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In der polnischen Großstadt Posen veranstaltet der schwul-lesbische Verband IGLTA am 17. Oktober eine Seminar unter dem Titel: "Homo-Tourismus: Der am schnellsten wachsende Sektor der Reise-Industrie".

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Tour Salon 2008 statt, der größten "Business-to-business"-Reisemesse Polens. Die International Gay and Lesbian Travel Association (IGLTA) will in diesem Rahmen den Homo-Markt vorstellen. Es wird diskutiert, was schwule und lesbische Reisende erwarten und welche Städte und Gesellschaften sich auf diese Zielgruppe spezialisieren. Außerdem gibt es eine Vorschau auf den Europride 2010, der in Warschau stattfinden wird.

Die Veranstaltung wird organisiert von Piotr Wójcik, dem IGLTA-Botschafter in Polen. Er hatte mit Strawberry Travel vor zehn Jahren die erste schwul-lesbische Reiseagentur des Landes gegründet. Wójcik erklärte, dass sein Land immer noch nicht die Wichtigkeit des schwul-lesbischen Marktes erkannt habe: "Die Reiseindustrie mag das schwul-lesbische Klientel, aber weiß nicht, was dieses erwartet", erklärte Wójcik. "Wir wollen das ändern". So soll Teilnehmern erklärt werden, wie groß der Markt wirklich ist und welche Voraussetzungen an das Label "gay friendly" gebunden sind. "Man wird sehen, dass der schwul-lesbische Markt groß ist und homofreundliche Gesellschaften mit großen Profiten rechnen können."

In den letzten Jahren geriet Polen immer wieder wegen homofeindlicher Regierungspolitik in die Schlagzeilen. Allerdings hat der besonders notorische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski letztes Jahr die Wahlen verloren und musste abtreten (queer.de berichtete). Diesen Sommer gab es auch keine Auseinandersetzungen und Ausschreitungen mehr beim CSD in Warschau (queer.de berichtete), der noch wenige Jahre zuvor verboten worden war.

Die IGLTA ist die größte schwul-lesbische Reiseorganisation der Welt. Mitglied sind 1.400 Gesellschaften aus 53 Ländern. (dk)



#1 VolumeProProfil
#2 alexander
  • 17.09.2008, 17:56h
  • das die reiseindustrie das schwule klientel mag ist wohl jedem klar ! polen ist ein traumhaftes reiseland und die standarts haben sich in den letzten jahren enorm verbessert.
    allerdings ist das selbstverständnis mit schwulen umzugehen nicht mehr so wie es war, dank kirche und staat, aber allemal eine reise wert !
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#3 gatopardo
  • 17.09.2008, 22:05h
  • Es ist tatsächlich so, dass man wegen der unsäglich frömmelnden und homophoben Zwillinge dieses Land gemieden hat. Ich kenne in meinem schwulen Bekanntenkreis viele, die ihre Abneigung gegen Polen nun überwinden wollen, da dort jetzt ein halbwegs besseres Klima für Schwule herrscht. Vielleicht hat auch der EU-Beitritt dazu beigetragen, den man hier immer infrage gestellt hat ?
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