Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?948
  • 03. Mai 2004, noch kein Kommentar

Boston Der republikanische Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, hat Gemeinden und Städte angewiesen, keine Ehezertifikate an Paare auszugeben, deren Hauptwohnsitz außerhalb des Staates liegt. Grund: Ab dem 17. Mai dürfen auch Schwule und Lesben in Massachusetts heiraten, nachdem das Verfassungsgericht im November letzten Jahres entschieden hatte, dass das Verbot der Homo-Ehe gegen die Staatsverfassung verstoße. Romney, ein erbitterter Gegner der Homo-Ehe, hat daraufhin mit Unterstützung des Weißen Hauses versucht, das Urteil zu umgehen. Er beruft sich nun mit seiner Anweisung auf ein 1913 erlassenen Gesetz, das Hochzeiten von Personen für ungültig erklärt, wenn in deren Heimat-Staat diese Eheschließungen nicht anerkannt werden würden. Das Gesetz sollte ursprünglich Hochzeiten von so genannten "interrassischen" Paaren verhindern, die aus Staaten kamen, in denen Ehen zwischen Weißen und Schwarzen verboten waren. "Interrassische" Hochzeiten waren bis 1967 in großen Teilen der Vereinigten Staaten illegal.

Der Bostoner Bürgermeister Thomas M. Menino (Demokratische Partei) hat bereits angekündigt, er wolle die Anweisung Romneys ignorieren. Wie die Zeitung "Boston Globe" berichtet, habe Menino dabei gute Chancen, vor den Gerichten zu bestehen: Das zuständige Ministerium habe bisher die Gemeinden immer angewiesen, das Gesetz zu missachten, weil es diskriminierend sei. In einem Memo aus dem Jahre 1995 heißt es: "Ein Standesbeamter könne und dürfe nicht nach dem Aufenthaltsstatus oder der Staatsangehörigkeit eines Antragstellers fragen." (dk)