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Der Maler Peter Schauwecker ist fasziniert von der Erotik des männlichen Körpers. Ab Ende Oktober stellt er in der Münchner Kunstbehandlung aus.

Von Carsten Weidemann

In einer Münchner Einzelausstellung zeigt der Maler Peter Schauwecker ab 30. Oktober ausschließlich Männerakte. Einzeln, paarweise oder in Gruppen, als Aquarell oder Gemälde. Fasziniert von der Erotik des männlichen Körpers und dem Spiel der Muskulatur, sieht der Künstler seine Herausforderung als Maler in der Wiedergabe der unterschiedlichen Inkarnate, dem Spiel von Licht und Schatten auf der Haut, der Reflexion der Umgebung sowie die unerschöpflichen Nuancen von Farbigkeit als nie versiegenden Quell für neue Entdeckungen.

Ein immer wiederkehrendes Thema im Schaffen des Künstlers ist die Auseinandersetzung mit dem Altern. So finden sich in der Ausstellung zwei Selbstportraits, die einen Zeitraum von 50 Jahren überspringen. Eines der Portraits stammt aus den späten 50er Jahren und zeigt den Maler als jungen Mann an der Staffelei, das zweite zeigt den Maler zu Hause im Jahre 2007.

Dem aus der christlichen Ikonographie bekannten "Höllensturz" setzt der Maler zwei in altmeisterlicher Technik gemalte, flächendeckend mit Männerakten gefüllte Tafelbilder entgegen, die er "Aufstieg der Seligen" nennt. Damit setzt Peter Schauwecker einen deutlichen Akzent gegen religiös motivierte Lustfeindlichkeit. Schließlich ist ein nackter menschlicher Körper an sich niemals pornographisch, allenfalls sind es die Gedanken eines möglichen Betrachters.

30.10. -24.11.2008, Kunstbehandlung, Müllerstr. 40, München. Die Vernissage findet am 30.10. ab 20 Uhr in Anwesenheit des Künstlers statt.



#1 Tim_ChrisProfil
  • 09.10.2008, 15:16hBremen
  • Ich finde die Darstellungen sehr schön, allerdings sind mir die Körper etwas zu fleckig. So viel Licht, Schatten und Reflexion auf der Haut gibt es in Natura gar nicht, es sei denn, es ist verwesende Haut und die wollte der Künstler sicherlich nicht darstellen. ;-)

    @Redaktion: Nicht "Reflektion", sondern "Reflexion". Abgeleitet vom lat. reflexio (das Zurückbeugen), nicht vom Verb reflektieren.
    Anm. d. Red.: Danke für den Hinweis!
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#2 HannibalEhemaliges Profil
#3 antos
#4 antos
#5 XDAAnonym
  • 12.10.2008, 21:28h
  • Antwort auf #1 von Tim_Chris
  • @ Tim_Chris

    Lobenswerte Prüfung der Orthografie! Am schlimmsten finde ich aber immer noch die Verwechslung der einzelnen Fälle.

    Und ja: Es sieht aus wie Verwesung [im Gegensatz zur anaeroben Fäulnis]. Danke für die Verwendung der korrekten Bezeichnung.
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