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Der schwule Sänger hatte ursprünglich gute Chancen auf den Preis für sein Lebenswerk, seine Drogen-Eskapaden machten nun jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Von Carsten Weidemann

Der schwule Popsänger George Michael hat sich seine Chancen auf den begehrten Musikpreis Brit Award selbst vermasselt. Nach seiner letzten Drogen-Eskapaden auf einem U-Bahn-Klo in der Nähe einer Londoner Cruising-Area wurde der 45-jährige Sänger von der Preisverleihung im kommenden Jahr wieder ausgeladen.

Besonders gemein: Der ehemalige Wham!-Sänger hatte nach Informationen des "Sunday Mirror" gute Chancen auf den Preis für sein Lebenswerk. Aber die Organisatoren hätten nach der Festnahme des Sängers wegen Drogenbesitzes vor drei Wochen davon Abstand genommen. Ein Brit-Awards-Sprecher wollte den Bericht des Blattes nicht kommentieren.

George Michael war bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt gekommen – einerseits wegen Drogen, andererseits wegen seiner offen ausgelebten Sexualität. Angefangen hat die Skandalgeschichte 1998, als Michael in Los Angeles beim Cruising in einer öffentlichen Toilette von einem Polizisten in Zivil verhaftet worden war. Der gut aussehende Beamte hatte dem Sänger, der damals seine Homosexualität geheim hielt, offenbar eine Falle gestellt. Er wurde zu 810 Dollar Strafe und 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Zu George Michaels bekanntesten Hits gehören "Faith", "Wake Me Up Before You Go Go" oder "Last Christmas".



18 Kommentare

#1 SaschaEhemaliges Profil
  • 14.10.2008, 12:03h
  • Tja, wie man sieht, darf man in der modernen "Pop-Kultur" ohne jedes Problem homophob sein und in seinen "Songs" sogar zur Ermordung von Homosexuellen aufrufen, ohne dass dies einer Prämierung seitens VIVA, MTV und Co. irgendwie im Wege stehen würde - siehe Bushido und Konsorten.

    Aber schwul sein und dann auch noch seine Sexualität auf einer öffentlichen Toilette ausleben oder von anderen wegen privaten Drogenbesitzes denunziert zu werden, das geht ja nun mal gar nicht! Da wirst du gleich zum absoluten "Outlaw" und dein gesamtes "Lebenswerk" für null und nichtig erklärt.

    Jaja, manche sind eben doch gleicher als andere...
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#2 IchAnonym
  • 14.10.2008, 13:08h
  • Antwort auf #1 von Sascha
  • Es geht hier um Drogen!!! Du weißt schon, dieses Zeug, daß massenhaft Menschen tötet, Familien zerstört etc...
    Würde es hier um Homophobie gehen, dann wäre George Michael wohl gar nicht erst als Preisträger in Betracht gekommen.
    Den rit Award in irgendeiner Form mit Preisen zu vergleichen, die von Sendern wie MTV, ViVa und dergleichen für das "Bildungsbürgertum" (eine unglaublich ironische Bemerkung...aber sowas von ironisch, das geht schon fast gar nicht mehr) ist ungefähr der Vergleich einer Fleischwurst aus der Aldi-Theke mit den Waren der Austernbar im KDW Berlin.
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#3 SaschaEhemaliges Profil
  • 14.10.2008, 13:31h
  • Antwort auf #2 von Ich
  • Sind es im Kern wirklich die Drogen, die "massenhaft Menschen töten, Familien zerstören etc..." oder ist es nicht vielmehr die Kriminalisierung von und der Umgang mit Drogenabhängigen in dieser Gesellschaft, der das bewerkstelligt?

    Wer sich einmal ernsthaft mit den Ursachen von Drogenkonsum und -abhänigkeit auseinandersetzt, kommt wohl kaum auf die Idee, dass der Entzug eines Brit Awards oder eben die Kriminalisierung von Drogenabhängigen, wie sie in dieser Gesellschaft praktiziert wird, der Lösung des Problems in irgendeiner Weise dienlich ist.
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#4 maaartinAnonym
  • 14.10.2008, 13:48h
  • die drogen, die immer noch am meisten töten sind nikotin und alkohol. kriegen trinker und raucher auch keinen brit award? und für was kriegt man den überhaupt? fürs singen oder fürs nüchtern sein?
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#5 Tufir
  • 14.10.2008, 17:33h
  • Antwort auf #2 von Ich
  • "Den Brit Award in irgendeiner Form mit Preisen zu vergleichen, die von Sendern wie MTV, ViVa und dergleichen für das "Bildungsbürgertum" (eine unglaublich ironische Bemerkung..."

    Genau deshalb frage ich mich, warum man den Preis dadurch herabwürdigt, dass man ihn für etwas anderes als das künstlerische Schaffen vergibt. George Michaels Lebenswerk wird durch seinen Drogenkonsum, so wenig vorbildlich der auch sein mag, ja weder wertvoller noch wertloser. Wenn man aufhört Preise zu vergeben, so bald heiße Eisen angefasst werden müssen, verliert man doch das Recht zu behaupten, dass sie etwas mit Kunst zu tun hätten.
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#6 SaschaEhemaliges Profil
  • 14.10.2008, 17:34h
  • Antwort auf #4 von maaartin
  • Genau, Martin!

    Was mich hier immer wieder wundert: Exakt gleiche Meinungen, und trotzdem unterschiedlich gefärbte Bewertungen?!

    Na ja, wer inhaltlich nichts zu sagen hat, muss sich wohl auf diese Weise bemerkbar machen...
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 Luke12
  • 14.10.2008, 17:55h
  • Ok, der Junge hat ein ziemlich massives Drogenproblem, von Sex ist er auch nicht abgeneigt und auch sonst scheint der Bursche dem weltlichen sehr zugeneigt zu sein. Das ist ein Grund einen Musiker auszuladen und ihm einen Award zu verweigern, den er sich, egal, was man von ihm als Künstler halten mag, redlich verdient hat? Hey Ami Winehouse, raus mit den Grammys!!!

    Wenn ein lupenreiner Lebenswandel Maßstab für die Verleihung eines Musik-Awards ist, dann müssten die Beatles, die Rolling Stones, Pink Floyd und wie die Großen alle heißen konsequenterweise ihre gesammelten Awards zurückgeben. Sehe ich das falsch? Sex and Drugs and Rock 'n Roll ist vielleicht nicht gerade einen Lebensmotto für jeden, aber bei Musikern egal ob von gestern oder heute, gehört das doch schon zum guten Ton. Nicht das ich das gut heiße, aber mich nervt diese Scheinheiligkeit, mit der die Industrie hier mit zweierlei Maß misst. Gerade die Veranstalter solcher Award Veranstaltungen leben von den schillernden Gestalten im diesem Geschäft, sie sollten sich wohl nur nicht dabei erwischen lassen.
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#9 pro vitaAnonym
  • 14.10.2008, 19:07h
  • Antwort auf #8 von Luke12
  • Ich sehe diese Scheinheiligkeit, als einen Teil einer bis ins Mark verdorbenen Angstgeizmoral,
    die sich auf Roll-Backs vorbereitet.

    Das geht noch viel weiter, wenn man sich die angestrengten Beiträge rechter Professoren am basteln einer neuen Untermenschenrasse
    anschaut.
    Vielleicht auch interessant für schwule Väter,
    welcher Dreck da demnächst in die Lebenszusammenhänge geschleppt wird:

    „Krieg dem Pöbel“. Die neuen Unterschichten in der Soziologie deutscher Professoren

    www.nachdenkseiten.de/?p=3503#more-3503

    Am charakterlich verlottersten, feigsten und hinterhältigsten ist das:

    „Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft“ von Heinz Bude

    www.nachdenkseiten.de/?p=3489
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#10 PierreAnonym
  • 14.10.2008, 19:09h
  • Vielleicht hilft das George Michael dabei, mal über sein Verhaltensmuster nachzudenken.
    Drogen (auch Alk und Poppers zähle ich dazu) und dann Sex ... ausgefallenen Sex.
    Beides zusammen ein Weg in die Sackgasse.
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