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KulturMusik
  • 08.09.2008           15       | | |

Die schwulste Musik aller Zeiten

David Bowie als androgyner Ziggy Stardust auf Platz 1
David Bowie als androgyner Ziggy Stardust auf Platz 1
Das US-Magazin "OUT" hat Homo-Promis nach ihrer liebsten Musik befragt und daraus die Liste mit den "100 Gayest Albums" erstellt. Eine Liste mit Überraschungen.

Von Dennis Klein

Als die britische Band "Bronski Beat" im Jahr 1984 die Platte "The Age of Consent" veröffentlichte, war die Einordnung ganz eindeutig. Das ist ein schwules Album! Nicht nur, weil die Bandmitglieder schwul waren, auch in ihren Texten ging es um schwules Leben, Lieben und Leiden. Steve Bronski, Larry Steinbachek und Jimmy Somerville schufen das erste Polit-Synthie-Pop-Album der Musikgeschichte und wurden damit Teil der Bewegung, die für die Emanzipation einer sexuellen Minderheit kämpfte.

Nicht immer ist der Bezug so einfach herzustellen wie hier, aber Musik, die Schwule und Lesben durch ihre Interpreten oder durch ihre Inhalte wie Präsentation anspricht, hat es seit dem Beginn der Popgeschichte gegeben. Seien es die großen Diven und Schwulenmuttis von Barbra Streisand bis Cyndi Lauper, die wir so lieben, seien es die Künstler wie David Bowie, die zumindest eine Weile mit Androgynität und sexueller Uneindeutigkeit spielen. Seien es die verstorbenen Legenden wie Freddie Mercury oder die neue Generation offen schwuler Musiker wie Rufus Wainwright oder Jake Shears von den Scissor Sisters.

Das schwule Magazin "OUT" hat in der aktuellen Ausgabe eine Liste mit den 100 schwulsten Alben veröffentlicht. Dazu fragte die Redaktion bei zahlreichen Homo-Promis nach deren Einschätzung, was auf die Liste gehört. David Bowie landete mit seinem Ziggy Stardust auf dem ersten Platz, The Smiths konnten sich gleich viermal platzieren und Barbra Streisand fehlt überraschenderweise. Immerhin taucht dafür Judy Garland auf. Und sogar die Beatles schafften es mit ihrer Drogenplatte "Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band", wenn auch nur auf Platz 100. Es ist auf jeden Fall eine erfrischende musikalisch-homophile Mischung aus vier Jahrzehnten Popgeschichte. Hier nun die komplette Liste inklusive Links zu Amazon zum Reinhören in die Alben:

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Die Plätze 1 bis 50

The Smiths stehen öfter in der Liste als die Pet Shop Boys oder Madonna.
The Smiths stehen öfter in der Liste als die Pet Shop Boys oder Madonna.
1. David Bowie, The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders From Mars, 1972
2. The Smiths, The Smiths, 1984
3. Tracy Chapman, Tracy Chapman, 1988
4. Indigo Girls, Indigo Girls, 1989
5. Judy Garland, Judy at Carnegie Hall, 1961
6. The Smiths, The Queen is Dead, 1986
7. Elton John, Goodbye Yellow Brick Road, 1973
8. Madonna, The Immaculate Collection, 1990
9. Cyndi Lauper, She's So Unusual, 1983
10. Antony and the Johnsons, I Am A Bird Now, 2005

11. Hedwig and the Angry Inch Soundtrack, 2001
12. The Velvet Underground & Nico, The Velvet Underground & Nico, 1967
13. Ani DiFranco, Dilate, 1996
14. Erasure, The Innocents, 1988
15. George Michael, Faith, 1987
16. Queen, A Night at the Opera, 1975
17. Lou Reed, Transformer, 1972
18. George Michael, Listen Without Prejudice, Vol. I, 1990
19. The B-52s, The B-52's, 1979
20. Queen, A Day at the Races, 1976

21. David Bowie, Hunky Dory, 1971
22. The Gossip, Standing in the Way of Control, 2006
23. Deee-Lite, World Clique, 1990
24. Sylvester, Living Proof, 1979
25. k.d. lang, Ingénue, 1992
26. Scissor Sisters, Scissor Sisters, 2004
27. Eurythmics, Sweet Dreams (Are Made of This), 1983
28. Queen, The Game, 1980
29. Pet Shop Boys, Actually, 1987
30. Diana Ross, Diana, 1980

31. Sarah McLachlan, Fumbling Towards Ecstacy, 1993
32. The Smiths, Meat Is Murder, 1985
33. The Smiths, Hatful of Hollow, 1984
34. Donna Summer, Bad Girls, 1979
35. Yazoo, Upstairs at Eric's, 1982
36. Madonna, Erotica, 1992
37. Blondie, Parallel Lines, 1978
38. Dusty Springfield, Dusty in Memphis, 1969
39. Laura Nyro and Labelle, Gonna Take A Miracle, 1971
40. Pet Shop Boys, Behavior, 1990

41. Melissa Etheridge, Yes I Am, 1993
42. ABBA, Gold, 1992

43. Prince, Purple Rain, 1984

44. Pet Shop Boys, Very, 1993
45. Bikini Kill, Pussy Whipped, 1993
46. Madonna, Ray of Light, 1998
47. The Magnetic Fields, 69 Love Songs, 1999
48. Cris Williamson, The Changer and the Changed, 1975
49. Patti Smith, Horses, 1975
50. Rufus Wainwright, Poses, 2001

Die Plätze 51 bis 100

Platz 51 für Frankie Goes to Hollywood in ihrem "Lusttempel".
Platz 51 für Frankie Goes to Hollywood in ihrem "Lusttempel".

51. Frankie Goes to Hollywood, Welcome to the Pleasuredome, 1984
52. Kate Bush, Hounds of Love, 1985
53. Culture Club, Colour by Numbers, 1983
54. Tori Amos, Little Earthquakes, 1992
55. David Bowie, Diamond Dogs, 1974
56. Team Dresch, Personal Best, 1994
57. Prince, Dirty Mind, 1980
58. Liz Phair, Exile in Guyville, 1993
59. Bronski Beat, The Age of Consent, 1984
60. R.E.M., Automatic for the People, 1992

61. Sleater-Kinney, Dig Me Out, 1997
62. Jeff Buckley, Grace, 1994
63. Björk, Debut, 1993
64. Patti Smith, Easter, 1978
65. Le Tigre, Le Tigre, 1999
66. Soft Cell, Non-Stop Erotic Cabaret, 1981
67. Hüsker Dü, Candy Apple Grey, 1986
68. Nirvana, Nevermind, 1991
69. Frances Faye, Caught in the Act, 1959
70. Rent original Broadway Cast, Rent, 1996

71. Elton John, Captain Fantastic and the Brown Dirt Cowboy, 1975
72. Donna Summer, Once Upon a Time, 1977
73. Fame Soundtrack, 1980
74. Michael Jackson, Off the Wall, 1979
75. Carole King, Tapestry, 1971
76. Ani DiFranco, Imperfectly, 1992
77. New Order, Substance, 1987
78. The Rocky Horror Picture Show Soundtrack, 1975
79. T. Rex, Electric Warrior, 1971
80.Rufus Wainwright, Want One, 2003

81. Scissor Sisters, Ta-Dah, 2006
82. Cher, Believe, 1998
83. Bette Midler, The Divine Miss M, 1972
84. Cyndi Lauper, True Colors, 1986
85. Nina Simone, Anthology, 2003
86. Madonna, The First Album, 1983
87. Madonna , Confessions on a Dance Floor, 2005
88. Hüsker Dü, Zen Arcade, 1984
89. Fifth Column, To Sir With Hate, 1986
90. Kate Bush, The Kick Inside, 1978

91. Grace Jones, Nightclubbing, 1981
92. Morrissey, Viva Hate, 1988
93. Sade, Lovers Rock, 2000
94. Hair Original Broadway Cast, 1968
95. Culture Club, Kissing to Be Clever, 1982
96. Nick Drake, Bryter Layter, 1970
97. Janis Ian, Between the Lines, 1975
98. Ferron, Testimony, 1980
99. Joni Mitchell, For the Roses, 1972
100. The Beatles, Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band, 1967

Links zum Thema:
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Tags:  out   musik 
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Reaktionen zu "Die schwulste Musik aller Zeiten"


 15 User-Kommentare als Feed (RSS 2.0, ?)

S.  1  2
Die ersten:   
#1
09.09.2008
10:46:44


(0

Von bluboy

Hmmmmmm, ich habe 47 davon... :-) Mal schauen, wer das toppen kann. Damit bin ich wohl sehr gay oder...

Und ... Cyndi nicht Cindy

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#2
09.09.2008
12:39:29


(0

Von DURAL DELUXE

Antwort zu Kommentar #1 von bluboy:
ich nicht, ich habe nur ungefähr bis höchstens 8 alben von da oben.

aber ich bin trotzdem schwul.

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#3
09.09.2008
13:29:24


(0

Von Tufir

Antwort zu Kommentar #2 von DURAL DELUXE:
Homophile Alben sind ja nicht zwingend für Homosexuelle gedacht. Gerade wenn das Spiel mit der Androgynität etwas bizarrer und die Musik raffinierter wird teilt sich die Zuhörerschaft mehr in "anspruchsvoll" und "anspruchslos". Damit wird eine Minderheit angesprochen die keineswegs deckungsgleich mit der homosexuellen ist.
Eine eklektische Auflistung ist es allemale.

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#4
09.09.2008
13:47:43


(+1

Von sternenstaub

Früher: David Bowie, Queen, George Michael ...
Heute: Faaaady und Medlock ):

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#5
09.09.2008
15:14:15


(0

Von maartin

jede menge gute sachen dabei, nur warum läuft dann im standard-schwuppenladen immer so rotze? macht poppers taub?

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#6
09.09.2008
16:05:59


(0

Von mok120
Aus Nürnberg (Bayern)
Mitglied seit 25.06.2008

Eine absolut geile Liste, fast alle meine Helden und Heldinnen sind dabei: Melissa Etheridge, REM, Tracy Chapman, Madonna, Dusty Springfield, ABBA, Carole King (ich wusste gar nicht, dass sie eine Gay-Ikone ist, finde ich super!!!), Cher (auch wenn ich Believe bei weitem nicht als ihr bestes Album einschätze) und Kate Bush! Sogar Joni Mitchell! Toll toll toll!!!

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#7
09.09.2008
16:24:31


(0

Von mundele89

hihi, ich hab kein einziges album von denen im Ranking...

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#8
09.09.2008
18:08:34


(-3

Von lukas

man seid ihr homo. ich habe/hatte wirklich nur zwei davon. sade, und die is nich so typisch hinterlader..und george michaels bestes album, listen without prejudices. alles was danach kam war viel schwuler von ihm. damals war er noch künstlerischer. sein zwangs-outing hat sich negativ auf seine musik ausgewirkt..erinnert man sich an den solotanz im video zu fast love. you tube das mal. geht gar nicht.
naja ich mag ja auch frauen. die kriegt man mit sade weich und mit lenny kravitz. zu i belong to you wurde ich neo- hetero. man war die süße scharf.
vergessen wurde ganz klar mika.

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#9
09.09.2008
18:11:32


(0

Von lukas

Antwort zu Kommentar #7 von mundele89:
du bist ja auch ein küken. britney und christina wurden jetzt noch nich dazu gezählt

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#10
09.09.2008
21:41:06


(0

Von maciicx
Aus Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
Mitglied seit 19.05.2008

hab aus der liste:

Antony and the Johnsons, I Am A Bird Now
The Velvet Underground & Nico
Lou Reed, Transformer
Patti Smith, Horses
Le Tigre, Le Tigre
Soft Cell, Non-Stop Erotic Cabaret
Nirvana, Nevermind

weiterhin kommen morrissey, the smiths, rufus wainwright, björk, david bowie, blondie und the gossip mit jeweils anderen alben in meiner sammlung vor.

also 7 alben und 7 weitere künstler, zum teil mit mehreren alben. aber für leute mit musikgeschmack dürfte es sowieso schwer fallen an dieser liste vorbeizukemmen

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Kommentar-S.  1  2

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#1
10.09.2008

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