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  • 25. September 2008, noch kein Kommentar

Über den Wolken ist die Internet-Freiheit nicht grenzenlos. Die australische Fluglinie Qantas stoppte jetzt ihren Onlineservice aus Angst vor Schmuddelseiten.

Von Carsten Weidemann

Seit ein paar Jahren experimentieren diverse Fluglinien mit dem Internetzugang an Bord der Maschinen. So bietet American Airlines diesen Service seit August auf ihren Flügen mit der Boeing 767-200 an. Für einen festen Betrag, der per Kreditkarte bezahlt wird, kann man während eines Fluges unbegrenzt mit dem eigenen Laptop im Web surfen.

Doch nachdem das Unternehmen die Protokolle ausgewertet hatte, die aufzeichnen, welche Adressen aufgerufen worden sind, wurden die Computerexperten mit einer Tatsache konfrontiert, die eigentlich nicht allzu verwunderlich ist. Die Logfiles zeigten jede Menge URLs zu Pornoseiten an.
Die australische Fluglinie Qantas zog nach Bekanntwerden der Statistiken den Stecker beim Onboard-Internet, den sie auf dem nagelneuen Airbus-Riesenjet A380 erst frisch eingeführt hatten. Offiziell hieß es: aus "logistischen und regulatorischen Gründen". Es ist eine heikle Angelegenheit für das Unternehmen, das nicht sicherstellen kann, dass der jeweilige Sitznachbar des Internetnutzers mit Ansichten konfrontiert wird, die er eigentlich gar nicht sehen möchte. Oder sehen darf, weil er minderjährig ist.

Jetzt ist der Provider "OnAir" gefragt, der die Infrastruktur und Technik für Qantas bereitstellt. Es wird dann nur noch ein "gecachtes" Internet geben. Sprich: Der Zugang wird mit Filtern begrenzt. Das Web ist damit erst Ende 2009 an Bord von Qantas-Flugzeugen wieder verfügbar.

Das sich die Gedanken der Fluggäste, die sich auf Langstreckenflügen nach einer Weile langweilen, sehr viel um Sex drehen, belegt auch eine aktuelle Umfrage der Flugsuchmaschine Swoodoo.com, die herausfand: 49 Prozent von rund 1.000 Befragten hätten gern einmal Sex im Flugzeug. Und zehn Prozent gestanden sogar, "es" schon einmal im Flieger getan zu haben.