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Am Dienstag fand in der Düsseldorfer LTU-Arena die Übergabe des diesjährigen Tolerantia-Preis an DFB-Präsident Theo Zwanziger, den deutschen Nationalspieler Philipp Lahm und die Homosport-Repräsentantin Tanja Walther statt. Sie wurden für ihr Engagement gegen Homophobie geehrt.

Der Preis wurde im Vorfeld des öffentlichen Trainings der Nationalmannschaft vor über 20.000 Zuschauern überreicht. Bastian Finke vom schwulen Antigewaltprojekt Maneo würdigte dabei die drei Preisträger für ihr beispielhaftes Engagement gegen Homophobie im Fußballsport: "Wir brauchen Menschen, die mutig Wege bereiten und damit zu Vorbildern werden. Sie alle hier leisten Großartiges", erklärte Finke. "Dafür möchte ich Ihnen im Namen aller unserer Partnerorganisationen, insbesondere auch meiner Organisation Maneo, danken."

Preisträger Philipp Lahm - der für den deutschen Meister Bayern München kickt - erklärte in einem Grußwort: "In der Begründung für den Preis heißt es: Ich wurde ausgezeichnet ‚aufgrund des besonderen und herausragenden Einsatzes gegen Intoleranz und Homophobie im Breitensport und insbesondere im Fußball.' Eigentlich habe ich nur das gemacht, was ich sonst auch versuche zu tun. Ich habe in Interviews meinen Standpunkt vertreten und als ich zum Thema Homophobie im Fußball befragt wurde, habe ich auch hier meine Meinung geäußert".

Lahm hatte unter anderem als erster Profifußballer einem schwulen Magazin zum Thema Homosexualität Rede und Antwort gestanden (queer.de berichtete). Der Nationalspieler weiter: "Ich lebe gerne in einer liberalen offenen Gesellschaft, in der ein tolerantes Miteinander ohne diskriminierende Vorurteile möglich ist. Denn mein Verständnis vom Zusammenleben ist, dass wir so mit anderen umgehen, wie man möchte, dass mit einem Selbst umgegangen wird."

Der deutsch-französisch-polnische Preis wird seit 2006 jährlich von der Initiativgruppe Schwules Weimarer Dreieck an herausragende Persönlichkeiten aus Deutschland, Frankreich und Polen vergeben, die sich gegen Homophobie und für Toleranz eingesetzt haben.

Die Preisverleihung sollte eigentlich schon im September in Warschau stattfinden. Damals waren die Preisträger aber verhindert. (pm/dk)



#1 mok120Profil
  • 08.10.2008, 19:22hNürnberg
  • Ich verstehe nicht, wieso man den Preis "Tolerantia" nennt. Toleranz ist in meinen Augen die unterste und selbstverständlichste "Stufe" auf dem Weg zu Gleichberechtigung. Selbst die CDU/CSU hat ja vor einigen Jahren mit dem Spruch "Toleranz ja. Ehe nein." geworben.

    Da das Auftreten der Preisträger im Fußballsport wohl tatsächlich "revolutionär" war, ist der Preis wohl gerechtfertigt. Andererseits aber auch äußerst schockierend, dass Dinge, die selbstverständlich sein sollten, im Fußball offensichtlich noch besonders genug sind, um ausgezeichnet zu werden.
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#2 DirkAnonym
#3 oh gottAnonym
  • 09.10.2008, 13:23h
  • offensichtlich ist der fußball noch nicht so tollerant, dass sich der lahm endlich outen könnte
    das wär mal nen preis wert!!
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#4 Fozzy_Bear
  • 20.10.2008, 11:47h
  • Antwort auf #3 von oh gott
  • Was soll das denn schon wieder? Nur weil er sich für unsere belange einsetzt, ist er doch noch lange nicht schwul! Oder hab ich dich jetzt falsch verstanden? Aber ansonsten hast du ja recht: Er ist einfach ein schnuckel...
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