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"Selbsthass" schlug in "Fremdhass" um: Ein 47-jähriger mehrfacher Vater aus Berlin tötete einen Mann spontan beim Sex – das Landgericht hat den Täter jetzt wegen Mordes aus Heimtücke zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Der arbeitslose Wachmann hatte am 20. April einen leicht behinderten Freund in seiner Plattenbauwohnung in Berlin-Lichtenberg "aus der Situation" heraus ein großen Messer in den Bauch gerammt. Das 41 Jahre alte Opfer, das in einem Heim in Berlin-Westend wohnte, lag mit verbundenen Augen auf der Couch – es war völlig arglos. Der ursprünglich aus Norddeutschland stammende Täter hatte zwar nach der Tat sofort die Feuerwehr alarmiert, das Opfer verblutete aber vor deren Eintreffen.

Das Landgericht wertete nach Angaben der Nachrichtenagentur ddp strafmildern, dass der Angeklagte 2,6 Promille Alkohol im Blut hatte und "unter Selbsthass litt", der in "Fremdhass" umgeschlagen sei. Der Mann ist Vater von sechs Kindern und hat zwei gescheiterte Ehen hinter sich.

Er traf sich seit zwei Jahren mit seinem Opfer. Die Beiden hatten sich durch eine Erotik-Werbung im Fernsehen kennen gelernt. Seitdem haben sich sie wiederholt ihre Sexualität in Sado-Maso-Spielen ausgelebt. Täter und Opfer wussten aber nichts Persönliches voneinander, da sie sich nur zum Sex verabredeten und nicht miteinander sprachen. Es habe sich bei der Tat nicht um einen Sexualmord zur "Befriedigung des Geschlechtstriebs" gehandelt. Daher verurteilte das Gericht den Täter nicht zu einer lebenslangen Haftstrafe.

Der Angeklagte hatte zuvor ausgesagt, dass das Opfer ihn im Vorfeld mehrfach per SMS aufgefordert habe, ihn umzubringen ("Wann tötest Du mich?"). Das sei aber keine ernsthafte Aufforderung gewesen, entschied das Gericht. Der Täter sagte in seinem Schlusswort: "Was ich getan habe, ist unverzeihlich. Es tut mir auch aufrichtig leid." (dk)



#1 ErnstfallProfil
#2 XDAAnonym
  • 23.09.2008, 01:02h
  • Die haben NIE miteinander gesprochen [aber seit 2 Jahren miteinander Sex gehabt]? Kommuniziert wurde anscheinend nur per SMS. Na ja scheinen beide nicht ganz dicht gewesen zu sein.
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#3 RabaukeAnonym
  • 23.09.2008, 10:12h
  • @XDA

    wenn die Beiden seit zwei Jahren nicht weiter geredet haben........dann hat das auch für mich den Eindruck, als hätten die Beiden irgendwie einen am Apfel. Also ich hatte auch mal so ne Affäre mit einem Typ, dieser, welcher mit ner Frau verh: war. Der Stand drauf, sich fesseln usw....etc. Aber!!!!!! Wir haben uns VORHER genaustens unterhalten (Tabu,wünsche,Grenzen).
    Ich will damit sagen, daß ich mir nur schwer vorstellen kann ( es gibt eigentlich nichts was es nicht gibt), daß die Beide nie miteinander gesprochen haben. Komisch..............ist mir teilweise echt zu "hoch".
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#4 Tim_ChrisProfil
  • 23.09.2008, 11:32hBremen
  • Antwort auf #3 von Rabauke
  • Ihr verwechselt da was. Natürlich werden sie miteinander über Vorlieben, Tabus, Wünsche usw. gesprochen haben. Also über Dinge, die sich um ihre sexuellen Sessions drehen. Aber eben nicht über persönliches wie Familie, Beruf, Hobbies usw.

    Zitat: "Täter und Opfer wussten aber nichts Persönliches voneinander, da sie sich nur zum Sex verabredeten"

    Das waren reine Sexdates, die aus keinem anderen Grund zustande kamen, als eben den sexuellen Vorlieben zu frönen. Und da ist der persönliche Hintergrund des jeweiligen Sexpartners scheißegal. Da will man miteinander ficken und sich nicht über Kind, Kegel und Chef aufregen oder Probleme, die man mit dem Lebenspartner hat erörtern.
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#5 RabaukeAnonym
  • 23.09.2008, 17:20h
  • @Tim_Chris

    habsch irgendwie überlesen *g* Fettes Dankeschön für Deine ganzzzzzzzz liebe Klarstellung.

    Lieben Gruß Rabauke
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#6 gatopardo
  • 24.09.2008, 13:57h
  • Antwort auf #4 von Tim_Chris
  • Wer von uns hatte nicht schon eine ähnliche rein sexuelle Beziehung mit jemandem, von dem man nichts weiter wusste als dessen Vorlieben im Bett ? Es kann schon vorkommen, dass es einige schaffen, uns beim Akt zum Wahnsinn zu treiben, aber diese ungezügelte Lust auf Abschlachtungsrituale wäre nun wirklich ein Fall für den Psychiater.
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#7 Tim_ChrisProfil
  • 24.09.2008, 16:18hBremen
  • Antwort auf #6 von gatopardo
  • "aber diese ungezügelte Lust auf Abschlachtungsritual e wäre nun wirklich ein Fall für den Psychiater."

    Das auf jeden Fall. Aber so wie sich das liest dürfte es eher eine Tat im Affekt gewesen sein. Nicht geplant und auch nicht Teil des Sexspiels.
    Ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Täter wegen des genannten Selbsthasses dringend einer Therapie bedarf. Wer sich so sehr hasst, dass er andere deswegen im Kurzschluss tötet, ist einfach krank.
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