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Komiker Sacha Baron Cohen ist in seiner Rolle als Bruno – einem schwulen österreichischen Modedesigner – ohne Erlaubnis während der weltberühmten Mailänder Modenschau auf dem Laufsteg entlang stolziert. Nach wenigen Minuten wurde der 36-jährige Brite festgenommen.

Cohen verschaffte sich mit gefälschten Ausweisen Zugang zum Backstage-Bereich und zum Laufsteg. Dort stolzierte er mit einer Perücke und einem bizarren Outfit während der Vorstellung der Designerin Ágatha Ruíz de la Prada auf und ab, bevor ihn ein Angestellter von der Bühne ziehen wollte. Als das nicht gelang, wurde einfach das Licht ausgedreht. Einige im Publikum hatten den Komiker offenbar erkannt und brüllten "Sacha". Die Designerin erstarrte aber sichtbar geschockt während des Auftrittes Cohens. Die herbeigerufene Polizei verhaftete den Briten wenige Minuten später. Die Beamten ließen ihn aber noch am selben Abend wieder laufen.

Youtube | Der Auftritt und die anschließende Verhaftung

Mitte Mai soll ein Film über "Bruno" in die Kinos kommen, in dem auch die Szenen aus Mailand verwendet werden sollen. Die Figur zählt zu den populärsten Darstellungen von Cohen, der mit seinem ersten Film "Borat – Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen" über 260 Millionen Dollar an den Kinokassen einspielte. Die "Mockumentary" (Pseudo-Dokumentation) wurde heftig kritisiert, weil sich die Figur Borat sexistisch, antisemitisch und homophob gibt. So zeigte in Deutschland das Europäische Zentrum für Antiziganismusforschung den Hauptdarsteller mit Bezugnahme auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz an (queer.de berichtete). Die Klage hatte keinen Erfolg.

Die Figur Bruno war bereits mehrfach in Cohens Fernsehsendung "Da Ali G Show" aufgetaucht. Dabei handelt es sich um einen extrovertierten Modereporter des "Österreichischer Jungen Rundfunk", der in Interviews mit unbedarften Äußerungen über Osama bin Laden oder den Nationalsozialismus seine Partner zu peinlichen Antworten verleiten will. (dk)



Kameramann klagt gegen Brüno

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#1 jochenProfil
  • 29.09.2008, 17:31hmünchen
  • an und für sich ein ganz witziger typ in seiner Ali G. Show , der manchmal bis zu schmerzgrenze auch provoziert.

    nur schade, dass hier mal wieder schwulsein recht unsympathisch in einem weltweit vertriebenen film dargestellt wird. -das schon überstrapazierte klischee der schwulen und recht unsympathischen modetucke .
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#2 BesserwisserAnonym
  • 30.09.2008, 19:15h
  • "Bruno" ist Reporter für einen (natürlich fiktiven)österreichischen Homo-Fernsehkanal. Und vor dem Borat-Film hatte S.B.C. bereits einen abendfüllenden Streifen um Ali G. gemacht. Das war zwar ein eher fades Werk, dennoch war die Borat-Produktion nicht sein erster Kinofilm.

    Und wer Sorge ums Schwulenbild hat: In bewährter Weise wurden bei Brunos Auftritten, die bisher im Fernsehen gezeigt wurden, Homophobe und Homohasser provoziert und vorgeführt. Über Schwule hat sich S.B.C. dabei aber natürlich auch lustig gemacht, getreu dem Motto "Schwule haben das gleiche Recht wie alle anderen darauf, verarscht zu werden".
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