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  • 18. September 2008, noch kein Kommentar

Einer neuen Umfrage scheint die Kampagne zur Abschaffung der Homo-Ehe in Kalifornien an Fahrt zu verlieren.

Laut AP wandten in der repräsentativen Umfrage 55 Prozent gegen eine Verfassungsänderung, die die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert. Nur 38 Prozent unterstützten sie. Das Referendum wird Anfang November abgehalten. Im Mai sprachen sich noch 42 Prozent für das Ehe-Verbot aus, 51 Prozent lehnten es ab (queer.de berichtete).

Im Mai hatte der oberste Gerichtshof das Verbot der Homo-Ehe in Kalifornien für verfassungswidrig erklärt (queer.de berichtete). Kurz darauf legten christliche Aktivisten genug Unterschriften vor, um mit Hilfe der direkten Demokratie die Eheschließungen von gleichgeschlechtlichen Paaren doch noch zu verhindern (queer.de berichtete). In Kalifornien reicht eine normale Mehrheit der Wähler aus, um Verfassungsänderungen zu beschließen.

Der Umfrage zufolge lehnten die Wähler in Los Angeles und San Francisco die Abschaffung der Homo-Ehe am ehesten ab, während es in den ländlichen Gebieten eine Mehrheit für die "traditionelle Ehe" gibt.

Zuletzt hatte es Streit über die Wortwahl beim Referendum gegeben. Justizminister Jerry Brown hatte bei der Volksabstimmung den Satz eingefügt, dass bei Zustimmung zur so genannten "Proposition 8" dem Staat Kalifornien viele Millionen Dollar Steuereinnahmen entgehen würden. Den Wählern dürfe diese Information nicht vorenthalten werden, erklärte der Demokrat.

Der republikanische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat bereits angekündigt, er wende sich gegen die Abschaffung der Homo-Ehe und werde sich in Wahlkampfauftritten für die Rechte von Schwulen und Lesben engagieren. Er hatte zwar zwei Mal zuvor die vom Parlament beschlossene Einführung der Homo-Ehe verhindert, begründete das aber damit, dass er an Basisdemokratie glaube und nur der Wähler eine solche Änderung der Ehe-Definition beschließen könne. (dk)



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