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Die Organisatoren des ersten schwul-lesbischen Festivals in Sarajewo haben alle weiteren Veranstaltungen abgesagt, nachdem ein Mob am Mittwoch Teilnehmer angegriffen hatte.

"Wir können nicht für die Sicherheit unsere Besucher garantieren, erklärte Veranstalterin Svetlana Djurkovic am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. "Daher ist das Festival hiermit beendet." Eigentlich wollten Schwule und Lesben noch bis Samstag eine Reihe von Veranstaltungen anbieten. Eine Demonstration oder Parade im Freien war nicht geplant.

Europaabgeordnete haben die Gewalt in Sarajewo scharf kritisiert und Bosnien-Herzegowina davor gewarnt, dass derartige Ereignisse eine EU-Mitgliedschaft erschweren könnten: "Es ist sehr feige, wenn Menschen zur Gewalt greifen, weil sie nicht mit der Ansicht anderer übereinstimmen", erklärte der britische Abgeordnete Michael Cashman (Labour), der auch Vorsitzender der schwul-lesbischen Intergruppe im Parlament ist. "Ich muss auch klarstellen, dass Bosnien-Herzegowina zeigen muss, dass es bereit ist für eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union." Das Land führt derzeit Verhandlungen um die Anerkennung als offizieller EU-Beitrittskandidat.

Gestern haben ungefähr 70 Männer während der Eröffnungsveranstaltung in der Innenstadt von Sarajewo CSD-Teilnehmer tätlich angegriffen und mehrere Menschen verletzt (queer.de berichtete). Muslimische Aktivisten hatten zuvor zum Protest gegen den CSD aufgerufen (queer.de berichtete). Sie waren erzürnt, weil die Veranstaltung während des muslimischen Fastenmonats Ramadan stattfindet. Eine Zeitung hatte eine "schnelle Reaktionen von erzürnten Gläubigen" gefordert. Zudem tauchten in ganz Sarajewo Plakate mit der Aufschrift "Tod den Schwulen" auf. (dk)



Ausschreitungen beim CSD Sarajewo

Am Mittwochabend haben Dutzende meist junger Männer versucht, den Start des ersten CSD in Sarajewo zu verhindern – mindestens ein Polizist, zwei Journalisten und mehrere CSD-Teilnehmer wurden verletzt.
Gewaltdrohungen vor CSD: Amnesty appelliert an bosnische Behörde

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat an die bosnischen Behörden appelliert, Gewalandrohungen gegen CSD-Teilnehmer ernst zu nehmen und für einen reibungslosen Ablauf der ersten Gay-Pride-Veranstaltung in Sarajewo, die vom 24. bis zum 27. September stattfindet.
Sarajewo: Religiöse Aktivisten kämpfen gegen ersten CSD

Muslimische Aktivisten kritisieren den für nächsten Monat geplanten CSD als "Festival der Homosexualität", das verhindert werden müsse. Homosexualität setzten sie mit "Sünde und Krankheit" gleich.
#1 FelixAnonym
  • 26.09.2008, 13:21h
  • Der faschistische Mob hat also gesiegt!

    Und Politik, Verwaltung und Polizei konnten (und wollten) das nicht wirklich ändern.

    Damit hat Bosnien-Herzegowina seine Chancen auf einen EU-Beitritt bis auf weiteres verspielt. Dann sollen sie halt weiter in Armut und Dummheit ihrem Hass frönen. Aber in die EU gehören sie definitiv nicht!
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#2 InfernoProfil
  • 26.09.2008, 14:18hBerlin
  • Antwort auf #1 von Felix
  • "Damit hat Bosnien-Herzegowina seine Chancen auf einen EU-Beitritt bis auf weiteres verspielt."
    ---------------------------------------------
    Hast du das gerade stellvertretend für die EU-Staaten beschlossen ja?

    Such doch mal in den großen Nachrichtenmagazinen ob irgendjemanden die CSD Absage in Bosnien interessiert. V. Beck und C. Roth waren auch nicht vor Ort, ergo interessiert das kein Schwein. Die Opfer waren Schwule, die Täter waren nach Angaben von queer.de Muslime, und da nicht sein darf, was nicht sein kann, wird das einfach verschwiegen.

    CSD Absagen kommen nur dann gut Rüber, wenn die Angreifer Rechtsradikale waren, bei Muslimen drückt man schonmal ein Auge zu, die sind halt, wie Frau Roth so schön gesagt hat "kulturell anders geprägt".

    Die Absage selbst ist nur konsequent. In Ländern mit einer größeren Anzahl gewaltbereiter Muslime, wird es nie einen CSD geben, aber das wollen manche ja nicht verstehen. Lieber demonstriert man gegen angebliche "Islamophobie".

    Ich prophezeie euch, diese Absage war erst der Anfang.....das werden interessante und traurige nächste Jahre wür die Schwulenbewegung.
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#3 Fred_IsraelEhemaliges Profil
  • 26.09.2008, 14:27h
  • Antwort auf #2 von Inferno
  • stimmt schon - aber nicht nur die täter waren "muslime", sondern auch die opfer.
    das problem ist halt,da jeder der einen muslimischen vater hat, auch muslim ist.
    obwohl diese leute wahrscheinlich mit dem islam nichts zu tun haben - also kulturmuslime sind und einfach so leben wollen wie in westeuropa.
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#4 haEmetProfil
  • 26.09.2008, 17:46hBerlin
  • Wehret den Anfängen! Das ist ein richtiger und wichtiger Satz. Wollen wir wirklich warten, bis auch hierzulande CSD´s abgesagt werden müssen, weil die Schlägerkolonnen der radikalen Islamisten die Veranstaltungen angreifen? Schon vergessen, das in Amsterdam die Bühne des schwullesbischen Straßenfests von radikalen Islamisten gestürmt und Künstler verprügelt wurden? Schon vergessen, das ein radikaler Islamist in Stockholm beim diesjährigen CSD Teilnehmer mit dem Messer angriff und verletzte? Schon vergessen, das vor wenigen Wochen in Berlin nach einem Konzert von DraagKings die Künstler auf offener Straße von Islmaisten angeriffen und verprügelt worden? Und um es ganz klar zu sagen: Es ist kein "Migranten"-Problem, es ist auch kein Problem mit Leuten, die formal Muslime sind, weil es eben der Vater war. Es geht um die radikalen Extremisten, die Fundamentalisten, die Jihadisten, die den Krieg gegen die verhasste westliche Lebensweise führen wollen, die einen Gottesstaat als Vorbild haben, die unsere westliche Wertegemeinschaft durch die Scharia ersetzen wollen.
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#5 MichiCGN
  • 27.09.2008, 07:53h
  • im ehemaligen JUGOS.gab es seit 1945 keine faschisten,die wurde alle nieder gemacht .seit 1945 herrschten die MARXISTEN-LENINISTEN, MAOISTEN,STALINISTEN und TITOISTEN . kurz gefaßt:
    Der TITO-Bolschewisten Mob hat gesiegt !
    Vorsicht ,Vorsicht die Schwulen Hasser kommen auch von LINKS !!!! Nicht nur von RECHTS !!
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#6 stromboliProfil
  • 27.09.2008, 09:03hberlin
  • Antwort auf #5 von MichiCGN
  • noch so ein politversteher!
    Nach baumschule wohl vergessen die weiterführenden schulen zu besuchen?
    Wenigstens die hauptschule hätte, trotz pisa, eine abhilfe bei dir schaffen können; so bleibt die blamage wieder an uns hängen...
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#7 Tim_ChrisProfil
  • 28.09.2008, 00:01hBremen
  • Zum einen mal: Ramadan kam genauso überraschend wie Weihnachten. Von daher hätte man dort den ganzen CSD im Vorfeld bereits zu einer anderen Zeit planen können. Zumal es ja der erste ist. So wirkt es auf die dortigen Moslems, die uns sowieso schon ablehnen, besonders provokant, womit Ausschreitungen geradezu vorprogrammiert waren. Man braucht sich deshalb nicht wirklich über die Reaktionen dort zu wundern.
    Zum anderen hat Michael Cashman natürlich recht, wenn er sagt: "Es ist sehr feige, wenn Menschen zur Gewalt greifen, weil sie nicht mit der Ansicht anderer übereinstimmen". Besonders feige natürlich, wenn sie sich hinter Tüchern, Kapuzen usw. verstecken und in geballter Gruppe auftreten.

    Es ist mehr als traurig, dass das dort so gelaufen ist. Ich hoffe, man lernt daraus. Nicht nur die Planer des CSD, indem sie ihn einfach nächstes Jahr auf einen anderen Zeitpunkt, außerhalb islamischer Festlichkeiten legen. Zum anderen natürlich auch die dortige Bevölkerung inkl. Moslems. Schließlich wollen sie in die EU und ich hoffe sehr stark, dass sie mit einer solch homophoben Einstellung tatsächlich nicht aufgenommen werden.

    Hier ist wirklich auch die EU gefragt, endlich mal vernünftige Richtlinien für die Aufnahme zu erlassen, an die sich die Staaten auch tatsächlich VOR einer Aufnahme schon entsprechend zu halten haben.

    Natürlich kann kein Staat etwas gegen Rechte oder Nazis oder ähnliche Vandalen, aber er muss dafür Sorge tragen, dass die Menschenrechte gewahrt und Rechtsbrecher entsprechend verfolgt und gestraft werden. Damit dort eben ALLEN Bürgern ein gefahrloses und friedliches Leben möglich ist.
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