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Mit über 55 Millionen verkaufter Platten gehört die 55-jährige Cyndi Lauper zu den Ikonen der Popmusik. Seit Jahren prangert sie die Ausgrenzung von Schwulen und Lesben an und fordert mehr Gleichberechtigung. "Sei gay und genieße es", sagt sie im Interview mit queer.de vor ihrem Deutschland-Besuch.

Von Hermann J. Huber

Cyndi, wer dein neues Album "Bring Ya To The Brink" hört, fragt sich: Wer ist Madonna? Das ist Dance Music vom Feinsten! Woher nimmst du diese grandiose Power?

Ich mache viel Work out, aber meine ganze Kraft liegt in der Stimme. Ich hab versucht, die ganze Fülle meiner Möglichkeiten auszuschöpfen und war sehr gespannt, ob das noch so funktioniert. Ja, ich bin wieder da mit noch mehr Energie und einem sehr modernen Tanzalbum.

Es scheint, als wolltest du die größte Schwulenparty der Welt feiern.

(lacht) Ich bin eine Freundin der Schwulen, ich sehe mich als ein Familienmitglied der Gay Community. Das ist mir letztes Jahr bei meiner "True Colors Tour" klar geworden, die mich mit Künstlern wie Erasure, Debbie Harry oder The Gossip durch die USA und Europa geführt hat.

Der Erlös dieser Konzertreisen geht an die "Human Rights Campaign", die sich für die Rechte von Homosexuellen und Transgenders einsetzt. Wie bist du zur Gay-Aktivistin geworden?

Mein ganzes Leben lang hab ich das Ringen der Schwulen und Lesben um Anerkennung und Gleichberechtigung verfolgt und versucht mitzuhelfen, die Situation zu verbessern. Es geht um Menschenrechte! Schwule und Lesben haben immer noch nicht die gleichen Rechte. Ich habe immer versucht, das den Heterosexuellen begreifbar zu machen. Ich nutze dabei meine ganze Kraft, um sie davon zu überzeugen, was getan werden muss.

Beim Gaypride in San Francisco sollst du mit der Regenbogenflagge im roten Cadillac gefahren sein. Stimmt das?

(lacht) Ja, das stimmt. Ich war der Grand Marshal, der die Parade angeführt hat. Das war ein großer Spaß. Ich hatte nicht mal mehr Zeit, vorher zum Friseur zu gehen. Aber es geht ja auch nicht um mein Aussehen, sondern um Bürgerrechte. Ich kann nicht ruhig zuschauen, was in meinem Land passiert. Ich will den Menschen sagen: "Das ist unser Land, da kann es uns doch nicht egal sein, dass Menschen ausgegrenzt werden!" Wer ist die nächste Gruppe, die man so behandelt? Ich will, dass die Leute sich wohlfühlen können und sich nicht mehr verstecken müssen. Ich will den Betroffenen die Angst nehmen und Hoffnung verbreiten. Das ist der Sinn meiner "True Colors Tour".

Mit deinem neuen Album schickst du die Leute zum Tanzen…

Ja, genau das ist mein Anspruch, den Menschen Spaß und Lebensfreude zu vermitteln. Fühl dich gut, lasse es dir gut gehen! Sei gay, also fröhlich und lustig, was das Wort ja bedeutet.

In der TV-Serie "Queer as Folk" wurde dieses Motto umgesetzt. Hast du deinen Auftritt in der Serie als Dankeschön an die Community verstanden?

Ich hab mich gefühlt wie Judy Garland! Das war wunderbar. Ich vermisse die Serie sehr. Denn sie hat in aller Welt eine neue Sicht auf das schwule Leben ermöglicht.

Am 1. November kommst du zu einem Konzert nach Köln. Hast du einen speziellen Gruß an die deutschen Gays?

Ich kenne Köln gut, war schon in den frühen Achtzigern mit meiner Band "Blue Angel" dort. Ich wollte den Dom besteigen, aber das waren zu viele Stufen! Zwei Cousins von mir leben in Deutschland. Meinen schwulen Fans will ich sagen: "It’s okay to be gay!" Genießt euer Anderssein, zieht eure roten Schuhe an und geht tanzen! Ich freue mich auf euch. Tschüss! (sagt sie auf deutsch)

Konzerte:
30.10. Wien, Gasometer
31.10. Basel, AVO
01.11. Köln, E-Werk

Galerie:
Cindy Lauper
5 Bilder


#1 RabaukeAnonym
#2 alexander
#3 Tim_ChrisProfil
  • 23.10.2008, 10:05hBremen
  • Kann die Worte meiner Vorredner nur wiederholen. Starke Frau, starke Persönlichkeit.
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