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Innerhalb eines Jahres hat sich einer Studie zufolge die Zahl der Homosexuellen in Fernsehserien der großen US-Networks verdoppelt.

Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle machten derzeit 2,6 Prozent aller Figuren in fiktionalen Serien aus. Im letzten Jahr lag der Anteil bei nur 1,1 Prozent (2006: 1,3 Prozent). Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Homo-Gruppe Gay and Lesben Alliance Against Defamation (GLAAD). Die Aktivisten analysierten 88 Sendungen der fünf großen Networks (ABC, CBS, Fox, NBC, The CW). Darin tauchten 616 Figuren auf, von denen 16 nicht heterosexuell waren. In der vorhergehenden TV-Saison waren es nur sieben.

"Diese dramatische Zunahme zeigt, wie weit die Networks inzwischen gekommen sind, um komplexe und vielschichtige lesbische, schwule, bi- und transsexuelle Figuren zu kreieren", erklärte GLAAD-Chef Neil Giuliano. Besonders erfreulich sei die Zunahme positiver Homo-Figuren bei Fox gewesen, dessen Meinungskanal Fox News Channel ansonsten Schwule in einem recht schlechten Licht darstellt. Fünf Prozent der Figuren in fiktionalen Fox-Serien sind homosexuell ("Bones", "American Dad"), dahinter folgt ABC mit vier Prozent ("Grey’s Anatomy", "Desperate Housewives"). Als einziger Sender hat CBS überhaupt keine Homo-Figur im Programm.

In Kabelkanälen ist die Anzahl von Homo-Charakteren von 40 auf 32 gesunken. Viele erfolgreiche Serien mit schwulen oder lesbischen Figuren sind hier bereits beendet worden (etwa "Queer as Folk"). Hinzu kommen noch 39 schwul-lesbische Charaktere, die in selbstproduzierten Sendungen der Homo-Kanäle here! und Logo ein Serien-Leben führen. (dk)



#1 FloAnonym
  • 25.09.2008, 13:30h
  • Das ist immens wichtig:
    die Medien können so viel bewirken. Gerade durch zunehmende Präsenz auch in Unterhaltungsformaten, kann sich das Bild und damit auch der gesellschaftliche Umgang massiv ändern.

    Schon ein bisschen traurig, wie leicht Menschen beeinflussbar sind, aber in dem Fall mal sehr gut...
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#2 Hannibal im ExilAnonym
#3 mister6webAnonym
  • 25.09.2008, 16:24h
  • Wer hätte das gedacht: Inzwischen blicken die queeren US-Amerikaner sogar neidvoll nach Deutschland, wo unser alt ehrwürdiges "Erstes" (ARD) mit den Figuren Christian und Oliver in der Daily Soap "Verbotene Liebe" seit etwa einem Jahr neue Maßstäbe im Erzählen schwuler Geschichten setzt. Dank YouTube und einer unermüdlichen Übersetzerin, die die schwule Storyline englisch untertitelt und sukzessive ins Netz stellt, sind die beiden wirklich sympathisch und glaubhaft dargestellten Jungs zu einem weltumspannenden Phänomen geworden mit Fans rund um den Globus. Tenor der US-Kommentare: "Armseliges prüdes Amerika, glückliches Deutschland!"

    de.youtube.com/user/ichglotzutube
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#4 AutobatterieAnonym
  • 25.09.2008, 18:29h
  • Unglücklich getroffen hat es die US-amerikanische Senderkette "PBS" mit einer Episode aus ihrer Kinder-Zeichentrick-Serie "Postcards from Buster" welche den Titel "Sugartime!" trägt.

    Eine Szene in besagter Episode welche insgesamt 10 Sekunden(!) dauert (nachzusehen hier:
    www.youtube.com/watch?v=jhPLHBAO1Kg)
    hat das US Education Department, namentlich eine Angestellte namens Margaret Spellings, dazu bewogen unter Androhung von Entzug von staatlichen Fördermitteln zur Herstellung von Kinderfernsehen die Ausstrahlung dieser Episode landesweit unterbinden zu lassen.

    In der Serie geht es um einen Zeichentrick-Hasen namens Buster, welcher durch die USA reist und die verschiedensten Orte besucht um die Leute vor Ort kennenzulernen und von ihrem Leben zu berichten. In der Episode "Sugartime!" ist Buster zu Besuch auf einer Farm in der Stadt Hinesburg, Vermont, wo überrwiegend Ahornsirup und Käse hergestellt wird. Die ausschlaggebende Szene stellt fest, dass die auf der Farm lebende Familie mit drei Kindern zwei Mütter hat - die Familienfotos zeigen zwei Mütter. Daraufhin Buster "Wow, that's a lot of mom's".

    Die Reaktion seitens der US Behörde versetzte die Verantwortlichen bei PBSkids verständlicherweise in Erstaunen:

    www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A40188-2005Jan26.html

    Ich schließe mich der Meinung eines Kommentarschreibers auf Youtube an, der sinngemäß fragte, wie man so verantwortungslos mit einer absolut harmlosen Szene aus einer Episode einer Zeichentrickserie handeln kann. Heranwachsende lernen an diesem Beispiel und den Reaktionen seitens der Fernsehsender gleich wie es ist, wenn man "anders" ist und wie "andere" darauf reagieren, eine Lektion für den Rest des Lebens. Kein Heranwachsender wird jemals ermutigt offen mit dem umzugehen was er ist, geschweige denn damit umzugehen lernen, daß es Lesben und Schwule gibt.

    Die Verdopplung der Homo-Figuren im "Erwachsenen US-Fernsehen" kann nicht die Schäden reparieren, die durch die Zensur des völlig harmlosen Kinderprogramms entstanden ist. Einreihen können sich auch alle Versuche seitens staatlicher und Behörden auf Landesebene, schwule Literatur für Kinder aus Bibliotheken zu verbannen.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.09.2008, 16:57h
  • Ich habe zwar kein Schauspielstudium absolviert, hätte aber große Lust, in einer Serie eine schwule Rolle (egal ob mit kleinem Text oder als Statist) zu übernehmen. Ideal wäre GZSZ, denn das ist meine Lieblingssoap.
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