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Jetzt kommt die Wahrheit ans Licht: Vor seinem tödlichen Unfall vergnügte sich Jörg Haider in einem Szeneclub in Klagenfurt.

Von Carsten Weidemann

Wo war Jörg Haider eigentlich, bevor er betrunken in den Wagen stieg und den tödlichen Unfall durch überhöhte Geschwindigkeit verursachte? Die österreichischen Medien berichteten in den ersten Tagen nur von einer "Geburtstagsfeier" und von einem "Lokal". Ein bisschen Recherche hätte genügt, um herauszufinden, was jetzt die Staatsanwaltschaft in ihrem offiziellen Bericht darlegte. Jörg Haider kam am besagten Samstag um 0.15 Uhr in der Bar "Zum Stadtkrämer" an. Der rechtsgerichtete österreichische Politiker saß um 0.45 Uhr wieder am Steuer seines VW Phaeton und war eine halbe Stunde später tot. Das "Stadtkrämer" jedoch ist ein Treffpunkt der Klagenfurter Schwulen. Besitzer Hans-Peter Grasser bestätigte den Besuch Haiders gegenüber der Kärntner Tageszeitung.

Ein weiteres Indiz also für das, was seit Jahren lautstark gemunkelt wurde. Eine Gerüchteküche, an der sich die österreichischen Medien übrigens unüberhörbar beteiligten, ohne je direkt ein Outing zu wagen. Sie sprachen von "Haiders Buberlpartie" und meinten damit eine Gruppe von ehemals jungen österreichischen Politikern, die während der Zeit des politischen Aufstiegs von Jörg Haider zwischen 1986 und 1999 dessen engsten Kreis bildeten.

Auch zum Nachfolger Haiders in dessen Partei BZÖ, Stefan Petzner, gibt es solch eindeutigen Andeutungen. So berichtet die Wiener Zeitung: "Der erst 27-jährige Haider-Intimus, dessen stets braungebrannte, modisch gekleidete Erscheinung Reminiszenzen an Haiders alte 'Buberlpartien' weckt, scheint wie verloren in seiner Trauer um seinen besten Freund."

Bereits im Jahr 2000 hatten mehrere Prominente wie die Schriftstellerin Elfriede Jelinek und Regisseur Rosa von Praunheim offen über Haiders mögliche Homosexualität gesprochen, die Berliner "tageszeitung" griff das Thema auf, und sorgte damit auch für eine Reaktion der HOSI Wien, der wichtigsten schwul-lesbischen Interessensvertretung in Österreich.

Die Familie Haiders versucht derweil, das Schweigen aufrecht zu erhalten. Sie hat jetzt Klage gegen den Staatsanwalt wegen Amtsgeheimnisverletzung eingereicht.



Haider lebt - 1. April 2021

Peter Kerns schräge Polit-Satire ist jetzt auf DVD erschienen - sie enstand sechs Jahre vor dem tödlichen Unfall des Rechtspopulisten.

60 Kommentare

#1 alexander
  • 17.10.2008, 18:10h
  • die sonne bringt es an den tag !
    geradezu obszön banal, dass sich das verklemmte schwuchtelverhalten bestätigt.
    in der offiziellen presse wird nur von neueröffnung der klagenfurter szenelocation gesprochen, nicht von einem schwulentreff, lustig !
    den recherchen zufolge entsprach der alkoholpegel 8 doppelten schnäpsen, bisserl heftig in 30 minuten, angeblich war er vorher noch nüchtern.
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#2 Super MarioAnonym
#3 goddamned liberalAnonym
  • 17.10.2008, 18:39h
  • Das Ulkigste ist, dass jetzt in Österreich wohl viele allen Ernstes erstaunt aus allen Wolken fallen werden.

    Und das im Jahr 2008! Wer hat an der Uhr gedreht?
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#4 ORLYARLY
#5 goddamned liberalAnonym
  • 17.10.2008, 19:05h
  • Aus der 'Wiener Zeitung':

    "Die Trauerfeierlichkeiten beginnen im Klagenfurter Landhaus, wo der Sarg vom Wappensaal in den Landhaushof getragen wird. Dort findet ein Trauerakt im engsten Familienkreis statt. Nach Formierung des Kondukts, untermalt mit Trauermusik der Militärmusikkapelle, bewegt sich der Trauerzug zum Neuen Markt. Sechs Redner, darunter der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz Herbert Sausgruber und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer zum Abschluss, würdigen den Verstorbenen. Nach Singen der Bundeshymne und des Kärntner Heimatliedes wird der Sarg auf einer Lafette in den Dom gebracht.

    Zutritt zur Trauerfeier mit dem Mozart-Requiem im Dom haben nur geladene Gäste. Diözesanbischof Alois Schwarz wird unter Beisein des Apostolischen Nuntius in Österreich, Erzbischof Edmont Farhat, die Messe leiten. Der langjährige Bischof von Kärnten und nunmehriger Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari wird auf Wunsch der Familie des Verstorbenen die Einsegnung vornehmen."

    Tjaaa.....

    Die schönsten Satiren schreibt immer noch das Leben selbst....
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#6 supersupertrooperAnonym
  • 17.10.2008, 19:44h
  • ganz im sinne von kühnen? naja, der war auch nazi und schwul.

    glücklicherweise ereilt das pack immer ein ende, das sie selbst ablehnen, denn wer mit 1,8promille noch auto fahren kann, ist alkohol gewöhnt.

    vielleicht hören jetzt auch die nazis von pi auf mit ihren verschwöhrungstheorien?
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#7 schwarzwaldbub
  • 17.10.2008, 21:23h
  • Vielleicht ein Suizid?

    Möglicherweise eine tragische Schwule Geschichte?

    Für Homophobie ist jedenfalls ein schwuler Mann nicht anzuklagen - sondern die homophobe Gesellschaft - und im speziellen Falle Jörg Haider für seine Feigheit und besonders besonders besonders - für seinen Rassismus.

    Es ist schade, dass ein so schöner und intelligenter Mann so tragisch endet - hätte er lieber nie ein Wort gesprochen.

    An dieser Stelle können wir die Dimensionen von Homophobie erahnen ...
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#8 smallAnonym
  • 17.10.2008, 22:18h
  • 2 Bischöfe und der Nuntius höchstselbst wohnen dem Requiem bei…
    Ach Gott ja, diese kleine Schwäche… klammheimlich mal ein kleines Abenteuer… was soll’s… , etc, etc, etc…
    Aber wehe, es stellt sich einer offen und ehrlich hin und sagt, dass er schwul ist…

    Die Bigotterie bewegt sich derzeit wieder weit jenseits der Grenzwertigkeit.
    Man kommt mit dem Kotzen kaum nach….
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#9 gatopardo
  • 17.10.2008, 22:49h
  • Antwort auf #5 von goddamned liberal
  • Sie haben immer schon Vorfahrt gehabt, Promille ist was für Unterschichten, die Familie steht schweigend zusammen, wenn´s brenzlig wird und was alte Bekannte sind, die segnen jeden von der rechten Kirchenbank ein. Da darf dann nicht einmal mehr der Sozialist mit der roten Nelke fehlen, die ihm als letzten lieben Gruss auf den Sarg geschmissen wird.
    Diese Gesellschaft beherrscht nun mal die Heuchelei bis hin zur Satire !
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#10 thomas62Anonym
  • 17.10.2008, 22:51h
  • Antwort auf #7 von schwarzwaldbub
  • An dieser Stelle können wir die Dimensionen von Homophobie erahnen ...
    Ja, da stimme ich dir voll zu.
    Selbstmord? Nein, das glaube ich nicht. Wahrscheinlich wird das aber- so wie die vielen Verschwörungstheorien beim Tod von Prinzessin Diana- irgendwann rumgehen. Nein, ich glaub der Jörg Haider hat einfach z u viel getrunken und in Folge sich und sein Fahrvermögen falsch eingeschätzt...
    Wenn man aber sehr viel trinkt, dann meistens um sich irgendwie Erleichterung zu verschaffen. Logisch, ein solches Doppelleben zu führen zerreisst die Seele.
    Ich sage einerseits "Friede seiner Seele und gutes Weiterleben im Jenseits - wovon ich überzeugt bin..
    andererseits bleibt leider ein irrsinnig bitterer Nachgeschmack ... er mokiert sich über Schwule und Lesben, wirft "uns" Steine in den Weg, hetzt die "anständige Bevölkerung" gegen uns auf ABER nutzt "unsere" Szene ...
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