Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?9311

Nachdem die Behörden in Mailand Ermittlungen gegen einen Polizisten aufgenommen haben, der einen schwulen Schönheitswettbewerb gewonnen hat, planen seine Kollegen ein Massen-Coming-out.

Polis Aperta, die neu gegründete Organisationen von schwulen Polizisten, erklärte gegenüber italienischen Medien, man habe bereits 200 Mitglieder. Dutzende Polizisten würden beim ersten Treffen am 26. September erstmals öffentlich zu ihrer Homosexualität stehen.

Grund für die Aktion seien Ermittlungen gegen den 33-jährigen Beamten Fabrizio Caiazza, der auf der den "Sex Factor"-Contest bei der britischen Website "Gaydarnation" gewonnen hatte. Caiazza postete dort ein Bild, in dem er mit Uniform zu sehen ist. Er setzte sich daraufhin gegen 46.000 Mitbewerber aus 162 Ländern durch. Er gewann ein Preisgeld in Höhe von 14.000 Euro.

Ein Sprecher der Mailänder Polizei erklärte, Caiazza habe keine Erlaubnis beantragt, in Uniform beim Wettbewerb teilzunehmen. Es werde nun gegen ihn ermittelt, ob er die Polizei "in Verruf" gebracht habe. Wird er für schuldig befunden, könnte er eine Geldstrafe erhalten oder sogar gefeuert werden.

Caiazza sagte, die Ermittlungen zeigten den hohen Grad an Homophobie in der italienischen Polizei. Deswegen würden so viele Beamte ihre Sexualität geheim halten: "Viele Polizisten trauen sich nicht aus dem Versteck, weil sie dann mit Nachteilen rechnen müssten", so Caiazza.

Vladimir Luxuria, eine ehemalige kommunistische Abgeordnete des italienischen Parlamentes, gilt als promineteste Unterstützerin von Polis Aperta. Sie habe als erste transsexuelle Parlamentarierin selbst mit Diskriminierung kämpfen müssen, erklärte sie in einer Pressemitteilung. Luxuria gewann 2006 ein Mandat als Spitzenkandidatin ihrer Partei in Rom, verlor den Sitz aber wieder nach der herben Niederlage der Mitte-Links-Regierung im April 2008 (queer.de berichtete). (dk)



12 Kommentare

#1 roterginsengEhemaliges Profil
#2 Leo20mal6Anonym
  • 09.09.2008, 20:19h
  • zu aufgepumpt, sonst völlig mein beuteschema. wichtig wären natürlich die maße untenrum um das klar zu sagen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 roterginsengEhemaliges Profil
#4 HannibalEhemaliges Profil
#5 Tim_ChrisProfil
  • 10.09.2008, 07:53hBremen
  • Antwort auf #4 von Hannibal
  • Aber bitte mit ausgiebiger Leibesvisitation

    Abgesehen von diesem Schnuckel finde ich es eine feine Aktion der italienischen Polizei. Ob ihm das primär allerdings helfen wird, wage ich zu bezweifeln. Soweit ich weiß muss für jede private Aktion, bei der man seine Dienstuniform tragen möchte, vorher eine Genehmigung einholen, da diese ausschließlich für dienstliche Zwecke gedacht ist. Da könnte man ihm sogar ans Bein pinkeln, wenn er sie ungenehmigt zu einer Privataudienz beim Pope trägt.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 seb1983
  • 10.09.2008, 11:50h
  • Selbstbewusstsein zeigen ist mit Sicherheit nicht verkehrt, da wünsche ich den Italienern viel Erfolg bei.

    Aber wie mein Vorredner bereits sagte:
    Das hätte er sich genehmigen lassen müssen, wäre es dann abgelehnt worden hätte man diskutieren können ob er damit dem Ansehen der Polizei geschadet hätte.

    So hat er schlicht und einfach gegen Dienstvorschriften verstoßen die es so auch in Deutschland gibt. Egal ob Polizei, Bundeswehr oder Feuerwehr, Uniformen sind erstmal nur für den Diensteinsatz da ich den anderen Bürgern darin ein besonderes Bild vermittel.

    Will ich diese nun privat tragen (Hochzeit, Beerdigung, Parade etc) so ist dies genehmigungspflichtig.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 VolumeProProfil
  • 10.09.2008, 13:42hMönchengladbach
  • Homosexuelle Polizisten können für die Polizei als Gesamtapparat eine große Bereicherung sein.

    Besonders in der Bekämpfung homophober Gewalt oder Kriminalität innerhalb der homosexuellen Szene können diese Beamten sehr gut eingesetzt werden.

    Ein Opfer einer schwulenfeindlichen Straftat wird einem schwulen Polizisten eher vertrauen, als einem heterosexuellen Beamten. Es ist der gleiche Effekt wie bei weiblichen Vergewaltigungsopfern. Hier werden auch weibliche Beamte zur Vernehmung der Opfer eingesetzt, denn diese haben zu jenen mehr Vetrauen als zu männlichen Einsatzkräften.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 SiredeRomaAnonym
  • 10.09.2008, 15:39h
  • Nun, jetzt hat er mal 20.00 EUR verdient, nach sienr Entlassung verklagt er den Saustall wegen Homophobie und sexueller Diskrimnimierung am Arbeitsplatz, macht weitere 200.000 EUR, dann dreht er ein paar SM-Streifen und geht anschaffen, schließlich landet er bei einem schwulen Millionär als Bodyguard....

    Keine schlechte Karriere!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Tufir
  • 11.09.2008, 01:46h
  • Antwort auf #5 von Tim_Chris
  • Wie Tim-Chris schon geschrieben hat, gibt es gewisse Richtlinien zu befolgen, wenn ein Polizist seine Uniform trägt.
    Die Uniform lässt von weitem erkennen, dass es sich um eine Person handelt, die die staatliche Gewalt darstellt und mit entsprechenden Rechten ausgestattet ist. Mit gutem Grund ist es nicht erlaubt, sich als Polizist verkleidet durch den öffentlichen Raum zu bewegen. Entsprechend ist eine Ermittlung keine ungerechtfertigte Maßnahme und alleine noch kein Beweis für Homophobie (allerdings befürchte ich, dass spätestens das Ergebnis der Untersuchung diesen Beweis erbringen wird.)
  • Antworten » | Direktlink »
#10 nilsAnonym