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In Blogs ist Mark Buse, der Stabschef von John McCain, als schwul geoutet worden – jetzt wird diskutiert, ob das Outing durch "linke Blogger" gerechtfertigt war.

Die Homo-Aktivisten Mike Rogers und Michael Signorile haben in den letzten Tagen über die Homosexualität von Buse berichtet. Sie berufen sich auf "ungenannte Quellen" sowie den angeblichen Ex-Freund des Stabchefs. Sie kritisierten Buse dafür, dass er für einen Mann arbeite, der Homophobie verbreite.

Die schwul-lesbischen Republikaner – die Log Cabin Republicans – haben inzwischen bestätigt, dass Buse dem gleichen Geschlecht zugeneigt ist. Sie sehen das Outing durch "schrullige, linke Blogger" aber als überflüssig an: "Mark Buse lebt seit Jahren offen schwul", erklärte Log-Cabin-Sprecher Scott Tucker. "Das beweist nur, was wir seit Jahren gesagt haben: John McCain ist ein offener Republikaner, der die besten Leute einstellt unabhängig von deren sexueller Orientierung." Die Angriffe der Blogger wurden auf der Website der Log Cabin Republicans als "Politik der persönlichen Vernichtung" bezeichnet.

Youtube | 'He is a raging queen': In Michael Signoriles Radio-Show 'outet' sich ein weiterer Freund von Mark Buse und berichtet von 'Orgien', die der Republikaner veranstaltete.

Aktivist Michael Signorile widerspricht den Partei-Homos: "Warum ist das wichtig? Weil Mark Buse kein Prominenter ist. Er ist einer der wichtigsten Berater für den Präsidentschaftskandidaten, für einen Mann also, der gegen ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz ist, gegen ein Gesetz zu Hassvergehen, gegen die Homo-Ehe oder Eingetragene Partnerschaften, gegen Adoption durch Schwule und Lesben und gegen die Öffnung des Militärs für Homosexuelle".

Die McCain-Kampagne hat auf Presseanfragen zu diesem Thema bislang nicht reagiert.

Buse begann seine Laufbahn 1984 als Praktikant im Büro von Senator McCain. Er stammt aus einer wohlhabenden Familie aus Arizona, die seit Jahrzehnten in der republikanischen Partei aktiv ist. In den vergangenen Jahren hat Buse auch als Lobbyist in Washington gearbeitet. Er hat dabei große Firmen wie ExxonMobil oder UPS vertreten. (dk)

Youtube | Von Michael Signorile online gestelltes Video: Mark Buse wird von seinem Freund gefilmt.


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16 Kommentare

#1 TimAnonym
  • 25.09.2008, 12:44h
  • Mit dieser Art des medialen Outings bin ich nicht einverstanden. Insbesondere eine "miese" Nummer, wenn der Exfreund Videos aus dem Privatleben ins Internet stellt. Mark Buse lebt bereits offen schwul. Warum müssen jetzt Videos aus seinem Privatleben ins Internet gezogen und weiterverbreitet werden ?

    Auf Menschen wie Mark Buse, der sicherlich die Rechte homosexueller Menschen vorantreibt, kommt es entscheidend an, um die Republikaner zu verändern. Warum werden gerade diese Menschen derart dann von ihren "nächsten" Ex-Angehörigen derart hintergangen ? (verständliche Ausnahme: Mark Buse war in der gescheiterten Beziehung ein "Schwein"; aber das kann ich nicht aus den vorliegenden Informationen erkennen).

    Wenn Mark Buse sich selbst massiv gegen die Rechte homosexueller Menschen öffentlich geäußert hätte, würde ich ein derartiges mediales Vorgehen begrüßen. Aber so finde ich das ganze eher "beschissen", denn hierdurch wird nur die Person Mark Buse geschädigt und dieser Person wird es hierdurch erschwert, sich für homosexuelle Menschen stark zu machen. Daher eigentlich bin ich strikt dagegen, dass die Queer hier die Videos weiterverbreitet, da es der Sache schadet. Es wird nur den Gegnern von homosexuellen Paaren hierdurch geholfen.
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#2 ORLYARLY
  • 25.09.2008, 13:15h
  • Antwort auf #1 von Tim
  • so, so, er treibt die rechte homosexueller menschen voran. interessante behauptung!

    "Er ist einer der wichtigsten Berater für den Präsidentschaftskandidaten, für einen Mann also, der gegen ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz ist, gegen ein Gesetz zu Hassvergehen, gegen die Homo-Ehe oder Eingetragene Partnerschaften, gegen Adoption durch Schwule und Lesben und gegen die Öffnung des Militärs für Homosexuelle".

    was sagst du dazu?

    und überhaupt: der tätowierte typ auf dem ersten bild ist berater von mccain? lol
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#3 ORLYARLY
  • 25.09.2008, 13:17h
  • Antwort auf #1 von Tim
  • ...und außerdem ist es doch sowieso egal, wenn er schon seit jahren offen schwul lebt, wie es behauptet wird. wo liegt dann das problem? eventuell darin, dass er gar nicht so offen gelebt hat? offen - gemessen an den maßstäben der republikaner?
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#4 JacNsakEhemaliges Profil
  • 25.09.2008, 14:16h
  • Mark Buse kann das Ganze überhaupt nicht schaden, wenn er seit Jahren offen schwul ist. Er könnte höchstens den Job verlieren, aber da wird er sich vertraglich abgesichert haben.

    Und wenn die Leute aus der McCain Kampagne pfiffig genug sind, dann wenden sie dieses Outing tatsächlich so drehen, dass die Urheber Homosexualität, die für einen Job keine Relevanz haben sollte, anscheinend als legitime Möglichkeit sehen, um damit politische Gegner zu diffamieren. Außerdem wählen die Leute nicht Buse sondern McCain, der unter den ultra-konservativen und christlichen Wählern ohnehin bloß als das geringere Übel betrachtet wird, um Barack Obama zu verhindern. Unentschlossene konservative schwule Wähler könten McCain aber durchaus politisch attraktiver finden, weil sie sich von solchen Outingaktionen einerseits grundsätzlich abgestoßen fühlen, andererseits McCain zwar konservative aber keine schwulenfeindliche Politik machen wird, da er ja, und hier kommt der lebende Beweis, Mark Buse beschäftigt.

    Das haben wir aber alles bereits im Fernsehen gesehen, als Brian Kinney die Werbekampagne für den reaktionären Bürgermeisterkandidaten von Pittsburgh leitete.
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#5 KonstantinEhemaliges Profil
#6 alexander
  • 25.09.2008, 15:53h
  • es ist tatsächlich sehr schwer vorstellbar, das diese typisch amerikanische knacksackschwuchtel mit dem intelligenten gesichtsausdruck überhaupt den "bumms" spürt ? will sagen, unter "einem der wichtigsten berater", stelle ich mir etwas anderes vor.
    da er ohnehin angeblich offen schwul lebt, konnte er ja schlecht geoutet werden, dass er aber für die reps als stabschef arbeitet ist nicht ok.
    eventuell hält er ja die "stäbe" der rep. senatoren, die immer auf öffentlichen toiletten genötigt werden als chef.
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#7 KlartextAnonym
  • 25.09.2008, 15:56h
  • Keine halben Sachen!

    Das solch eine (Outing)-Kampagne überhaupt noch als Angriff taugt haben wir den Charakteren die sich hinter Bush und McCain zusammenraufen in besonderem Maße zu verdanken.

    Diese politischen Machtfaktoren haben weltweit noch ganz andere, gravierende Auswirkungen auf die Lebensqualität von Schwulen und Lesben. Dagegen vorzugehen ist in erster Linie ein Akt der Notwehr und defensiver Natur.

    Mark Buse tut mir leid, aber er hat sich vor eine Partei gestellt die gerade religiös-konservativen Hetzern und Schwulenhassern anscheinend immer noch einen sicheren Hafen bietet.

    Sollte sich dies mittlerweile doch geändert haben, so haben nun McCain und Palin die Möglichkeit dies klarzustellen, was ich sehr begrüßen würde...
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#8 alfAnonym
  • 25.09.2008, 17:15h
  • Was soll dieser Begriff "outing" wenn jemand seit Jahren offen schwul lebt, also nur eine Meldung. Wäre es auch "outing" wenn gemeldet würde Mrs. Palin sei hetero obwohl sie angabegemäss seit eh und je hetero lebt?
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#9 dreamqueerProfil
  • 25.09.2008, 23:06hAachen
  • Privatleben hin oder her - wer sich als Stabschef des amerikanische republikanischen Präsidentschaftskandidaten in die Öffentlichkeit stellt, muss damit rechnen, dass in seinem Privatleben rumgeschnüffelt wird. Das ist zwar vielleicht nicht richtig, aber der Wähler muss wissen dürfen, welchen Leuten er (direkt oder indirekt) seine Stimme gibt. Und das Privatleben sagt viel über die Gesinnung eines Jeden aus.

    Zudem müssten wir Schwulen uns doch eigentlich freuen, denn einer Partei, die gegen alles, was Homosexualität betrifft, wettert (z.B Homoehe, Adoption, etc.) wird so kräftig der Wind aus den Segeln genommen. Besseres kann da eigentlich nicht passieren, als dass ausgerechnet diese Partei einen Stabschef bekommt, der auf Männer steht. Das ist zwar widersprüchlich, aber so wird jedes Argument gegen uns Homos doch im Vorraus schon zunichte gemacht.
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#10 RabaukeAnonym
  • 26.09.2008, 09:54h
  • Ach????? "1984 startete er sein Kariere als Praktikant?" *g* Wehhhhheeeeee, wer da jetzt böses ahnt *g*. Nicht das am Ende noch heraus kommt, dass Mac Cain im wahren Leben ne "Maggie" ist. Neu und erstaunlich wäre das ja nicht.
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