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Die Bürger Ecuadors haben am Sonntag einer neuen Verfassung zugestimmt, in der ein Diskriminierungsverbot für Schwule und Lesben enthalten ist – auch Eingetragene Partnerschaften sind nun möglich.

Zwei Drittel der Ecuadorianer stimmten für die Einführung der von der linksgerichteten Regierung unterstützten Verfassung mit 444 Artikeln. Sie enthält zwar einen Absatz, der die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert. Gleichzeitig erweitert sie aber den Diskriminierungsschutz von Schwulen und Lesben, der bereits seit 1998 in der Verfassung verankert ist. Die neue Formulierung wird voraussichtlich auch dazu führen, dass Homo-Paare die Anerkennung ihrer Partnerschaft einklagen können, falls das Parlament nicht schon zuvor ein Gesetz beschließt. Theoretisch müssten Schwulen und Lesben dann die gleichen Rechte und Pflichten erhalten – mit Ausnahme des Adoptionsrechtes.

Schärfster Gegner der Verfassung war die katholische Kirche. Sie kritisierte neben der Homo-Ehe die liberalen Bestimmungen zur Abtreibungsfrage. Außerdem bemängelte die Opposition, dass der linksgerichtete Präsident Rafael Correa zu viel Macht über die Wirtschaft erhalte und die Gewaltenteilung in manchen Bereichen aufgehoben werde.

Das 14 Millionen Einwohner zählende Land hat sich inzwischen seine 20. Verfassung gegeben. (dk)



#1 MarekAnonym
  • 01.10.2008, 15:50h
  • "Schärfster Gegner der Verfassung war die katholische Kirche."

    Immer und immer wieder die katholische Kirche.

    Wann macht denen endlich jemand klar, dass wir nicht mehr im Mittelalter leben und dass in einer Demokratie andere Regeln gelten als in einer Kirchen-Diktatur!!
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#2 hwAnonym
#3 hwAnonym