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In staatlichen Kirchen in Norwegen dürfen keine gleichgeschlechtlichen Ehen geschlossen werden. Das hat die Bischofskonferenz beschlossen.

Wie die Zeitung "Aftenposten" berichtet, dürfen Homo-Paare auch nicht gesegnet werden. Pfarrer der "norske kirke" dürfen im Gottesdienst lediglich für schwule oder lesbische Paare beten. In Norwegen werden anders als in Deutschland kirchlich geschlossene Ehen auch vom Staat anerkannt.

Im Juni hatte das norwegische Parlament beschlossen, die Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen (queer.de berichtete). Das Gesetz wird im Januar 2009 in Kraft treten. Das fortschrittliche Land hatte bereits 1993 Eingetragene Partnerschaften erlaubt. Norwegen ist nach den Niederlanden, Belgien, Kanada, Südafrika und Spanien das sechste Land, das Schwulen und Lesben bei der Eheschließung gleich behandelt.

Erst 2007 hat die evangelisch-lutherische Kirche in Norwegen schwule und lesbische Pfarrer zugelassen (queer.de berichtete). Allerdings dürfen Pfarrer weiterhin Geistliche wegen deren Homosexualität ablehnen (queer.de berichtete).

85 Prozent der Norweger sind Mitglied in der Staatskirche. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 SchluffiAnonym
#2 Tim_ChrisProfil
#3 gerdAnonym
  • 10.10.2008, 11:33h
  • Im Gegensatz zur norwegischen, lutherischen Kirche hat die Dänische Volkskirche sowie die Schwedische Kirche Segnungsgottesdienste für homosexuelle Paare ermöglicht. Es wäre sehr gut gewesen, wenn auch in Norwegen die Bischofskonferenz diesen Weg bereits eingeschlagen hätte.

    Zumindest aber sind dort homosexuelle, verheiratete Paare in den Kirchen willkommen und ein homosexueller, verheirateter lutherischer Pfarrer kann dort im Pfarrhaus leben und als Geistlicher tätig sein.

    Homosexuelle, verheiratete Paare erhalten nun einen Gottesdienst, in dem gebetet werden darf. Wie diese Ausgestaltung des Gottesdienstes und Gebetes ausschaut, dürfte dann wohl "Ermessensspielraum" des einzelnen, lutherischen Pfarrers in Norwegen bleiben.

    Der Beschluss ist zwar nicht "perfekt" und ich hätte mir die gleiche Klarheit eines Segnungsgottesdienstes wie in Schweden und in Dänemark gewünscht, aber auch die Norwegische Kirche hat sich klar von der moralischen Verurteilung praktizierter Homosexualität verabschiedet und akzeptiert homosexuelle Paare und sieht diese nicht als "sündhaft" an. Das unterscheidet dann auch diese weitere christliche Kirche sehr wohltuend von der jetzigen römisch-katholischen Kirchenleitung in Rom.
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#4 Super MarioAnonym
  • 11.10.2008, 00:50h
  • Antwort auf #3 von gerd
  • Kann nicht nachvollziehen, wenn man von einem Verein weniger verarscht wird als von einem anderen noch weitaus schlimmeren, was daran "wohltuend" sein soll. Von diesem Wort haben wir wohl offensichtlich sehr unterschiedliche Vorstellungen.
    Warum sollte man auch nur das kleinste Quäntchen Selbstbestimmung einer Religion opfern. Mir jedenfalls ist schon das Maß an Selbstbestimmung zuviel, das die EKD mir genommen hat und weiterhin nimmt.

    (Wenn du willst, erkläre ich dir ganz genau, was ich mit dem letzten Satz meine.)
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#5 GerdAnonym
  • 11.10.2008, 09:03h
  • @Super Mario

    Der Unterschied zwischen Dir und mir liegt anscheinend darin begründet, dass ich christliche Kirchen aber auch andere Religionen auf Ihrem Weg zur Akzeptanz homosexueller Paare begleite und nicht "ihnen den Weg versperre".

    In lutherischen, reformierten, unierten Landeskirchen der EKD, in der Protestantischen Kirche der Niederlanden, in der Schwedischen Staatskirche, in der Dänischen Volkskirche, in der United Church of Christ und United Church of Canada, in der anglikanischen Episcopalchurch in den USA, in vielen reformierten Kantonskirchen der schweizerischen SEK (es gibt weitere, insbesondere protestantische Kirchen weltweit) ist das Thema Homosexualität mittlerweile im Jahre 2008 nach jahrzehntelangen Diskussionen und Veränderungen in öffentlichen, kirchlichen Dokumenten positiv bewertet und homosexuelle Paare sind dort akzeptiert und werden dort offiziell seitens der Kirchenleitungen willkommen geheißen. Das muß man auch als homosexueller Mensch erkennen und sich darüber freuen - egal ob man/frau jetzt gläubig ist oder Atheist ist.

    Demgegenüber gibt es andere christliche Kirchen wie insbesondere die römisch-katholische Kirchenleitung unter Ratzinger, einige Freikirchen wie die Mormonen beispielsweise und orthodoxe Kirchenleitungen in Osteuropa, die diesen Weg des innerkirchlichen Anerkennungsprozeß bisher nicht geschafft haben. Dort wird blockiert und weiterhin praktizierte Homosexualität tabuisiert und als sündhaft bewertet. Diese Unterschiede zwischen den christlichen Kirchen halte ich durchaus für sehr bedeutsam und darauf sollte auch immer wieder korrekt hingewiesen werden und auch entsprechend in den Medien wie bei Queer beispielsweise dargestellt werden.
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#6 AntichristProfil
  • 11.10.2008, 09:16hHH
  • Antwort auf #5 von Gerd
  • @Gerd: "Das muß man auch als homosexueller Mensch erkennen und sich darüber freuen - egal ob man/frau jetzt gläubig ist oder Atheist ist."
    Mich würde es mehr freuen, würde dieser Schwachsinn Religion abgeschafft werden. Irgendwer sagte mal: "Religion ist für dumme Menschen!" Damit hat er durchaus Recht. Dumme Menschen gehen in die Kirche, intelligente Menschen treten aus ihr aus.
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#7 Tufir
#8 Super MarioAnonym
  • 11.10.2008, 12:47h
  • Antwort auf #5 von Gerd
  • Mich hat der Gebrauch des Wortes "wohltuend" in dem Zusammenhang gestört.

    Ich versperre keiner Religion "ihren" Weg. Religionen gehen mir am Arsch vorbei, d. h. so ganz leider nicht. Da sie versuchen politischen und gesellschaftlichen Einfluss zu nehmen, tangieren sie auch mein Leben und da stinke ich gegen an, falls das "ihr" Weg sein soll.

    Nein, der Unterschied zwischen mir und dir ist, dass deine Kirche dich erfolgreich gehirngewaschen hat, ich tippe mal auf frühkindliche Indoktrination, sodass du ihr gegenüber kaum noch kritikfähig bist.
    Ich bin von der EKD frühkindlich indoktriniert worden, aber zum Glück nicht so stark, dass ich so nach und nach von ihr wieder los kam und mir den Laden auch mal kritisch von außen ansehen konnte, genau so wie ich auch alles andere, z.B. Parteien, kritisch beäuge, während du forderst, dass man mit deiner Kirche besonders nachsichtig sein soll, da sie doch auf dem richtigen Weg ist. Ich bin mit deiner Kirche so nachsichtig wie mit allem anderen, doch ich gebe ihr keinen Sonderstatus, so wie du das machst. Das ist der Unterschied zwischen uns.

    Schön, dass du jetzt nicht weiter nachgefragt hast, wo mich die EKD heute noch in meiner Selbstbestimmung einschränkt, bzw. mich bevormundet. Vermutlich kannst du dir schon denken worum es dabei geht.
    Ich verbitte mir jedenfalls jegliche Bevormundung durch jeglichen Verein, mit dem ich nichts zu tun haben will. Doch das interessiert die EKD einen Scheiß, was wie ich finde eine bodenlose Frechheit ist.
    Ich fordere von der EKD, dass sie ihren anmaßenden Bevormundungsanspruch mir gegenüber aufgibt.
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