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Bei einem schwulen Softball-Turnier in Seattle (US-Bundesstaat Washington) wurden dem zweitplatzierten Team alle Siege im Nachhinein aberkannt. Grund: In der Mannschaft spielten zu viele Heterosexuelle.

Bereits vor rund einem Monat besiegte im "Gay World Series"-Halbfinale das Team D2 aus San Francisco die Atlanta Mudcats. Die Mudcats legten allerdings Widerspruch gegen den Sieg ein, weil angeblich sechs der D2-Spieler auch Frauen nachstellten. Nach den Regeln der North American Gay Amateur Athletic Alliance (NAGAAA) dürfen aber lediglich zwei Spieler hetero- oder bisexuell sein.

Die NAGAAA ermittelte - und kam zum Ergebnis, dass drei der Softballer aus San Francisco falsch gepolt seien - alle Siege wurden damit für ungültig erklärt. D2 wanderte auf den letzten Platz, alle anderen Teams stiegen eine Position nach oben. Die Mudcats verbesserten sich von Platz drei auf Platz zwei, hinter den siegreichen Vipers aus Los Angeles.

Youtube | Impressionen von der Gay World Series 2008

Wie das Homo-Magazin "Edge" berichtet, will das NAGAAA-Kommissionsmitglied aus San Francisco die Entscheidung anfechten. Vincent Suquay erklärte, die "Wahrheitsfindung" sei absurd gewesen: "Den betroffenen Spielern wurde vorgelesen, was die Definition einer homosexuellen Person und einer schwulen Person war", so Suquay. "Aus ihren Antworten wurde dann abgeleitet, ob sie schwul oder hetero sind. Nicht eine Person hat je von sich behauptet, heterosexuell zu sein. Das waren auch keine neuen Spieler, sie haben schon in sechs Turnieren mitgemacht".

Eine derartige Disqualifikation sei bislang einmalig gewesen, erklärte Suquay weiter. Er bezeichnete die Begrenzung von heterosexuellen Spielern zudem als Diskriminierung, die nicht mehr zeitgemäß sei.

Softball gilt hauptsächlich als Frauensportart - es handelt sich dabei um eine Variante von Baseball und zählt zu den beliebtesten Breitensportarten in den Vereinigten Staaten. (dk)



#1 xyAnonym
  • 10.09.2008, 01:16h
  • Oh toll! Ab sechs heterosexuellen Spielern wird zurückdiskriminiert!

    Spiel nicht mit den Hetenkindern!

    Die Mädels von der NAGAA, die über rechtschaffene Homosexualität wachen, sind aber nicht nur deshalb angefressen, weil man ihnen nicht erlaubte, mal ganz persönlich und, äh, eindringlich zu überprüfen, ob die Schwestern aus der Mannschaft auch wirklich welche sind?

    Aber wenigstens mal was Neues: Homos, die sich dagegen wehren, wenn Hetenkerle Kontakt zu ihnen suchen. LOL
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#2 DURAL DELUXEAnonym
  • 10.09.2008, 09:56h
  • "diskriminierung" hin oder her - wo ist der sinn, wenn bei einem homo-turnier in einer homo-mannschaft fast nur heterosexuelle spielen? richtig, nirgendwo.
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#3 RabaukeAnonym
  • 10.09.2008, 10:03h
  • Also das ist ja die Dusseligkeit in Farbe! Huch oder pass auf, wenn ein Hetero sich nähert, oder wie darf ich das jetzt verstehen? Also das die Amis einen heftigen an der Klatsche haben, war und ist mir bekannt. Diese Sache hat in meinen Augen das "Einsteinsche" übertroffen. Übertroffen, fragt man sich, ob´s Universum oder die Dummheit Grenzen besitzt?
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#4 Andreas Stiene - Come-Together-CupAnonym
  • 10.09.2008, 10:55h
  • Dann muß jetzt also die "verbindliche Hetenquote" her oder was?

    Ist denn nicht der tiefere Sinn aller schwul-lesbisch organisierten Sportveranstaltungen, dass es letztlich in einer diskriminierungsfreien Welt solche Sportveranstaltungen garnicht mehr braucht, weil die Integration umfassend gelungen ist!?!

    Das Problem ist und bleibt:

    Einerseits sind die meisten Homosportevents -von Aussen betrachtet- eher ausgrenzend gegenüber Heteros angelegt, anderseits ist da, von der "Innenseite" her betrachtet, ganz klar der große Wohlfühlfaktor unter seinesgleichen - als Minderheit- Sport zu treiben.

    In der Mannschaft in der ich seit 1992 spiele, das "schwule" Cream-Team-Cologne (Fußballabteilung des SC Janus e.V.) spielen seit vielen, vielen Jahren immer min. 3-4 Heteros mit, weil sie und wir das so wollen und richtig finden.

    Die von mir initiierte und von der Community organsisierte Benefiz-Fußballveranstaltung "Come-Together-Cup" macht an die Gesamtgesellschaft in Köln, Essen und Berlin seit vielen Jahren erfolgreich das Angebot, mit uns über den Sport mal direkt zu tun zu haben und es wird fantastisch angenommen. Köln hatte allein 2008 - ca. 18.000 BesucherInnen, die die über 120 Spiele der 50 unterschiedlichsten Fußballteams aus allen Gesellschaftsbereichen im parallelen Frauen- und Männerturnier verfolgten.

    Die VIII. Gay Games 2010 in Köln versuchen richtigerweise mit dem Motto "Be part of it!" einzuladen, bewußt unabhängig von der sexuellen Orientierung.

    Reine Homosportturniere hatten und haben aktuell vielleicht (noch) ihre Berechtigung, aber ich persönlich finde sie auf lange Sicht nicht mehr zeitgemäß.

    Mein persönliches Fazit:
    Wir können doch nicht dauernd Toleranz (genauer Akzeptanz) einfordern und sie dann selber nicht im gleichen Umfang gewähren!

    www.come-together-cup.de
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#5 DURAL DELUXEAnonym
  • 10.09.2008, 11:02h
  • ich habe deinen beitrag nicht ganz gelesen, weil er zu lang war.

    die grundaussage habe ich aber vernommen. ist ja alles schön und gut, aber dann darf sich diese veranstaltung hier nicht "gay" nennen, sondern irgendwas wie "gay and straight friends" oder so, dann sind alle zufrieden. aber so - "gay" - ist es einfach vorspiegelung falscher tatsachen, wenn der großteil hetero ist.

    das werdet ihr doch begreifen, oder?
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#6 xyAnonym
  • 10.09.2008, 23:24h
  • Antwort auf #5 von DURAL DELUXE
  • Ach, und wie prüft man zweifelsfrei nach, ob jemand schwul oder hetero ist? Oder womöglich schon ziemlich schwul, aber leider "nur" zu, sagen wir mal, vierzig Prozent? Und ab wieviel Neigung zum eigenen Geschlecht gildet's denn? Wird allen Turnierteilnehmern vorher Marianne Rosenberg vorgespielt, und wer dabei nicht mit dem Popo zu wackeln beginnt, darf nicht mitmachen?

    Andreas (# 4) hat vom "Wohlfühlfaktor" gesprochen, der bei solchen Veranstaltungen eine wichtige Rolle spielt. Ich kann mich auch wohlfühlen, wenn Heten anwesend sind und diese in mehrheitlich homosexueller Gesellschaft nicht rumzuzicken beginnen. Und wenn das auch noch Hetenkerle sind und die sind womöglich attraktiv und kreischen nicht gleich los, wenn man sie sich genauer anschaut, um so besser.

    Zumal ganz genau hier ein bis heute wesentliches Problem liegt: Viele männliche Wesen haben eine panische Angst davor, ein anderes männliches Wesen könnte sie auch nur attraktiv finden. Von Blicken, Komplimenten, Avancen ganz zu schweigen. Als wenn das ihre eigene "Männlichkeit" ramponieren würde oder Homosexualität ansteckend wäre (letzteres leider bis heute eine offenbar weitverbreitete Vorstellung). Wenn wir endlich soweit wären, daß praktisch alle Männer keine Probleme damit haben, auch mit einem (oder sogar einem Haufen) Schwulen in der Umkleidekabine zu sein oder unter der Dusche zu stehen, wäre sehr viel erreicht.
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