schoeneich (parteilos) lehnten das Anliegen ab. In beiden Städten lautete die Begründung, der Mast sei ausschließlich Staatsflaggen vorbehalten. In Prenzlau ist nun lediglich ein Infostand in der Innenstadt geplant, in Templin soll die Flagge an einem Multikulti-Zentrum angebracht werden.

Veranstalterin Gabriele Kerntopf von der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule Belange (LKS) zeigte sich über die Ablehnung überrascht: "Ich dachte, diese Zeiten wären vorbei." Nur in der Anfangszeit hätten die Vereine hart für die Flagge am Rathaus kämpfen müssen. Als Schirmherrin der Tour bedauerte Sozialministerin Dagmar Ziegler (SPD) die Entscheidungen in Prenzlau und Templin. "Es ist schade, wenn Städte nicht bereit sind, ein deutliches Zeichen für Toleranz zu setzen", sagte die Ministerin der Nachrichtenagentur ddp.

Der Vorsitzende des Regionalverbandes Ost der Lesben und Schwulen in der Union (LSU), Matthias Steuckardt, findet die Begründung der beiden Bürgermeister hingegen "in gewisser Weise nachvollziehbar". Er forderte sie jedoch auf, sich Gesten für Toleranz nicht grundsätzlich zu verweigern. Steuckardts Empfehlung: Moser und Schoeneich sollten die Regenbogenfahne statt an den "offiziellen" Fahnenmast einfach "aus dem Fenster ihres Dienstzimmers hängen oder anderweitig sichtbar am Rathaus anbringen".



15 Kommentare

#1 dummfugAnonym
  • 07.09.2008, 12:49h
  • Naja, fragt sich, welche anderen Fahnen schon mal dort aufgezogen wurden. Prinzipiell kann ich soetwas nachvollziehen, auf einem Schiff darf glaube ich in einem fremden Gewässer auch nicht die deutsche Fahne auf Vollmast gezogen werden. Überhaupt ist das Zeigen von Fahnen gewissen Gesetzmäßigkeiten unterzogen.

    Aber man sollte doch nicht alles immer nur nach Vorschriften auslegen, oder eben die Fahne aus dem Fenster wehen lassen. Wer so etwas verweigert, da wäre dann die "Aussage" klar und das kann dann nur verurteilt werden.

    Mehr als 10 Prozent der Bürger einfach unter den Tisch zu kehren (oder denen den Rücken), kann sich das überhaupt noch ein Politiker leisten?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Olaf_LEO
  • 07.09.2008, 13:27h
  • Scheinbar ist das einzige Thema, das Politiker und Wähler der Linkspartei verbindet, Hartz 4. Deswegen dürfen die Linken auch homophob sein, obwohl deren Wahlprogramme uns eigentlich immer positiv erwähnt haben. So ist das aber bei einer Single-Issue-Partei: Wenn es um lieb gewonnene Vorurteile geht, arbeitet man gerne mit der CDU zusammen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 roterginsengEhemaliges Profil
  • 07.09.2008, 14:50h
  • Antwort auf #2 von Olaf_LEO
  • die beiden provinzgnome haben genauso einen an der klatsche, wie homophobe zwerge und und rollenverunsicherte wichte in allen anderen parteien auch.

    die staatstragende "lsu-brücke" empfinde ich als schrott.

    die linke ist anzuschreiben, zu befragen, auch über ihren umgang mit wichten, gnomen und
    parteiprogrammen.

    wenn du repressionen nach innen ansprichst, hartz IV, ist das schon mal gut.
    die älteste traditionslinie der linken ist allerdings die konsequnte ablehnung der aggression nach aussen, die zur finanzierung die repression nach innen braucht.

    so ab ca. kaiserreich, kriegskredite, hungerwinter

    www.marxists.org/deutsch/archiv/liebknechtk/1914/12/reichsta
    g.htm
  • Antworten » | Direktlink »
#4 bananasEhemaliges Profil
  • 07.09.2008, 15:29h
  • SPD-Ude in München und CDU-Schramma in Köln, würden vermutlich, bei dieser Provinz-Posse, vor Lachen, "nicht in den Schlaf kommen".
  • Antworten » | Direktlink »
#5 roterginsengEhemaliges Profil
  • 07.09.2008, 15:43h
  • Antwort auf #4 von bananas
  • sie müßte mit ihm reden:

    Berlin: Kreuzberger Bürgermeisterin hisst Regenbogenfahne
    Die Bürgermeisterin des Berliner Stadtteils Friedrichshain-Kreuzberg, Cornelia Reinauer (PDS), hat heute vor ihrem Rathaus in der Kreuzberger Yorckstraße die Regenbogenfahne gehisst.
    Mit der Beflaggung will der Bezirk anlässlich des bevorstehenden Christopher Street Days ein Zeichen für Toleranz und Gleichberechtigung gegenüber Homosexuellen setzen. (2004)
  • Antworten » | Direktlink »
#6 gatopardo
  • 07.09.2008, 15:57h
  • Antwort auf #4 von bananas
  • @bananas, mein Lieber: Mal was ganz anderes, da ich Dich hier gerade am Wickel habe:Ab Donnerstag sind wir beim Pink-Wave-Festival am Wörthersee, wo Du anscheinend doch nicht gebucht hast ? Von Sonntag auf Montag sind wir in MUC. Kannste mir mal ´nen ordentlichen Schuppen mit Travestie-Darbietungen in Deiner Stadt nennen, damit ich mit meinen ausländischen Gästen Spass habe, ohne dass die Deutsch verstehen müssen ? Schwuplattler finde ich auch nicht im Internet, denn das wäre der absolute Höhepunkt , um die obligaten Hetero-Schuhplattler im HB zu vermeiden! Kannst mir privat antworten. Siehe Kontakt !
  • Antworten » | Direktlink »
#7 ErnstfallProfil
  • 07.09.2008, 17:39hNeukölln
  • Komisch, vor über 4 Jahren war das z.B. am Rathaus von Bad Freienwalde kein Problem, siehe:

    homoticker-homorechte.blogspot.com/

    Da war unser Banner noch ein Dreimaster! Weil grad keine anderen hingen. Ich frage mich: Sind denn die Fahnenstangen an den Tathäusern Prenzlau und Templin schon (oder noch?) aus anderen Gründen alle "besetzt"? Und wenn, warum bitte schön, verehrte Provinzbürgermeister?!

    Handelt es sich bei den betroffenen Orten gar um homobefreite Zonen?

    Osten, pass' uff, wir ham dir uffm Kieker, wa.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 alexander
  • 07.09.2008, 20:14h
  • die "staatsflaggen", die vor diesen rathäusern schon baummelten, sind uns leider nur zu gut bekannt !!!
    diesen diktaturgeschädigten herrschaften scheint es schon wieder viel zu gut zu gehen, dass sie glauben sich soweit aus dem fenster lehnen zu dürfen.
    einfach nur zum kotzen, aber allein diese einstellung sollte heutzutage reichen, um solchen leutchen das mandat zu entziehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 alfAnonym
  • 07.09.2008, 20:26h
  • Die Linkspartei und insbesondere viele ihrer Mitglieder sind kleinkarierter als man uns Schwulen vorgaukeln will und mancher Schwule glauben möchte.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 hwAnonym
  • 07.09.2008, 20:54h
  • @ alf & alexander

    Kleine Karos ???

    Dem Vorsitzenden des CDU nahen reaktionären Studentenverbandes RCDS Gottfried Ludewig, der auch Mitglied des CDU-Bundesvorstandes ist, bereitet ein „Problem“ besondere Kopfschmerzen – wie kann man das deutsche Politiksystem so abändern, dass die „Leistungsträger“ davon noch mehr profitieren? Als Lösung dieses Problems, ersann er eine Wiedereinführung des Klassenwahlrechts, in dem die Wahlstimme der Klasse der „wertvollen Bevölkerungsmitglieder“ - also diejenigen, die arbeiten - doppelt so viel zählt, wie die Stimme der „nicht wertvollen Bevölkerungsmitglieder“, zu denen Ludewig Rentner und Arbeitslose zählt.

    Hier im Bild die kleinen Karos:

    www.spiegelfechter.com/img/wahlr3.jpg
  • Antworten » | Direktlink »