Das US-Magazin "OUT" hat Homo-Promis nach ihrer liebsten Musik befragt und daraus die Liste mit den "100 Gayest Albums" erstellt. Eine Liste mit Überraschungen.
Von Dennis Klein
Als die britische Band "Bronski Beat" im Jahr 1984 die Platte "The Age of Consent" veröffentlichte, war die Einordnung ganz eindeutig. Das ist ein schwules Album! Nicht nur, weil die Bandmitglieder schwul waren, auch in ihren Texten ging es um schwules Leben, Lieben und Leiden. Steve Bronski, Larry Steinbachek und Jimmy Somerville schufen das erste Polit-Synthie-Pop-Album der Musikgeschichte und wurden damit Teil der Bewegung, die für die Emanzipation einer sexuellen Minderheit kämpfte.
Nicht immer ist der Bezug so einfach herzustellen wie hier, aber Musik, die Schwule und Lesben durch ihre Interpreten oder durch ihre Inhalte wie Präsentation anspricht, hat es seit dem Beginn der Popgeschichte gegeben. Seien es die großen Diven und Schwulenmuttis von Barbra Streisand bis Cyndi Lauper, die wir so lieben, seien es die Künstler wie David Bowie, die zumindest eine Weile mit Androgynität und sexueller Uneindeutigkeit spielen. Seien es die verstorbenen Legenden wie Freddie Mercury oder die neue Generation offen schwuler Musiker wie Rufus Wainwright oder Jake Shears von den Scissor Sisters.
Das schwule Magazin "OUT" hat in der aktuellen Ausgabe eine Liste mit den 100 schwulsten Alben veröffentlicht. Dazu fragte die Redaktion bei zahlreichen Homo-Promis nach deren Einschätzung, was auf die Liste gehört. David Bowie landete mit seinem Ziggy Stardust auf dem ersten Platz, The Smiths konnten sich gleich viermal platzieren und Barbra Streisand fehlt überraschenderweise. Immerhin taucht dafür Judy Garland auf. Und sogar die Beatles schafften es mit ihrer Drogenplatte "Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band", wenn auch nur auf Platz 100. Es ist auf jeden Fall eine erfrischende musikalisch-homophile Mischung aus vier Jahrzehnten Popgeschichte. Hier nun die komplette Liste inklusive Links zu Amazon zum Reinhören in die Alben:
(Fortsetzung nach Anzeige)
Die Plätze 1 bis 50
The Smiths stehen öfter in der Liste als die Pet Shop Boys oder Madonna.
Antwort zu Kommentar #2 von DURAL DELUXE: Homophile Alben sind ja nicht zwingend für Homosexuelle gedacht. Gerade wenn das Spiel mit der Androgynität etwas bizarrer und die Musik raffinierter wird teilt sich die Zuhörerschaft mehr in "anspruchsvoll" und "anspruchslos". Damit wird eine Minderheit angesprochen die keineswegs deckungsgleich mit der homosexuellen ist.
Eine eklektische Auflistung ist es allemale.
Von mok120 Aus Nürnberg (Bayern) Mitglied seit 25.06.2008
Eine absolut geile Liste, fast alle meine Helden und Heldinnen sind dabei: Melissa Etheridge, REM, Tracy Chapman, Madonna, Dusty Springfield, ABBA, Carole King (ich wusste gar nicht, dass sie eine Gay-Ikone ist, finde ich super!!!), Cher (auch wenn ich Believe bei weitem nicht als ihr bestes Album einschätze) und Kate Bush! Sogar Joni Mitchell! Toll toll toll!!!
man seid ihr homo. ich habe/hatte wirklich nur zwei davon. sade, und die is nich so typisch hinterlader..und george michaels bestes album, listen without prejudices. alles was danach kam war viel schwuler von ihm. damals war er noch künstlerischer. sein zwangs-outing hat sich negativ auf seine musik ausgewirkt..erinnert man sich an den solotanz im video zu fast love. you tube das mal. geht gar nicht.
naja ich mag ja auch frauen. die kriegt man mit sade weich und mit lenny kravitz. zu i belong to you wurde ich neo- hetero. man war die süße scharf.
vergessen wurde ganz klar mika.
Von maciicx Aus Magdeburg (Sachsen-Anhalt) Mitglied seit 19.05.2008
hab aus der liste:
Antony and the Johnsons, I Am A Bird Now
The Velvet Underground & Nico
Lou Reed, Transformer
Patti Smith, Horses
Le Tigre, Le Tigre
Soft Cell, Non-Stop Erotic Cabaret
Nirvana, Nevermind
weiterhin kommen morrissey, the smiths, rufus wainwright, björk, david bowie, blondie und the gossip mit jeweils anderen alben in meiner sammlung vor.
also 7 alben und 7 weitere künstler, zum teil mit mehreren alben. aber für leute mit musikgeschmack dürfte es sowieso schwer fallen an dieser liste vorbeizukemmen
Queer.de berichtet gestern, dass das US-Magazin “OUT” Homo-Promis nach ihrer liebsten Musik befragt und daraus die Liste mit den “100 Gayest Albums” erstellt hat.
Mich interessiert, werd diese Homo-Promis sind, warum schwule Mu...