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Der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck fordert die muslimischen Verbände in Deutschland auf, sich offensiv gegen Homophobie auszusprechen.

Der Internetausgabe des "Kölner Stadtanzeiger" sagte Beck: "Sie sich müssen aktiver und vor allem öffentlich gegen Homophobie wenden, weil es Einzelne in den Communitys gibt, die schwulenfeindliche Positionen vertreten und auch antihomosexuelle Gewalt billigen".

Beck wird am Samstag in Köln an der Demonstration gegen den von der rechtspopulistischen Partei "Pro Köln" organisierten "Antiislamisierungskongress" teilnehmen, der am Freitag beginnt. An dem Kongress werden nach Angaben von "Pro Köln" unter anderem Vertreter der österreichsichen FPÖ, der italienischen Lega Nord und des belgischen Vlaams Belang erwartet. Teilnehmen sollen über 1.500 Menschen.

Der Kölner Bundestagsabgeordnete Beck sieht in der Veranstaltung eine Gefahr für das Image seiner Stadt: "Der heute von Rechtspopulisten, Rassisten und Neonazis in Köln organisierte Anti-Islam-Gipfel versucht Köln um seinen Ruf als weltoffene Stadt zu bringen. Die Organisatoren dokumentieren nicht etwa Patriotismus und ihre Liebe zur Stadt, sondern das Gegenteil: Sie versuchen das Image der Stadt Köln als weltoffene, tolerante Metropole in den Dreck zu ziehen", erklärte Beck und forderte: "Das soll ihnen nicht gelingen. Damit die Anti-Köln-Aktivisten mit ihrem Versuch, die Stadt mit brauner Sauce zu besudeln scheitern, rufe ich alle Kölnerinnen und Kölner dazu auf, morgen für ein buntes, friedliches Köln und gegen Ausländerfeindlichkeit in unserer Stadt auf die Straße zu gehen und sich der Hetze gewaltfrei entgegenzustellen".

Zur Gegendemonstration werden 40.000 Menschen erwartet. Zur Teilnahme haben auch der Ausrichter des Cologne Pride sowie der Lesben- und Schwulenverand aufgerufen (queer.de berichtete). (dk)



62 Kommentare

#1 XDAAnonym
  • 19.09.2008, 15:36h
  • Der Islam braucht einen Voltaire von innen. So lange es nicht erlaubt ist den Koran zu interpretieren, sondern nur Wort für Wort anzuwenden, da er eben das Wort Allahs ist, durch Mohammed verkündet, wird keine islamische Gemeinschaft Homosexualität je akzeptieren können / wollen.

    Eine Stellungnahme eines Verbandes kann da auch nicht helfen. Die islamische Gemeinschaft hängt generell hinterher.

    Der Beitrag auf arte gestern Abend war sehr interessant, falls jemand das gesehen hat.
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#2 roterginsengEhemaliges Profil
#3 Tim_ChrisProfil
  • 19.09.2008, 16:29hBremen
  • Eine Demonstration gegen Ausländerfeindlichkeit ist meines achtens aber etwas anderes, als eine Demonstration gegen Anti-Islamisierung. Ein Protest gegen Rassismus würde ich jederzeit und gerne unterstützen. Ein Protest für den Erhalt oder die Einführung einer Religion in Deutschland die derart gegen uns ist, kann ich jedoch keineswegs unterstützen. Aber aus genau dem gleiche Grund würde ich auch niemals bei einer Demonstration für Christentum teilnehmen, denn wenn die Oberen heute könnten, wie sie wollten, würden die Scheiterhaufen auch heute noch für uns brennen.
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#4 XDAAnonym
  • 19.09.2008, 16:36h
  • Antwort auf #2 von roterginseng
  • War das die Lesbe, die für ihr Lesbischsein zumindest wie eine Hure gemäß Sharia bestraft werden wollte - aber keine Strafe zu erwarten hatte, da die Penetration für ein Strafmaß fehlte?! In ihrem religiösen Eifer - so glaube ich - fand sie, dass Mohammed sich für das Wohl der Frauen einsetzte, da er ja den Mann auftrug, die (Ehe)frau zu beschützen - sie muss sich nur unterwerfen. Ihren Augenschein nach, spiegelt sich darin Feminismus wider. Für mich unerklärlich.

    Hast du gesehen, wie religiös das Telefongespräch des einen Schwulen mit seiner Mutter war, der in Ägypten zu einer Haft von drei Jahren verurteilt wurde und nach seiner Flucht aus Paris anrief. Im Auschnitt fielen doch nur Sätze á la "Am Tag des Propheten hab ich das und das gemacht. Ich danke dem Propheten, dass es mir gut geht [...] Allah sei mit Dir. Es gibt keinen Gott ausser Allah und Mohammed ist sein Prophet. So Allah will, werden wir uns wiedersehen ..." Warum begreifen selbst die Verfolgten nicht, dass es die Religion selbst ist, an die sie glauben, die das was sie praktizieren verbietet?! ...
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#5 Tim_ChrisProfil
  • 19.09.2008, 16:40hBremen
  • Antwort auf #1 von XDA
  • "Der Beitrag auf arte gestern Abend war sehr interessant, falls jemand das gesehen hat."

    Der war wirklich interessant, zumal dort muslimischen Schwule und Lesben ihre Erfahrungen schilderten und es nicht von irgendwelchen Dritten erzählt wurde.
    Einerseits beängstigend, andererseits beeindruckend, dass sie trotz ihrer negativen Erfahrungen so sehr an ihrem islamischen Götterglaube hingen.
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#6 roterginsengEhemaliges Profil
  • 19.09.2008, 16:45h
  • heißt natürlich lesbe.

    vielleicht könnte man einen kenner kultureller schnittstellen, wie cem özdemir, befragen
    wo realistische milieus des dialoges aufzuspüren sind.

    zumindest für die türkischen sunnitischen und alevitischen gemeinden.

    als teilnehmer von netzwerken die der us-finanzjongleur george soros unterhält, könnte er in diese überlegungen soros heutige meinung im spiegel berücksichtigen, bei der dieser sogar einen zusammenbruch des welt-finanz-systems für möglich hält.

    ob es dann bauernaufstände gibt, werden dabei luthers geboren ? lassen us-konzerne dies zu (mekka) ?
    werden religiöse sozialrevolutionäre strömungen an kraft gewinnen oder ultra-orthodoxe ? was glaubst du welche der westen unterstützt ? kommen nach den islamischen luthers die voltaires ?
    welche botschaften werden im land- oder stadtproletariat dieser länder zünden ?
    mal global.

    wie werden traditionelle islamische, christliche, jüdische sicherungssysteme auf
    wirtschaftliche krisen in deutschland reagieren ?

    der islam ist evangelisch, was die vielfalt und unabhängigkeit seiner strömungen und prediger betrifft. fragen über fragen.

    becks idee finde ich aber nicht schlecht, wenn sie höflich fordernd daher kommt.

    wie kann man gläubige lesben und schwule
    unterstützen. wo wäre ein anlaufpunkt ?
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#7 roterginsengEhemaliges Profil
  • 19.09.2008, 16:54h
  • Antwort auf #4 von XDA
  • ich habe das auch gesehen.
    tja fred, da hat der westen aus systemstabilisierenden gründen zig jahrzehnte auf kleptokratische eliten gesetzt, die eine wirtschafltiche entwicklung dieser länder,
    mit einem einhergehenden massenmäßig sprürbaren anstieg an aufgeklärtem islamischen
    bürgertum verhinderten.

    ebenso auf solche regimes die den transport
    der ideen der aufklärung über studenten- arbeiterorganisationen und -parteien liquidierten.

    darum verhandelt livni heute mit dem stummel von fatah. gier frißt hirn.

    XDA ist gut !!!
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#8 Piraja
  • 19.09.2008, 17:04h
  • Was Leute wie Volker Beck übersehen, ist dass in einem System, wie dem Islam, wo es einen ganz breiten Konsens darüber gibt, dass auch Heterosexuelle kein Recht auf selbstbestimmte Sexualität haben, Schwule keinerlei Chance haben.

    "Zina", was ungefähr mit Unzucht zu übersetzen ist, ist nach der Scharia und im Bewusstsein sehr vieler Muslime eine todeswürdiges Verbrechen.

    Das Recht beispielsweise für Frauen einen Nichtmoslem zu heiraten, gibt es außer vielleicht in solchen Nischen wie der kemalistischen Oberschicht in der Türkei, so gut nirgends in der islamischen Welt.

    Nach klassischer Scharia darf ein Vater die Tochter in die erste Ehe zwingen und damit dem Ehemann das Recht auf tägliche Vergwaltigung seiner Frau verschaffen. So sieht die Rechtslage auch heute noch in etlichen muslimischen Ländern aus, und selbst dort, wo die Rechtslage anders ist, bleibt die Zwangsehe im Bewusstsein der Muslime etwas Erlaubtes.

    Leute wie Beck leben in einer Scheinwelt, blind für die Realität.

    Zuerst wäre es einmal nötig, öffen über die Dinge zu reden, aber dank der formidablen Mobilisierung gegen die "Rechten" wird jedem aufs Neue klargemacht, dass Islamkritik nicht geduldet wird. Bravo!
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#9 XDAAnonym
  • 19.09.2008, 17:12h
  • Antwort auf #8 von Piraja
  • So ist es. Es ist ja sogar für die Frau strafbar, wenn sie vergewaltigt wird - da eben die Frau den Mann, der sie vergewaltigt hat, verführt hat, denn sonst wäre der Mann offensichtlich nicht über sie hergefallen. Na ja bleibt natürlich nur die Steinigung. --- Wen interessiert denn da, was mit Homosexuellen passiert, die offensichtlich freiwillig gegen den Koran verstoßen?! Wie der Gelehrte gestern meinte, es gibt nur einen Streit im Islam über die Homosexualität, nämlich den, ob Schwule gesteinigt oder geköpft werden sollen.
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#10 roterginsengEhemaliges Profil
  • 19.09.2008, 17:17h
  • Antwort auf #8 von Piraja
  • leute wie beck stehen im leben, sind realistisch,
    problembewußt und zukunftsorientiert.

    schwule lebensentwürfe- und lebenserwartungen werden heute und morgen weltweit von der zentralen kathederale des kapitilismus (wallstreet,ntv) mehr vernichtet, als von mekka oder durchgeknallten imams.

    dass sich beck in dieser weise trotzdem des
    problems der homophobie annimmt, ist ihm hoch anzurechnen.
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