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Ein Gericht im US-Bundesstaat Florida hat ein 31 Jahre altes Adoptionsverbot für Schwule und Lesben für verfassungswidrig erklärt, weil eine erfolgreiche Adoption schließlich im Interesse des Kindes liege.

Geklagt hatte ein 52 Jahre alter schwuler Mann aus Key West, der seit 2001 Pflegevater eines behinderten Kindes ist. Der 13-Jährige hat in der Verhandlung ausgesagt, dass er einen "Vater für immer" haben möchte, wie er es auch von seinen Mitschülern kennt. Er wolle bei seinem Pflegevater bleiben, weil er ihn liebe. Auch ein Psychologe setzte sich für die Adoption ein: Er sagte aus, dass der Junge beim Pflegevater in einem "liebevollen und guten Umfeld" mit finanzieller Sicherheit und einer Autoritätsfigur aufwachse.

Richter David Audlin vom Monroe County Circuit Court erklärte, das Adoptionsverbot bestrafe ohne Begründung eine ganze Gruppe und widerspreche daher sowohl der Verfassung des Bundesstaates Florida als auch der der Vereinigten Staaten. Das Gesetz sei 1977 in einer politisch aufgeladenen Stimmung beschlossen worden, um Schwule "wieder zurück in ihr Versteck" zu schicken.

1991 wurde das Gesetz bereits zwei Mal für verfassungswidrig erklärt. Die Regierung hat sich aber bislang geweigert, es zu ändern, weil noch kein Urteil vor dem Verfassungsgericht erwirkt worden ist.

Ein Totalverbot für Homo-Adoption gibt es in den USA sonst nur in Mississippi. Dagegen erlauben nach Angaben der Human Rights Campaign 46 der 50 Staaten sogar die Adoption von "fremden" Kindern durch Homo-Paare – was wiederum in Deutschland verboten ist. Hierzulande hat die rot-grüne Bundesregierung 2005 lediglich die Stiefkindadoption beschlossen, die von der Union damals als "absolut nicht akzeptabel" angesehen wurde (queer.de berichtete). (dk)



14 Kommentare

#1 JacNsakEhemaliges Profil
  • 11.09.2008, 13:39h
  • Sorry, aber wenn ich DAS Bild sehe, weiss ich wieder genau, warum ich inständig hoffe, dass ein pauschales Adoptionsrecht für Männerpaare noch möglichst weit weg liegt. Schafft euch halt einen Hund an.
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#2 TimmAnonym
  • 11.09.2008, 13:56h
  • Bravo!!

    Da haben Vernunft und Kindeswohl über Hass, Faschismus und Instrumentalisierung von Kindern gesiegt!!
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#3 Thomas62Anonym
  • 11.09.2008, 14:57h
  • Antwort auf #1 von JacNsak
  • Jac-Nsak, lass dich nicht von Bildern täuschen.
    Du darfst getrost darauf vertrauen daß Menschen, egal ob zwei Männer oder zwei Frauen, die Kinder adoptieren wollen durchaus andere Werte im Leben haben als jedes Wochenende als Dragqueen oder Dyke on Bike rumzulaufen. Das sind ja Leute die sich bewußt f ü r ein Kind entscheiden und damit eine Wahnsinnsverantwortung ihr Leben lang auf sich nehmen, im Gegensatz zu Heten die mal kurz in die Kiste springen und "Unfälle" bauen mit denen sie dann nicht umgehen können oder wollen. Die unzähligen Kindermorde bei uns sprechen eine deutliche Sprache für die Reife dieser "Normalen."
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#4 IchAnonym
  • 11.09.2008, 17:17h
  • Antwort auf #1 von JacNsak
  • als nicht-Rheinländer stelle ich mir jedes Jahr zur Karnevalssaison die gleiche Frage, wenn diese ganzen Schunkelsendungen im öfftl. Rechtlichen TV laufen....soll sowas Kinder haben dürfen?
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#5 Chris_Anonym
#6 hwAnonym
  • 11.09.2008, 18:52h
  • Antwort auf #4 von Ich
  • ...zumal sie sich um die lieben kleinen auch so gar nicht sorgen:

    „Eine erhöhte Verbreitung von Gewalt findet sich meist unter den sozial Schwächeren mit weniger Bildung, aus benachteiligten Wohnvierteln und mit schlechteren Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt“, betonte der Kriminologe Klaus Boers von der Universität Münster. Solche Migrantenjugendlichen seien allerdings kaum gewalttätiger als ähnlich benachteiligte deutsche Jugendliche.

    Keinen pauschalen Beleg fanden die Forscher für die These, dass vor allem jugendliche Migranten kriminell werden. In Duisburg konnten sie kaum Unterschiede zwischen Jugendlichen türkischer und deutscher Herkunft im Hinblick auf gewalttätiges Verhalten feststellen..."

    www.welt.de/vermischtes/article2428842/Jugendkriminalitaet-h
    oeher-als-bisher-angenommen.html
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#7 Super MarioAnonym
  • 11.09.2008, 23:46h
  • Antwort auf #1 von JacNsak
  • Wenn ICH DAS Bild sehe, weiß ich wieder genau, warum ich inständig hoffe, dass ein pauschales Adoptionsrecht für Tunten, Transen, Schwule, Lesben und sonstigen Queers möglichst bald kommt.

    Gibt es eigentlich heterosexuelle Männer, die gute Väter sind? Ich habe nämlich in meinem Bekanntenkreis niemanden, der/die von einem solchen Exemplar aufgezogen wurde.
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#8 AntichristProfil
  • 12.09.2008, 06:51hHH
  • Wieder macht uns ein anderes Land vor, wie es menschenrechtlich richtig wäre.
    Es spricht absolut nichts gegen die Homo-Adoption, außer der Angst der Heten, das wir ihnen auch in Familiendingen unsere Überlegenheit beweisen könnten.
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#9 DragonWarrior
#10 JacNsakEhemaliges Profil
  • 12.09.2008, 14:50h
  • Antwort auf #9 von DragonWarrior
  • Ich auch, also ich hab´ ihn immer noch.
    Als Mensch manchmal etwas eigenwillig, aber als Vater steht er bei mir ganz oben. Und er ist defintiv hetero. Ich hab´ auch überhaupt nichts gegen aufgeräumte Heteromänner, viele die ich kenne, halte ich für potentiell gute Väter und zwar nicht mal nur so eben kurz zur Aushilfe, sondern als lebenslanges Projekt.
    (das ist hier nämlich das Entscheidende, da stimme ich Thomas62 zu)
    Für die meisten Schwulen würde ich meine Hand hier auf keinen Fall ins Feuer legen und das liegt nicht daran, dass ich nicht genügend kennen würde. Wenn man es nur mit dem allgemein üblichen Narzissmus oder Minderwertigkeitskomplex zu tun bekommt, hat man meistens noch Glück gehabt.

    Zwei Männer können miteinander kein Kind kriegen. Zwei Frauen theoretisch schon, zwei XX Chromosomen bringen halt immer Mädchen hervor, labortechnisch jedenfalls realisierbar. Das heißt, ein Männerpaar "braucht", um seine Brutambitionen befriedigen zu können, zuerst einmal ein Kind, das von der leiblichen Mutter aufgegeben wurde. Darüber kann ich jetzt meine Fäuste erzürnt gegen den Himmel oder die Erde ballen, das juckt trotzdem keine alte Sau.

    Ich muss dabei an Geschichten von schwulen Pinguinen denken, die sich diebisch ein Ei beschaffen, um es gemeinsam auszubrüten oder an Kobolde im Märchen, die sich ein Menschenkind erhandeln, indem sie anderer Mütter Zwangslagen für sich ausnutzen.

    Die altmodische Bezeichnung "Tragische Veranlagung" bekommt da wieder einen ganz neuen Gehalt. Man würde gerne mitspielen beim Vater/Mutter/Kind Karneval, aber ach, Mütterchen Natur, das blöde Miststück, hat es halt nicht gut gemeint. Klar, gibt es gute schwule Väter. Aber die postulieren keinen verallgemeinernden Blödsinn à la "Heteros sind sowieso schlechte Väter".
    Kinder sind kein emanzipatorisches Accessoire.
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