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Zehn Jahre nach seiner spektakulären Klappensex-Festnahme in Los Angeles ist Popstar George Michael wieder auf einer öffentlichen Bedürfnisanstalt verhaftet worden: Diesmal nahmen ihm die Beamten in einem Londoner U-Bahn-Klo übel, dass er illegale Drogen bei sich hatte.

Wie Scotland Yard mitteilte, ist der 45-Jährige am Freitagabend nahe Hampstead Heath festgenommen worden. Er soll Cannabis und Kokain bei sich gehabt haben. Britische Medien berichten, dass die Polizei nach einem Tipp eines Toilettenmannes eingegriffen hat, der Michael bei den Klos herumlungern sah. Die Bedürfnisanstalt ist nur rund zwei Kilometer von der acht Millionen Euro teuren Villa des Popstars entfernt.

Am Sonntag bestätigte die Polizei aber, dass der Drogenbesitz keine Konsequenzen für den gebeutelten Sänger haben würde, weil er nur geringe Mengen der Drogen bei sich hatte. Er konnte deshalb nach einer kurzen Befragung nach Hause gehen – die Beamten verwarnten ihn lediglich.

Das hat bei manchem Offiziellen Verwunderung ausgelöst, wie die konservative Zeitung "Daily Telegraph" berichtet. Sie zitiert einen hochrangigen Vertreter von Scotland Yard: "Die Entscheidung, die Sache nicht weiter zu verfolgen, ist überraschend, weil er schon oft wegen Drogen aufgefallen ist. Man könnte meinen, die Londoner Polizei verfolgt die Reichen und Berühmten nicht". In der Vergangenheit entgingen auch Kate Moss und Amy Winehouse einer Anklage, obwohl sie beim Drogenkonsum fotografiert worden waren.

Der ehemalige Wham!-Sänger George Michael war bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt gekommen – einerseits wegen Drogen, andererseits wegen seiner offen ausgelebten Sexualität. Angefangen hat die Skandalgeschichte 1998, als Michael in Los Angeles beim Cruising in einer öffentlichen Toilette von einem Polizisten in Zivil verhaftet worden war. Der gut aussehende Beamte hatte dem Sänger, der damals seine Homosexualität geheim hielt, offenbar eine Falle gestellt. Er wurde zu 810 Dollar Strafe und 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Der Skandal brachte ihn allerdings wieder in die Schlagzeilen – und in die Hitapraden.

Diese Verhaftung ist aber offenbar kein Versuch, seine Plattenverkäufe in die Höhe zu jagen: Offiziell hat der Sänger im vergangenen Monat seine Bühnenkarriere beendet. (dk)

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37 Kommentare

#1 SaschaEhemaliges Profil
  • 21.09.2008, 17:51h
  • Tja, der Terror des modernen, "demokratischen" Polizeistaates und Denunziantentums kennt offenbar keine Grenzen...
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#2 IchAnonym
  • 21.09.2008, 18:05h
  • Antwort auf #1 von Sascha
  • Ich würde auch jeden Drogenbesitzer sofort an die Polizei verpfeifen. Erstens, ist es eine Straftat und wenn man Kenntnis davon erlangt, muß man es anzeigen. Zweitens sind Drogen todbringende Substanzen. Die gehören aus den Verkehr gezogen (genauso, wie Nikotin aus der Öffentlichkeit verbannt wurde).
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#3 bananasEhemaliges Profil
  • 21.09.2008, 18:29h
  • Antwort auf #2 von Ich
  • Und ich würde mir Birkenstock-Schuhe kaufen, meine Pullover selber stricken und nur noch dort einkaufen wo die meisten Fliegen sind. Beim Öko-Grünzeug. Nicht zu vergessen das Recycling Klopapier, einlagig versteht sich....würg
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#4 LukasAnonym
  • 21.09.2008, 18:38h
  • Antwort auf #2 von Ich
  • Ich hätte ausgesagt, daß ich gesehen habe,
    daß der Toilettenmann Dir die Drogen
    gegeben hat, bevor Du sie an Michael
    verkauft hast.

    Mein Freund hätte mit mir das Gleiche
    ausgesagt.
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#5 SaschaEhemaliges Profil
  • 21.09.2008, 19:27h
  • Antwort auf #2 von Ich
  • Cannabis eine "todbringende Substanz"???

    Deine uneingeschränkte Gehorsamkeit gegenüber der Obrigkeit in allen Ehren, aber du solltest dich zumindest über die Fakten informieren. Cannabis ist aus (unabhängig-kritischer) medizinischer Sicht weitaus ungefährlicher als beispielsweise Alkohol.

    In einer Demokratie muss es auch erlaubt sein, darüber zu diskutieren, ob die Kriminalisierung von Drogenkonsumenten der richtige Weg zur Bekämpfung von Drogenabhängigkeit und des dahinter stehenden organisierten Verbrechens ist.
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#6 xyAnonym
  • 21.09.2008, 19:32h
  • Antwort auf #2 von Ich
  • Nikotin wurde aus der Öffentlichkeit verbannt? In der Kneipe mir gegenüber wird fröhlich weitergequalmt, neuerdings mit dem Hinweis, daß Jugendliche da nicht mehr reindürften. Andernfalls stünden die Herrschaften auf dem Bürgersteig davor und rauchten. Und auch sonst sehe ich überall Leute dem Tabakgenuß frönen, in aller Öffentlichkeit (zumal man es ja in geschlossenen Räumen nicht mehr tun soll). Was ich auch immer öfter mache, selbst wenn ich gar keine Lust darauf habe. Aber man muß ja auch mal ans Gemeinwohl denken. Und wenn Typen wie Du sich ärgern, ist diesem bestimmt geholfen.
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#8 gatopardo
  • 21.09.2008, 19:41h
  • Antwort auf #2 von Ich
  • Wollen wir Deinen Kommentar mal als ironisch beurteilen, denn sonst müsstest Du ja auch jeden Raucher in jedermann zugänglichen "Käfigen" auf Flughäfen oder in der Kälte vor Gebäuden auf der Strasse anzeigen. Man sollte meinen, dass die Polizei andere Sorgen haben könnte, als Abhängige von legalen oder illegalen Drogen bis aufs Klo zu verfolgen.
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#9 ArendAnonym
  • 21.09.2008, 19:41h
  • Antwort auf #2 von Ich
  • Richtig: Man muss die Lüge nur oft genug wiederholen, dann wird sie irgendwann zur Wahrheit. Wie mal jemand bemerkte, dem Du bestimmt gut gefallen hättest.

    Doch auch wenn dessen Zeiten hoffentlich für immer vorbei sind – Kopf hoch: Vielleicht kommst Du ja mal in eine Gegend, wo Schwule sofort denun-, pardon: von aufmerksamen Bürgern den Aufsichtsbehörden gemeldet werden. Weil Schwulsein (eine, nach Ansicht mancher finden, der Gesellschaft und der Moral den Tod bringende Vorliebe) eine Straftat ist und, wenn man Kenntnis davon erlangt, man es anzeigen muß. (Ist denn der Kopf zu etwas anderem da, als Essen hineinzustopfen?) So dass man Dich aus dem Verkehr ziehen und der gerechten Strafe, die dort aufs Schwulsein steht, zuführen kann.
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#10 KonstantinEhemaliges Profil
  • 21.09.2008, 21:13h
  • Antwort auf #2 von Ich
  • "Zweitens sind Drogen todbringende Substanzen. Die gehören aus den Verkehr gezogen (genauso, wie Nikotin aus der Öffentlichkeit verbannt wurde)."

    Erstens: Seit wann ist Kiffen tödlich? Ich fühle mich jedenfalls noch ganz lebendig!
    Zweitens: Seit wann ist Nikotin aus der Öffentlichkeit verbannt? Soviel ich weiss, nur aus Gaststätten - und die gehören nicht zur "Öffentlichkeit"! Die "Öffentlichkeit" ist z.B. Auf der Straße. Und da darf man noch rauchen. Oder weisst du mehr?
    Drittens: Schon wieder einer von diesen Saubermannschwuppen. No Drugs, no Sex, no RocknRoll! Gähn!
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