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Einer neuen Gallup-Umfrage zufolge herrschen im EU-Mitgliedsstaat Rumänien nach wie vor große Vorurteile gegenüber Homosexuellen und HIV-Positiven.

Demnach sind 68 Prozent der Rumänen der Meinung, dass Homosexualität eine "schlechte Wahl" sei. 36 Prozent denken sogar, dass Schwule und Lesben eine Geld- oder Gefängnisstrafe erhalten sollten. Zwei Drittel würden es ablehnen, einen homosexuellen Nachbar zu haben.

Zudem erklärte knapp die Hälfte, dass sie keinen Kontakt mit HIV-Positiven wünscht. 30 Prozent gaben sogar an, dass Kinder, die den Virus in sich tragen, nicht mit negativen Mitschülern unterrichtet werden sollen.

Die Umfrage wurde vom nationalen Rat im Kampf gegen Diskriminierung – einer staatlichen Behörde – in Auftrag gegeben. Insgesamt befragte Gallup 1.200 wahlberechtigte Bürger.

Homosexualität ist in Rumänien seit 1996 legal. Das 21 Millionen Einwohner zählende Land ist seit Anfang 2007 Mitglied der Europäischen Union. (dk)



14 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 10.09.2008, 16:07h
  • Es ist immer wieder schockieren zu sehen, wie die selbst Kinder für ihre Zwecke instrumentalisieren... Als ob dieses kleine Mädchen auf dem Bild schon eine Meinung zu dem Thema hätte...

    So wird der Hass schon den kleinen Kindern eingeimpft.
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#2 thomas62Anonym
  • 10.09.2008, 16:22h
  • Ach ja ... Rumänien ist doch dieses Land in welchem es noch vor gar nicht langer Zeit ein sogenanntes LEPRADORF gab. Da wurden die "Aussätzigen" gehalten. Und Rumänien ist doch dieses Land in welchem noch vor gar nicht langer Zeit Kinder auf die Straße geschickt oder gejagt wurden.
    Ich frag mich immer noch was solch ein Land in der EU tut?!?!?!
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#3 Fred_IsraelEhemaliges Profil
  • 10.09.2008, 17:02h
  • warum soviele osteuropäische länder bzw. deren einwohner dies so sehen, ist wohl eine mischung zwischen katholizismus wie in polen und orthodoxie in anderen osteuropäischen staaten, gepaart mit kommunistischer vergangenheit, in der homosexualität verpöhnt und nicht legal war.
    irland, spanien,frankreich ist es ja nicht so, trotz katholen. spielen also noch andere faktoren eine rollen..
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#4 VolumeProProfil
  • 10.09.2008, 18:45hMönchengladbach
  • Hier sieht man mal wieder, dass Staaten wie Rumänien nicht in die Europäische Union gehören.
    Ihre Werte unterscheiden sich sehr stark von denen westeuropäischer Staaten.

    Wenn wir uns die Gründungsmitglieder der Europäischen Union anschauen, kann man feststellen, dass es es dort ein sehr homogenes Wertegerüst gibt.
    Auch die Nachzügler Spanien und Portugal machen hier sehr große Fortschritte und Spanien, sehr katholisch und ohne große demokratische Tradition, überholt die Gründungsmitglieder in einigen Bereichen der Anti-Diskriminierung.

    Wenn wir uns die EU-Grundrechtecharta anschauen, kann man sehr schnell erkennen, dass dort die Homosexualität ein geschütztes Rechtsgut ist und die Nicht-Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung ein europäisches Ziel ist.
    Hinsichtlich dessen kann man sich fragen, warum Staaten die EU-Mitgliedschaft verliehen wurden, in denen die Anti-Diskriminierung nur auf dem Papier, aber nicht in der Wirklichkeit existiert.
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#5 LukasAnonym
  • 11.09.2008, 10:02h
  • ihr müsst das optimistisch sehen: "demonstration gegen den CSD" ist doch "fortschrittlich", sprich es gibt einen csd. dass erstmal noch dagegen gewettert wird ist nur zeichen der zeit. denkt mal 25 jahre später.
    dass es wirklich so eine schwere geburt ist überall die homosex. zu akzeptieren, bekräftigt meine aktuelle these, dass homophobie auch eine psycho-genetische wurzel haben muss und nicht nur durch kirche und gesellschaft verursacht wird.
    sprich, dass "der mann von einem anderen mann(vater) penetriert werden könnte oder gar in der phantasie gewünscht wird", so massiv angstbesetzt sein muss, dass es solche auswirkungen mit sich bringt. ungefähr so.
    was meint ihr.
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#6 Chris_Anonym
  • 11.09.2008, 10:20h
  • Die Meinung wird sich auch in Rumänien noch positiv ändern. Es dauert halt ein wenig. Das Land ist aber auf einem guten Weg, man kann nicht erwarten, dass in einem ehem. russ. Satellitenstaat in dem es jahrelang ein Verbrechen war, die Homosex. plötzlich von allen bejubelt und akzeptiert wird. Dies benötigt halt ein wenig. D brauchte auch ewig, eh es hier halbwegs normal wurde, schwul zu sein. Und es ist gut, dass Rumänien in der EU ist und die nächste Generation die EU Grundrechte vertritt, eine Ausgrenzung von Rumänien und Co fördert doch nur einen Anschluss bzw. Orientierung an Russland. Habt doch ein wenig Geduld. Man kann ein Volk nicht von heute auf morgen ändern, das dauert halt ein bissl.
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#7 Chris_Anonym
  • 11.09.2008, 10:23h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • Na ja Kinder werden auch zum CSD mitgeschleppt und man weiß gar nicht, ob diese "Demo" tatsächlich die Meinung dieser Kinder vertritt. Das gleiche gilt für Eltern, die ihre Kinder mit zu DGB / ver.di Veranstaltungen oder auch Anti-Kernkraft-demos mitschleppen. Von daher finde ich es nicht wirklich schockierend - eher traurig.
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#8 roterginsengEhemaliges Profil
  • 11.09.2008, 12:48h
  • Antwort auf #5 von Lukas
  • also mit wurzeln kenne ich mich aus.
    von ginseng, über radikal ( leitet sich vom lateinischen radix=wurzel her) bis zu einer höheren form von zählen, messen, wiegen, schätzen.

    hier zog ein anderer die wurzel:

    "..Der 13-Jährige hat in der Verhandlung ausgesagt, dass er einen "Vater für immer" haben möchte, wie er es auch von seinen Mitschülern kennt. Er wolle bei seinem Pflegevater bleiben, weil er ihn liebe. Auch ein Psychologe setzte sich für die Adoption ein: Er sagte aus, dass der Junge beim Pflegevater in einem "liebevollen und guten Umfeld" mit finanzieller Sicherheit und einer Autoritätsfigur aufwachse.

    Richter David Audlin vom Monroe County Circuit Court erklärte, das Adoptionsverbot bestrafe ohne Begründung eine ganze Gruppe und widerspreche daher sowohl der Verfassung des Bundesstaates Florida als auch der der Vereinigten Staaten. Das Gesetz sei 1977 in einer politisch aufgeladenen Stimmung beschlossen worden, um Schwule "wieder zurück in ihr Versteck" zu schicken. "

    www.queer.de/detail.php?article_id=9321

    so, nach dem ich über das wurzelstöckchen gesprungen bin, überlasse ich die weitere
    erörterung der "psycho....", einer sehr gut möglichen wurzelbehandlung durch antos.

    je größer die angst um den kalorienerwerb in
    der familie, sippe, gemeinde, community, diözöse, parallelgesellschaft, nation, etc.
    desto größer die angst, nicht den mild, hart und strukturell erzwungenen leitfiguren und handlungsoptionen zu entsprechen.
    "wenn alle so sind wie wir, geht es wider aufwärts" ?

    ich denke, homophobie ist ausdruck einer palette von ängsten, die durch die strukturelle
    gewalt einer vorherrschenden sozialisation entsteht. wenn man hier nicht an die wurzeln geht, treibt das irrationale blüten.

    die vielfalt von "sexualitäten" ist ein produkt der evolution, das gequetscht, verschnippelt und
    deformiert wird, um elite-strategien profitabler zu machen. je nach strategie geht das von physischer und psychischer eleminierung bis zu
    medialer und juristischer idealisierung einer oder mehrer varianten der vielfalt.

    in ökonomisch bedrohlich empfundenen
    geschichtsabschnitten, umso exzessiver.
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#9 TimmAnonym
  • 11.09.2008, 14:02h
  • Rumänien ist arm!
    Rumänische Wirtschaft liegt am Boden!
    Rumänien hat eine katastrophale Arbeitslosenquote!
    Rumänien ist voll von Korruption, Gewalt und organisiertem Verbrechen!
    Rumänien hat ein miserables Gesundheitssystem!
    Rumänien hat ein miserbales Bildungssystem!
    Etc. Etc. Etc.

    Genug ernste Probleme... Sollte man meinen...

    Aber die Rumänen sehen wohl als ihr größtes Problem die Frage an, wer wen liebt. Wenn die keine größeren Probleme haben...

    Soviel Dummheit hat es echt nicht besser verdient!

    Nur schlimm, dass die in der EU sind. Und wenn Sie von der EU Geld bekommen, ist es ihnen plötzlich egal, dass das auch aus Steuern von uns Schwulen und Lesben kommt!

    Wenn wir die schon finanzieren, erwarte ich auch von der EU, dass sie denen klar machen, dass diese faschistische Mittelalterhaltung in der EU nichts zu suchen hat!!
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#10 Chris_Anonym
  • 11.09.2008, 14:57h
  • Antwort auf #9 von Timm
  • Ich glaube nicht, dass der Rumäne an sich es als größtes Problem die Liebe zwischen dem gleichen Geschlecht sieht. Das wird hier auch ein wenig falsch beleuchtet dargestellt.
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