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Auf einer internationalen Homo-Konferenz im Madrid erklärte eine marokkanische Homo-Gruppe, dass innerhalb der nächsten 50 Jahre auch in dem nordafrikanischen Land schwul-lesbische Rechte anerkannt werden würden.

Samir Bargachi von der Organisation Kif-Kif schränkte ein, dass die Gleichberechtigung nur dann zu verwirklichen sei, wenn islamistische Kräfte in Marokko nicht an Boden gewinnen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Er sagte weiter, dass seine Gruppe informelle Kontakte mit der sozialistischen Partei des Landes unterhalte. Kif-Kif hat eigenen Angaben zufolge 3.000 Mitglieder in Spanien, Frankreich, Kanada und Marokko.

Kif-Kif geht davon aus, dass Marokko eines der liberalsten muslimischen Länder in Bezug auf Homosexualität ist. Dennoch wird gleichgeschlechtlicher Sex derzeit nach Paragraf 489 mit bis zu drei Jahren Haft bestraft. Tatsächlich werden immer wieder Schwule zu Gefängnisstrafen verurteilt. Für internationales Aufsehen sorgte ein Fall vor rund einem Jahr, in dem sechs Männer wegen eines im Internet aufgetauchten Videos verurteilt wurden (queer.de berichtete). (dk)



15 Kommentare

#1 roterginsengEhemaliges Profil
  • 30.09.2008, 18:04h
  • dazu auch, also zum toleranz-klima, auch wenn es manchen bestimmt schon auf die nüsse geht:

    JÜDISCHE ZEITUNG:

    Patrioten? Kosmopoliten? Agenten Zions?

    Das jüdisch-arabische Verhältnis im Königreich Marokko könnte ein weltweites Vorbild sein...

    ...Levy hebt hervor, dass unter einem fundamentalistischen Missbrauch jeglicher Religionen, die alle von ihrem Wesen her tolerant seien, das eigene Ansehen ebenso zu leiden habe wie die mutmaßlichen Anhänger der anderen Konfessionen. Die Bedrohung für ein friedliches Miteinander gehe daher heute wie in der Vergangenheit von Extremisten innerhalb der Religionen aus und betreffe sowohl den Islam, als auch das Christentum und das Judentum. Neben den Islamisten wahabitischer Prägung nennt er radikale Zionisten und die evangelikalen Christen Nordamerikas, die den politischen Konflikten im Nahen und Mittleren Osten, von messianischen Illusionen getrieben, den Anschein einer religiösen Auseinandersetzung verliehen...

    www.j-zeit.de/archiv/artikel.1425.html
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#2 roterginsengEhemaliges Profil
#3 KonstantinEhemaliges Profil
#4 InfernoProfil
  • 30.09.2008, 19:45hBerlin
  • "Samir Bargachi von der Organisation Kif-Kif schränkte ein, dass die Gleichberechtigung nur dann zu verwirklichen sei, wenn islamistische Kräfte in Marokko nicht an Boden gewinnen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa."
    --------------------------------------------------

    Nur 50 Jahre und auch dann nur, wenn der Islam politisch nicht an Einfluss gewinnt...
    Wenn es dann nicht klappt versuchen wir es in 200 Jahre nochmal....nech?

    Das nenn ich doch mal eine Perspektive.

    Wie bedauerlich, dass islamistische Kräfte in Marokko gerade massiv an Einfluss gewinnen....naja ein Versuch war es Wert, immerhin.
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#5 antos
  • 30.09.2008, 20:08h
  • Antwort auf #1 von roterginseng
  • "...die alle von ihrem Wesen her tolerant seien, das eigene Ansehen ebenso zu leiden habe wie die mutmaßlichen Anhänger der anderen Konfessionen. Die Bedrohung für ein friedliches Miteinander gehe daher heute wie in der Vergangenheit von Extremisten innerhalb der Religionen aus und betreffe sowohl den Islam, als auch das Christentum und das Judentum."

    ["Eulen nach Athen tragend":]: Von "ihrem Wesen" her sind diese Religionen keineswegs tolerant, sondern exklusiv. Eine möchte die andere auslöschen - in Reihenfolge: Judentum - Christentum - Islam. Und der Extremismus, von dem er spricht, wird in diesen Religionen immer wieder selbst erzeugt - sie selbst und die Politischen Hitzköpfe und Weltretter, die sich dranhängen, treiben diesen Extremismus hervor.
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#6 roterginsengEhemaliges Profil
#7 roterginsengEhemaliges Profil
#8 KonstantinEhemaliges Profil
#9 pupsAnonym
#10 Tim_ChrisProfil
  • 01.10.2008, 11:23hBremen
  • Antwort auf #8 von Konstantin
  • @pups und Konni: also bei den ganzen Aufklärungsthemen hat er sich bisher ja zurück gehalten. Da kann man ihm wirklich nicht vorwerfen, dass er dort auch sein schier unendliches Wissen über Israel und Judentum eingebracht hätte.
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