Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?9410

Menschen mit außergewöhnlichem Namen wie Rowenta Gay, Hiroko Yoda oder Steve Webb sind in der Online-Community ebenso wenig erwünscht wie anonyme Schwule, die sich im Profilnamen outen wollen.

Von Carsten Weidemann

Menschen mit außergewöhnlichem Namen haben es nicht nur in der realen Welt oft schwer, auch in der virtuellen Welt werden ihnen Steine in den Weg gelegt. Werden sie im Alltag mit einem Schmunzeln des Gegenübers bei der Namensnennung konfrontiert, so droht im Internet gleich der Rauswurf. Diese Erfahrung machten nun durchaus bekannte Personen mit ungewöhnlichen Namen. So wurden der US-Blogger Jon Swift und der Abgeordnete zum britischen Parlament Steve Webb ebenso vor die Tür gesetzt wie der japanische Autor Hiroko Yoda, die Australierin Rowenta Gay und Elmo Keep. Ihre Facebook-Accounts wurden mit dem Hinweis, die Namen wären nicht echt, kurzerhand gelöscht.

Eines Tages habe sie sich nicht mehr bei der Web-2.0-Plattform anmelden können, ihr Username und Passwort funktionierten nicht mehr, berichtet Keep dem neuseeländischen Portal Stuff. Stattdessen erschien eine Meldung, in der Facebook mitteilte, dass ihr Profil aufgrund von Verstößen gegen die Nutzerbedingungen gelöscht wurde. Nähere Informationen bekam Keep vorerst jedoch nicht. Über einen Facebook-Freund gelang es ihr schließlich nach einiger Zeit, Kontakt mit den Facebook-Verantwortlichen aufzunehmen. Man teilte ihr mit, dass sie nicht ihren echten Namen angegeben hätte und damit gegen die Regeln der Web-2.0-Plattform verstöße. Verdächtig war ihr Vorname, denn Elmo ist eben auch eine Figur aus der Sesamstraße. Erst die Vorlage eines offiziellen Ausweises konnte die Verantwortlichen dazu bewegen, den Account wieder freizugeben.

In Zeiten von Phishing und Cybercrime halten Administratoren von Online-Plattformen besonders Ausschau nach möglicherweise gefälschten Online-Profilen, die lediglich dazu angelegt werden, um andere User auszuspionieren. Aus diesem Grund säubern die Betreiber der Portale regelmäßig ihre Mitgliederlisten und sortieren inaktive oder verdächtige Profile aus. Dass es bei dieser Säuberungsaktion zuweilen auch Unschuldige trifft, demonstriert Facebook gerade eindrucksvoll. So werden rigoros Namen herausgefiltert, deren Bestandteil beispielsweise "beaver" (korrekt übersetzt bedeutet es "Biber", wird aber auch vulgärsprachlich als Ausdruck für weibliche Geschlechtsteile verwendet), "duck" (Ente bzw. der Familienname der Comicfigur Donald Duck), "beer" oder "gay" ist. Damit sind auch viele schwule Facebook-User betroffen, die sich im Profil zwar als homosexuell outen, nicht jedoch ihren Familiennamen angeben wollen.

Facebook verteidigt sich damit, dass User angehalten werden, ihren echten Namen und ihr echtes Geburtsdatum anzugeben. Somit soll verhindert werden, dass sich Personen im Internet hinter Pseudonymen verstecken. Das Web werde damit glaubwürdiger, heißt es von Seiten der Plattformbetreiber, schließlich stellt das Profil auch dann ein Spiegelbild der Person dar, wenn diese offline ist. Ironischerweise führt dies oft gerade dazu, dass sich Personen mit verdächtigem Namen gleich unter einem Decknamen registrieren, um den Rausschmiss zu vermeiden.



#1 FloAnonym
  • 28.09.2008, 13:29h
  • Mal ganz ehrlich: wer bei dieser ganzen Kinderkacke mitmacht, ist doch selbst schuld, wenn die sich auch wie Kinder verhalten und einem den Account löschen, weil man nun mal einen ungewöhnlichen Namen hat.

    Diese sozialen Netzwerke sollen sich lieber mal um ihre eigenen Fehler in Sachen Sicherheit und Datenschutz kümmern, die immer noch nach einer aktuellen Studie des Fraunhoferinstituts massig vorkommen.
    (siehe
    www.heise.de/newsticker/Fraunhofer-Studie-deckt-Datenschutzl
    uecken-in-sozialen-Netzwerken-auf--/meldung/116530)


    Aber mal ganz abgesehen davon:
    wer braucht sowas?
    Meine Freunde wissen meine Hobbys, Lieblingsfilme, etc. oder können danach fragen.
    Und Fremde geht das nichts an bzw. es interessiert sie auch gar nicht (so wie mich die Interessen von Fremden auch nicht interessieren).

    Soziale Netzwerke a la Facebook, StudiVZ, Lokalisten, etc. sind Zeitverschwendung.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Mister_Jackpot
  • 28.09.2008, 14:34h
  • Also meinen die jetzt eigentlich den Nickname oder den richtigen Namen, den man bei der Anmeldung angeben "soll"! Weil wenn der Nickname gemeint ist, dann ist das ganze einfach nur lächerlich, denn wer gibt auf seinem Profil seinen vollen Namen öffentlich an? Ich finde der Artikel oben sollte hier vielleicht eine Unterscheidung treffen, damit man weiss was gemeint ist. Bei My Space hab ich auch meinen richtigen Namen angegeben, allerdings NUR unter der Prämisse, dass der natürlich nicht öffentlich gezeigt wird, d.h. andere User dürfen nur meinen Nickname sehen und ich entscheide selber darüber welcher User meinen echten Namen erfährt. Nur die Administratoren sollten daher den richtigen Namen eines Users kennen, aber NIEMALS die anderen User. Das nennt man soweit ich weiss Datenschutz....aber das ist heutzutage ja sowieso ein Fremdbegriff geworden.....ich gehe trotzdem davon aus, dass im Artikel nicht die Nicknames von Usern, sondern die Namen der User bei der Anmeldung gemeint sind, die ja nicht einsehbar sind für normale User....

    Facebook nutze ich allerdings zur Zeit nicht....bis jetzt bin ich nur bei Myspace....
  • Antworten » | Direktlink »
#3 xyAnonym
  • 29.09.2008, 05:36h
  • Gesichtsbuch geht mir am *zensiert* vorbei. Hab in diese *zensiert* noch nie reingeguckt und will auch gar nicht wissen, was in diesem *zensiert* *zensiert* vor sich geht, den doch unsere gott*zensiert* amerikanischen Freunde ausgeheckt haben und den sie in der ihnen eigenen Weise führen. Sie seien *zensiert* dafür und für ihr *zensiert* Verständnis von Freiheit, hinter dem nichts anderes als *zensiert* stecken. Allein schon bei dem Begriff "Säuberung" sollten alle Alarmglocken schrillen, außer natürlich man ist eine amerikanische *zensiert*. Wer bei dieser *zensiert* noch mitmacht - vermutlich, damit der Große Bruder bei der, selbstverständlich nur edelsten Zwecken dienenden, zwangsweisen Umerziehung der entmündigten Untertanen auch noch Kohle machen kann -, ist selbst schuld! Man sollte den *zensiert* eins auswischen, indem man lauter Profile mit Namen anlegt, deren Absurdität oder Anzüglichkeit den *zensiert* nicht auffällt, insbesondere da sie vermutlich wieder mal nur Englisch sprechen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 RabaukeAnonym
  • 29.09.2008, 09:18h
  • Ich glaube es ja wohl!!! "Man solle doch den echten Namen und das Geburtsdatum angeben, um so das web glaubwürdiger zu machen." Hääääää???? Ich glaub es hackt? Klaro........demnächst steht noch der "freundliche Hinweis", für alle "Fans" des pishing. *Ihre dreistellige Kreditkartennummer Bitte*. Schhhhooonnnnnnn klar. Wer bei so einer blöden Plattform dabei ist, selber Schuld.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 JulianAnonym
  • 30.09.2008, 14:20h
  • Diese sozialen Netzwerke sind doch eh nur was für Leute, die im realen Leben keine Freunde finden und deswegen andere Loser im Netz kennenlernen wollen!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Mister_Jackpot
#7 JulianAnonym
  • 03.10.2008, 15:51h
  • Antwort auf #6 von Mister_Jackpot
  • @X_Moon:

    1. Ich finde es verwunderlich, dass Du der Meinung bist "so gut wie alle Gays" seien bei solchen Portalen. Ich kenn da keine Studie (aber die kennst Du auch nicht), aber ich denke es sind viel (!) weniger als "so gut wie alle".

    2. Ich habe da auch mal reingesehen. Aber meine Erfahrung ist, dass da nur entweder Sonderlinge und Loser sind oder Leute, die nur einen Quickie suchen. Sonderlinge und Loser brauche ich nicht und für Quickies bräuchte ich das auch nicht, das hätte ich schneller und bequemer anderswo. Mal ganz zu schweigen, dass ich vergeben bin und wir sowas deshalb eh nicht brauchen...

    Schwule Datingportale sind also genauso wie solche von Heteros oder andere soziale Netzwerke.

    Wenn Du sowas brauchst, bittesehr. Wir leben in einer Demokratie, wo jeder tun und lassen kann, was er will, solange er anderen nicht schadet. Aber schade finde ich es schon, wenn Leute darauf angewiesen sind.
  • Antworten » | Direktlink »